Neuwagen selbst zugelassenAutobauer schönen Bücher
Die deutschen Autobauer haben im November einem Experten zufolge mit massiven Eigenzulassungen einen deutlicheren Absatzeinbruch verhindert. Fast jeder dritte Neuwagen sei auf den Hersteller oder Händler zugelassen worden, meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Diese Autos kämen als Tageszulassungen oder Vorführwagen billig auf den Markt.
Die deutschen Autobauer haben im November einem Experten zufolge mit massiven Eigenzulassungen einen deutlicheren Absatzeinbruch verhindert. Fast jeder dritte Neuwagen sei auf den Hersteller oder Händler zugelassen worden, zitierte die Münchner "Abendzeitung" den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen. Das sei ein sehr hoher Anteil.
Diese Autos kämen als Tageszulassung oder Vorführwagen Anfang kommenden Jahres mit massiven Preisnachlässen auf den Markt, prognostizierte Dudenhöffer. Hintergrund seien Probleme gerade der Massenhersteller Opel, Volkswagen und Ford, ihre Autos zu regulären Preisen zu verkaufen, heißt es in dem Bericht weiter.
So seien vom VW-Cabrio "Eos" zwei Drittel der Wagen auf Handel und Hersteller zugelassen worden. Der Bestseller VW "Golf" sei zu 38 Prozent nicht an den Endkunden gegangen, erläuterte der Gelsenkirchener Professor in dem Zeitungsbeitrag weiter. "Der VW-Konzern will das Absatzvolumen um jeden Preis steigern", sagte der Experte. "Die kämpfen um jedes Auto."
Bei Opel sei vom absatzstärksten Modell "Corsa" jeder zweite Wagen auf den Hersteller oder Händler zugelassen. Gleiches gelte für den direkten Konkurrenten Ford-"Fiesta". Die deutschen Autobauer kämpfen seit längerem mit einer Absatzflaute auf dem Heimatmarkt. Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge waren im November 284.000 Autos neu auf Deutschlands Straßen unterwegs, im Jahresvergleich ein Minus von 13 Prozent - trotz der massiven Eigenzulassungen. Experten machen die mangelnde Kaufkraft der deutschen Verbraucher verantwortlich, denen das Geld für einen Neuwagen fehle.