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Glos mahnt VersorgerArbeitsplatzabbau verhindern

04.03.2008, 18:14 Uhr

Der Verkauf der Stromnetze durch die Versorger sollte Arbeitsplätze und Investitionen in den Netzen nicht gefährden. Wirtschaftsminister Glos mahnt die Energieunternehmen diese Kriterien zu berücksichtigen.

Bei einem Verkauf der Stromnetze müssen die Versorger nach Ansicht der Bundesregierung die Interessen der Arbeitnehmer berücksichtigen. Die Sicherheit der Arbeitsplätze und die Investitionen im Netzbereich müssten gewährleistet sein, sagte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nach einem Treffen mit EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in Berlin. Grundsätzlich sei es aber Sache der Unternehmen, ob sie ihre Netze verkaufen wollten oder nicht.

E.ON hatte sich mit der Kommission verständigt, seine Übertragungsnetze und teilweise Kraftwerkskapazitäten verkaufen zu wollen. Damit will der Konzern eine hohe EU-Kartellbuße vermeiden. Auch Vattenfall prüft einen Verkauf seiner Hochspannungsnetze. Kroes traf sich mit Glos, um über die Hintergründe des E.ON-Vorstoßes zu sprechen. Die Bundesregierung war von dem Deal überrascht worden. E.ON-Chef Wulf Bernotat will in den nächsten Wochen Vorschläge für die Zukunft der Stromnetze unterbreiten. Dazu gehört auch die Gründung einer Netz AG, an der sich verschiedene Investoren beteiligen könnten.