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Wettrennen im Lkw-Markt VW greift nach Scania

Der Volkswagen-Konzern stockt beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller kräftig auf. Mit dem Anteilseigner Investor AB und den Wallenberg Stiftungen sei eine Einigung über den Erwerb sämtlicher in deren Besitz befindlichen Scania-Anteile erzielt worden, teilte VW mit. Der deutsche Autobauer erhöht seinen Stimmrechtsanteil an Scania damit von 37,98 auf 68,60 Prozent.

Volkswagen kommt damit einer Dreierfusion seiner Nutzfahrzeugsparte mit MAN und Scania einen großen Schritt näher. Nach langem Tauziehen trennten sich die schwedischen Großaktionäre von Scania, die Stiftungen der Familie Wallenberg und die von ihr kontrollierte Investor AB, für umgerechnet knapp 2,9 Mrd. Euro von ihrem Aktienpaket. MAN begrüßte den Schritt seiner Großaktionärs VW. Das verbessere die Chancen auf eine Zusammenarbeit mit Scania, sagte ein Sprecher.

Investor erklärte, Volkswagen wolle Scania als Premium-Marke weiterentwickeln und "seinen Einfluss mit dem Ziel nutzen, den langfristigen Wert für alle Aktionäre zu maximieren". VW wolle die Strategie den Scania-Vorstands unterstützen. Strukturelle Änderungen zum Nachteil der Mitarbeiter seien nicht geplant.

Nachdem der Münchener Scania-Rivale mit einem Übernahmeversuch bei den schwedischen Großaktionären auf Granit gebissen hatte, war Volkswagen mit fast 30 Prozent bei MAN eingestiegen. Doch die Verhandlungen mit Scania stockten seit einem Jahr. VW will sein Geschäft mit schweren LKW in Südamerika in die Allianz mit MAN und Scania einbringen. MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson, selbst früher im Vorstand von Scania, hatte stets auf eine einvernehmliche Lösung gedrängt, zuletzt aber keinen Zeitrahmen mehr genannt.

Durch den Erwerb von knapp 135 Mio. stimmrechtsstarken A-Aktien hält VW nun mit 68,8 Prozent der Stimmrechte eine deutliche Mehrheit an Scania. Der Kapitalanteil wächst auf 37,7 Prozent. MAN selbst hält 17 Prozent der Stimmrechte an Scania; zusammen kommen die beiden deutschen Unternehmen damit auf mehr als 85 Prozent. Nach Kapitalanteilen hätten VW (37,7 Prozent) und MAN (13,3) mit der Übernahme der Investor- und Wallenberg-Anteile nun gemeinsam mehr als 50 Prozent an Scania.

Quelle: n-tv.de

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