Marktberichte

Dow Jones scheut 18.000er-Marke Wall Street startet vorsichtig in die Woche

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(Foto: REUTERS)

Zu Beginn der Woche startet der Handel an der Wall Street verhalten. Gemischte Konjunkturdaten aus aller Welt und die Sorge, die US-Notenbank könne die Zinsen früher als gedacht heben, sorgen für Verunsicherung.

An der Wall Street hat am Montag die Vorsicht gesiegt. Nach einem zunächst wenig veränderten Start gerieten die Verkäufer in die Oberhand. Belastend wirkten gemischt ausgefallene globale Konjunkturdaten aus China, Japan und Deutschland. Überdies kursierten weiter Spekulationen, dass die US-Notenbank schon früher als bislang gedacht die Zinsen anheben könnte. Die exzellenten Daten vom Arbeitsmarkt am Freitag befeuerten diese Sorge, die auch vom Präsidenten der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, nicht zerstreut werden konnte. Lockhart deutete an, dass eine baldige Zinserhöhung unwahrscheinlich sei.

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Der Dow-Jones verlor 0,6 Prozent auf 17.854 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,7 Prozent auf 2.060 Punkte nach unten und der Nasdaq verzeichnete ein Minus von 0,8 Prozent auf 4.741 Punkte.

Unterdessen zeigt sich die HSBC vorsichtig gegenüber amerikanischen Aktien. Nach den jüngsten Rekordhochs der US-Indizes könnte nun der Zeitpunkt sein, in europäische Aktien zu gehen. Für 2015 empfehlen die Experten, Mittel von heißgelaufenen US-Werten in Aktien der Eurozone oder der Schwellenländer umzuschichten. Europäische Werte seien in lokaler Währung gerechnet seit fünf Jahren zurückgeblieben, was sich nun ändern könnte.

Für Bewegung sorgte eine milliardenschwere Übernahme im Pharma-Sektor. Merck & Co stärkt sein Geschäft mit Antibiotika und übernimmt daher Cubist Pharmaceuticals. Dafür werden 102 Dollar je Aktie in bar auf den Tisch gelegt, eine Prämie von 37 Prozent auf den Cubist-Schlusskurs vom Freitag. Der Deal umfasst außerdem 1,1 Milliarden Dollar an Schulden, der Transaktionswert beträgt damit insgesamt 9,5 Milliarden Dollar. Die Merck-Aktie legte 0,6 Prozent zu, während die Titel von Cubist um gut 35 Prozent nach oben schossen.

Schwächster Dow-Wert war die McDonald's-Aktie. Die Fastfood-Kette hat einmal mehr mit monatlichen Umsatzzahlen enttäuscht. Im November war in den USA ein Rückgang zum Vorjahr von 4,6 Prozent zu verkraften, das war der schwächste Monat seit Mai 2000. Die Aktie verlor 3,8 Prozent.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

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