Winterkorns VisionE-Auto muss kommen
Wegen der hohen Öl- und Benzinpreise werden die Autohersteller laut VW-Chef Winterkorn immer sparsamere Autos bauen und künftig auch elektrisch betriebene Fahrzeuge herstellen. In den nächsten Jahren sei am Benzin- und Dieselmotor nicht vorbeizukommen. "Aber die Zukunft gehört dem Elektroauto - mit Strom aus der Steckdose", sagte er.
Wegen der hohen Öl- und Benzinpreise werden die Autohersteller laut VW-Chef Martin Winterkorn immer sparsamere Autos bauen und künftig auch elektrisch betriebene Fahrzeuge herstellen. "Wir müssen den Verbrauch der Motoren weiter senken. Mein Ziel ist ein Golf, der zwischen drei und vier Liter auf 100 Kilometer verbraucht, mit dem Golf Blue Motion liegen wir heute bei 4,3 Liter", erklärte der Manager gegenüber der "Bild"-Zeitung.
In den nächsten Jahren sei am Benzin- und Dieselmotor nicht vorbeizukommen. "Aber die Zukunft gehört dem Elektroauto - mit Strom aus der Steckdose", sagte Winterkorn. Der VW-Chef regte aus diesem Grund für eine neue Debatte über die Kernkraftnutzung an. Strom falle nicht vom Himmel, "deshalb sollten wir über Atomkraft neu nachdenken", sagte Winterkorn.
Er kritisierte zudem die politischen Debatten um den Klimaschutz scharf. "Die deutsche Autoindustrie leidet unter den unklaren Vorgaben der Politik", sagte Winterkorn. "Die Menschen wissen nicht, was auf sie zukommt, ob sie künftig mehr oder weniger Autosteuer zahlen müssen. Das verunsichert die Autofahrer sehr."
Der VW-Chef erklärte, viele würden die Entscheidung für ein neues Auto deshalb "bewusst" immer weiter verschieben. "Das sieht man daran, dass das Durchschnittsalter der Autos auf deutschen Straßen bei fast neun Jahren liegt. Das ist natürlich schlecht für die ganze Branche - und für unsere Umwelt. Denn wären die Autos auf unseren Straßen nur ein Jahr jünger und moderner, würde das allein schon 800 Millionen Liter Sprit sparen", sagte Winterkorn.