Hohe SpritkostenTaxifahren wird teurer
Die hohen Spritpreise gefährden nach Ansicht des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes Zehntausende Arbeitsplätze. Zuerst wackeln die Jobs der teilzeitbeschäftigten Fahrer. Danach werden wohl die Preise steigen.
Die hohen Spritpreise gefährden nach Ansicht des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes Zehntausende Arbeitsplätze von Teilzeitbeschäftigten in der Branche. "Insbesondere sie werden zunächst leiden", sagte Geschäftsführer Thomas Grätz am Freitag in Frankfurt. Insgesamt seien 50.000 der 200.000 Stellen im Taxigewerbe in Gefahr. Damit bestätigte Grätz einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung (Freitag). "Ich denke, die Hälfte bis 60 Prozent davon werden Teilzeitbeschäftigte sein." Nach Verbandsangaben sind in Deutschland 40 Prozent aller Taxifahrer in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt.
Neben dem Stellenabbau sei in den kommenden Monaten zudem mit Preiserhöhungen von bis zu fünf Prozent zu rechnen. "Es geht einfach nicht anders", sagte Grätz. Der Anteil der Kraftstoffe an den Betriebskosten bei den 24.000 Taxiunternehmen habe sich in den vergangenen zehn Jahren von rund sechs auf bis zu 20 Prozent erhöht. Problematisch sei, dass Preise für Taxifahren behördlich festgesetzt sind. Es dauere daher bis zu sechs Monate, bis höhere Preise durchgesetzt seien, erklärte Grätz. "Das kann für viele schon zu spät sein."
Die Benzin- und Dieselpreise haben nach einer neuen Preisrunde am Donnerstagabend wieder ihre Rekordstände erreicht. Nach Angaben aus der Mineralölwirtschaft kostet ein Liter Benzin im bundesweiten Durchschnitt 1,58 Euro, Diesel 1,53 Euro. Weitere Preisanhebungen stehen möglicherweise bevor, weil sich sowohl die Rohöl- als auch die Produktpreise am europäischen Ölmarkt in Rotterdam weiter nach oben bewegen.