Marktberichte

Nikkei im Plus, Shanghai im Minus Asien-Börsen finden keine Richtung

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Mal hierhin, mal dorthin: Eine eindeutige Richtung gab es in dieser Handelswoche an der Tokioter Börse nicht.

(Foto: REUTERS)

Auf und Ab geht es für die Aktienmärkte in Fernost in dieser Woche. Satten Gewinnen folgen zum Teil deutliche Verluste. Zum Wochenschluss ist das nicht anders.

Mit überwiegend negativen Vorzeichen zeigen sich die Kurse an den Märkten in Ostasien zum Wochenschluss. Vor allem die negativen US-Vorgaben wurden zum Wochenausklang als Belastungsfaktor genannt. In China stand der erste Börsengang des Jahres im Fokus. Diese sind nach einer einjährigen Pause seit Beginn des Jahres wieder erlaubt. Für das Jahr 2014 wird mit einer wahren Flut von IPOs gerechnet, weshalb Investoren die Sorge umtreibt, dass die Vielzahl der Börsengänge Liquidität absorbiert, die dann für bereits gehandelte Aktien fehlt.

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Der Gesamtmarkt fiel der Shanghai Composite um 1,0 Prozent. Die Investoren hielten sich vor der Bekanntgabe des chinesischen Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal zurück, so ein Händler. Auch Industrieproduktionsdaten für Dezember stehen zur Veröffentlichung an.

Gegen den Trend ging es für die Aktien von China Cosco Holdings um 5 Prozent nach oben. Das Unternehmen rechnete nach zuletzt zwei Jahren mit Verlusten für 2013 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Ein drittes Jahr in Folge mit Verlusten hätte zudem das Delisting an der Börse in Shanghai bedeutet.

Ansonsten gestaltete sich der Handel in Asien recht unspektakulär. Nur an der Börse in Hongkong gab es ein deutlicheres Plus. Der Hang-Seng-Index legte um 0,8 Prozent zu. In Sydney trat der S&P/ASX-200 auf der Stelle. Hier glichen weitere Gewinne bei Minenwerten Abgaben bei Titeln aus dem Einzelhandelssektor aus. Dieser wurde von negativen Margenaussagen von Super Retail Group belastet. Für die Aktie ging es um 16 Prozent abwärts.

Versöhnlicher Wochenschluss in Tokio

In Tokio zeigte sich der Nikkei-Index mit einem moderaten Aufschlag von 0,1 Prozent. "Dem Markt fehlen derzeit die Impulse", so ein Teilnehmer. Auch die nachbörslichen Geschäftszahlen aus den USA haben keine Auswirkungen. So hat Intel mit seinen Ergebnissen für das vierte Quartal die Erwartungen des Marktes zwar weitgehend erfüllt, doch der Ausblick auf das Gesamtjahr bzw. das erste Quartal fiel verhalten aus.

Während die Intel-Aktie nachbörslich um knapp fünf Prozent einbrach, zeigten sich die Chipwerte in Japan unbeeindruckt und legten mehrheitlich zu. Die Aktien von Toshiba stiegen um 1,8 Prozent und Hitachi verbesserten sich um 0,8 Prozent. Gegen den Trend stiegen die Papiere von Mitsubishi Motors, die zwischenzeitlich bis zu elf Prozent stiegen. Sony-Aktien büßten rund 1,5 Prozent an Wert ein.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/rts