Kritik an AIG-SanierungskursGroßaktionär schießt quer
Der US-Versicherungsriese AIG gerät auf seinem Sanierungskurs unter zunehmenden Druck seines Großaktionärs und legendären Ex-Chefs Greenberg. Der 83-Jährige fordert veränderte Konditionen bei den staatlichen Milliardenhilfen. Das gegenwärtige Rettungspaket läuft seiner Meinung nach auf eine Zerschlagung von AIG hinaus.
Der US-Versicherungsriese AIG gerät auf seinem Sanierungskurs unter zunehmenden Druck seines Großaktionärs und legendären Ex-Chefs Maurice Greenberg. Der 83-jährige US-Investor fordert veränderte Konditionen bei den staatlichen Milliardenhilfen für den Konzern. Das gegenwärtige Rettungspaket laufe auf eine Zerschlagung des Versicherers hinaus, kritisierte Greenberg in einem Schreiben an die Behörden.
Das Hilfspaket umfasst bislang Kredite von insgesamt rund 123 Mrd. Dollar. Im Gegenzug hat der Staat Anspruch auf 80 Prozent der Konzernanteile. Mehrere Großaktionäre befürchten für sich einen drastischen Wertverlust und für AIG erdrückende Zinslasten. Greenberg verlangt, den Mega-Kredit durch Vorzugsaktien für den Staat umzuwandeln. AIG müsse zudem Finanzierungsmöglichkeiten erhalten wie zuletzt auch andere angeschlagene Finanzhäuser.
Milliardenverluste aus riskanten Finanzgeschäften hatten AIG an den Rand des Abgrunds gebracht. Durch den Verkauf großer Konzernteile will der Versicherer den Kredit der Notenbank zurückzahlen. Als mögliche Käufer von AIG-Geschäften gelten auch deutsche Wettbewerber wie der Allianz-Konzern und die Münchener Rück.