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Höhenflug des S&P-500Häusermarkt pusht US-Börsen

23.05.2014, 22:20 Uhr
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Das Auge sieht, der Kopf entscheidet, die Finger handeln: US-Börsianer bei der Arbeit an der New York Stock Exchange. (Foto: REUTERS)

An den New Yorker Aktienmärkten spüren Anleger anhaltenden Rückenwind. Im Blickfeld der Experten stehen die Daten vom Immobilienmarkt und die am Vorabend vorgelegten Zahlen von HP. Für die Kurse geht es aufwärts.

Die US-Börsen haben die Woche deutlich im Plus beendet. Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent höher bei 16.606 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging auf dem Rekord-Schlussstand von 1900 Zählern aus dem Handel und verbesserte sich damit um 0,4 Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent und schloss bei 4185 Punkten. Unterstützung erhielten sie dabei von ermutigenden Daten vom US-Immobilienmarkt. Im April wurden mehr neue Eigenheime verkauft als erwartet.

Wie schon in den vergangenen Tagen verlief der Handel ruhig. Das lag auch daran, dass in den USA und Großbritannien ein langes Feiertagswochenende bevorsteht. Am Montag bleiben die Börsen in den USA ebenso geschlossen wie die für Europa richtungsweisende Londoner Börse. Andere Marktteilnehmer erklärten die Zurückhaltung der Anleger mit den bis Sonntag anstehenden Wahlen in der EU bzw. in der Ukraine. Besonders letztere berge erhöhtes Gewaltpotenzial.

Das Interesse der Anleger galt den Ergebnissen von Hewlett-Packard, die das Unternehmen am Vortag entgegen der ursprünglichen Ankündigung schon kurz vor Handelsschluss veröffentlicht hatte. Der Konzern hat im zweiten Quartal nicht ganz die Erwartungen des Marktes erfüllt. Zwar konnte er seinen Gewinn steigern und erreichte auch die Schätzungen der Analysten. Allerdings sank der Umsatz erneut, was einigen Investoren ein Dorn im Auge war. HP wird die Zahl seiner Mitarbeiter überdies energischer reduzieren als bislang geplant. In einer ersten Reaktion gab die HP-Aktie am Donnerstag um über 2 Prozent nach. Nach einem genaueren Blick waren die Anleger aber doch zufrieden. Die Aktie legte am Freitag deutlich um 6,1 Prozent zu.

General Electric, die das Energiegeschäft von Alstom übernehmen möchte, hat dem Druck Frankreichs nachgegeben und gibt Paris mehr Zeit, einen anderen Käufer oder Partner für Alstom zu finden. Der Board des französischen Konzerns muss nun bis zum 23. Juni über das Angebot aus den USA entscheiden. Bisher sollte die Offerte bis 2. Juni geprüft werden. Damit haben nun auch Siemens und Paris mehr Zeit, möglicherweise einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die Aktien von General Electric schlossen unverändert.

Quelle: ntv.de, mmo/jwu/DJ/dpa/rts