Mittwoch, 08. August 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer

17:40 Uhr

Neue China-Zölle verderben Dax die Laune

Der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China raubt den Dax-Investoren weiter die Kraft. Nach einem kurzen Ausflug über die 12.700-Punkte-Marke gab der Leitindex seine Gewinne wieder ab und ging 0,1 Prozent schwächer beim Stand von 12.633,54 Punkten aus dem Handel. Auch die Nebenwerte-Indizes bewegten sich kaum. Der MDax bewegte sich seitwärts und schloss bei 26.793,83 Zählern. Auch der TecDax beendete den Tag mit 2927,20 Stellen etwa dort, wo er ihn begonnen hatte.

Federn lassen mussten vor allem die Aktien von Fresenius, die den Handelstag mit einem Minus von 2,7 Prozent beendeten. Nach der Veröffentlichung der Zahlen des zweiten Quartals, die auf ein positives Echo stießen, sind neue Impulse bis auf weiteres nicht in Sicht. Einen Schatten auf die Aktie wirft auch der ungewisse Ausgang des Rechtsstreits um die geplatzte Übernahme des Generikaherstellers Akorn.

Auch für die Papiere von Eon ging es um rund 2,9 Prozent abwärts. Einige Marktteilnehmer hätten wohl beim Ausblick auf mehr gehofft, hieß es aus dem Handel. Der Kurs von Munich Re gab ebenfalls um rund 2,1 Prozent nach. Das Quartalsergebnis des Versicherungskonzerns wurde durch menschengemachte Großschäden belastet, vor allem einen Bauschaden an einem Wasserwerk in Kolumbien. Dagegen spielten Naturkatastrophen eine geringere Rolle.

15:40 Uhr

Also doch?! Tesla-Aufsichtsrat prüft Delisting

Die Spekulationen um einen möglichen Rückzug Teslas von der Börse bekommen neue Nahrung. Der Tesla-Aufsichtsrat prüft nach Angaben einiger seiner Mitglieder den Rückzug des Elektroauto-Pioniers von der Börse. Tesla-Chef Elon Musk habe den Vorschlag in der vergangenen Woche unterbreitet, teilten einige Mitglieder des Aufsichtsrats mit.

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Dabei sei es auch um eine Diskussion darüber gegangen, warum es im Interesse des Unternehmens sei, nicht mehr börsennotiert zu sein und wie ein derartiger Schritt finanziert werden könne.

Musk hatte am Dienstag getwittert, dass er über so einen Schirtt nachdenke. Dabei brachte der Tesla-Gründer  einen Preis von 420 Dollar je Aktie ins Spiel, was einen Aufschlag von fast 23 Prozent zum Schlusskurs vom Montag bedeuten würde.

14:57 Uhr
"In gewisser Weise ist es eine Lex China"
"In gewisser Weise ist es eine Lex China"(Foto: REUTERS)

IW-Chef zu China-Übernahmen: "Mehr Kontrolle ist richtig"

Der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält eine stärkere staatliche Kontrolle und mehr Eingriffsmöglichkeiten bei Firmenübernahmen durch chinesische Investoren in Deutschland für gerechtfertigt. Hüther bezeichnete im Deutschlandfunk entsprechende Pläne von Wirtschaftsminister Peter Altmaier ) dazu als richtig.

"Es ist nichts, was einen Marktökonomen freut", räumte er ein. Die Annahme, dass sich China stärker marktwirtschaftlichen Prozessen öffne, habe sich aber als naiv erwiesen. "Ich glaube, es ist richtig, dass man diese Naivität ablegt."

Zwar sei die geplante Verschärfung der deutschen Außenwirtschaftsverordnung nicht gegen ein einzelnes Land gerichtet. Aber dahinter stehe doch der "große Akteur" China. "Es ist in gewisser Weise eine Lex-China."

Hier mehr: "Von Anlagenbau bis Umwelttechnik: Was Chinesen in Deutschland alles gekauft haben"

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13:59 Uhr
(Foto: Airbus)

Airbus-Solarflugzeug stellt Weltrekord auf

Das Airbus-Solarflugzeug Zephyr S ist bei seinem Erstflug fast 26 Tage ununterbrochen in der Luft gewesen und hat damit einen neuen Ausdauer-Weltrekord aufgestellt.

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Das unbemannte Flugzeug sei am 11. Juli in Arizona gestartet und erst nach 25 Tagen, 23 Stunden und 57 Minuten wieder gelandet, teilt der Flugzeugbauer mit. "Im Serienbetrieb wird Zephyr dann rund drei Monate ununterbrochen in der Luft sein können", kündigt Airbus weiter an.

Genutzt werden soll das unbemannte Flugzeug zunächst als Relaisstation, um Internetverbindung in die entlegensten Gegenden der Welt zu bringen. Erstkunde ist das britische Verteidigungsministerium. Zephyr könnte auch bei Hitze über einer hunderte Quadratkilometer großen Region kreisen und Waldbrände früh erkennen, Ölverschmutzungen im Meer entdecken oder Grenzschutzmissionen und andere Einsätze unterstützen.

Es sei billiger und flexibler und liefere schärfere Bilder als ein Satellit, fliege länger als eine Drohne oder ein Flugzeug und habe "das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren", so Airbus. Die Serienproduktion soll jetzt in Farnborough bei London starten.

Das 75 Kilogramm leichte Flugzeug mit 25 Metern Spannweite wird nur mit Solarstrom betrieben und fliegt in 21 Kilometern Höhe weit über dem normalen Flugverkehr und den Wolken in der Stratosphäre.

13:13 Uhr
Die Queen wird nicht "amused" sein. Unter "hartem Brexit" versteht man einen klaren Bruch mit Brüssel.
Die Queen wird nicht "amused" sein. Unter "hartem Brexit" versteht man einen klaren Bruch mit Brüssel.(Foto: picture alliance / dpa)

Furcht vor hartem Brexit: Pfund fällt auf 11-Monatstief

Das britische Pfund markiert ein 11-Monatstiefs zu Dollar und Yen, ein Neuneinhalbmonatstief zum Schweizer Franken und ein Zweiwochentief zum Euro.

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Hinter der Kursschwäche steckt laut Marktteilnehmern die Sorge, dass Großbritannien 2019 ohne vertragliche Vereinbarung, in einem sogenannten harten Brexit aus der EU ausscheidet. Das werde immer wahrscheinlicher, warnen Experten.

"Die Politik gibt die Richtung für das Sterling vor", sagt Jane Foley, Währungsstrategin bei der Rabobank. Die Anleger würden umgetrieben von der immer knapperen Zeit, die Großbritannien noch bleibe, einem Deal vor dem 29. März 2019 zuzustimmen. Die Zinserhöhung durch die Bank of England aus der Vorwoche bietet dem Pfund in diesem Umfeld keine Unterstützung.

Aktuell kostet das Pfund 1,2906 US-Dollar, verglichen mit 1,2938 am späten Dienstag. Für einen Euro sind 0,8985 Pfund fällig nach 0,8963.

12:56 Uhr

Air-Berlin-Kredit: Kriegt der Bund doch mehr zurück?

Nicht mehr börsenrelevant, trotzdem interessant:

Es war ein langer Kampf um Air Berlin. Am Ende wurde dann doch der Stecker gezogen. Kurz zuvor war der Bund noch mit einem 150-Millionen-Kredit eingesprungen. Das Geld hatte die Pleite-Airline im vergangenen Herbst in der Luft gehalten und den Verkauf ermöglicht. Aber klar war, kommt bei der Verwertung nicht genug Geld rein, würden die Steuerzahler auf der Summe sitzen bleiben.

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Staatshilfen für Konzerne, die durch eigenes Verschulden in die Pleite rutschen? Mehr als umstritten.

Wie es aussieht, könnte es hier aber noch besser laufen als befürchtet. Denn wie es heißt, hat der Bund von diesem Darlehen bisher knapp die Hälfte zurückgezahlt bekommen. Der Rückzahlungsstand liege bei 74,4 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.

Was am Ende insgesamt an den Bund zurückgezahlt werde, könne noch nicht gesagt werden, erklärte die Ministeriumssprecherin. Dies hänge vom weiteren Verlauf der Verwertung ab.

12:37 Uhr

Bargeldtransfer in den Iran: Ja oder nein?

Der Wunsch Teherans, 300 Millionen Euro aus Deutschland abzuziehen, sorgt hierzulande weiterhin für Diskussionsstoff. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Bundesbank vorsorglich ihre Geschäftsbedingungen geändert hat.

Lässt sich Terrorfinanzierung nachweisen oder nicht?
Lässt sich Terrorfinanzierung nachweisen oder nicht?(Foto: picture alliance / dpa)

Heute schreibt das "Handelsblatt", die Bundesregierung gehe zu den USA auf Konfrontationskurs. Sie sehe keinen Grund, die Bargeldüberweisung in den Iran zu stoppen. Berlin halte die Erkenntnisse, die die USA vorgelegt hätten, für nicht überzeugend. "Das ist bis jetzt wenig stichhaltig", zitiert das Blatt aus Regierungskreisen.

Der Iran will 300 Millionen Euro, die auf einem Konto der Europäisch-Iranischen Handelsbank in Hamburg lagern, nach Teheran schaffen. Washington drängt Berlin, den Bargeldtransport zu untersagen. Die Gefahr, dass das Geld für illegale Zwecke, vor allem Terrorfinanzierung, verwendet wird, sei zu groß, heißt es.

Derzeit laufen zwei Prüfverfahren: Die Bankenaufsicht Bafin geht der Frage nach, wohin das Geld fließen soll. Die beim Bundesfinanzministerium angesiedelte Einheit zur Bekämpfung von Geldwäsche prüft, ob ein Verdacht der Terrorfinanzierung vorliegt.

Warum das relevant ist? Die Entscheidung gegen den Willen der USA könnte sich negativ im Zollstreit auswirken. Die USA wollen deutsche Firmen, die in den USA angesiedelt sind und gleichzeitig mit dem Iran Handel treiben, sanktionieren.

Teheran dringt auf den Geldtransfer, weil sich die Landeswährung Rial durch die US-Sanktionen im freien Fall befindet. Seit Jahresbeginn hat die Währung fast zwei Drittel ihres Werts verloren. Die Zentralbank hatte im April versucht, einen festen Wechselkurs von 42.000 Rial zum Dollar einzuführen. Da viele Banken sich weigerten, ausländische Devisen zu diesem künstlich niedrigen Wechselkurs zu verkaufen, wichen viele Iraner auf den Schwarzmarkt aus.

Wie der Bargeld-Transport der Euro-Scheine genau ablaufen soll, ist unklar. Wird die Summe in 200-Euro-Scheinen ausbezahlt, hätte die Geldmenge ein Gewicht von 1,6 Tonnen. Übereinandergelegt wäre der Stapel von 1.500.000 Geldscheinen etwa 150 Meter hoch.

Nachtrag 13.31 Uhr: Für eine Lösung in dem Streit hat die Bundesregierung noch bis zu, 5. November Zeit. Dann greifen die US-Sanktionen im Bereich Finanzen.

11:47 Uhr
Was treibt Elon Musk?
Was treibt Elon Musk?(Foto: AP)

Musk sorgt für Chaos: Hat sein Tweet Konsequenzen?

Dass der Mann gut für Überraschungen ist, wussten wir schon. Aber das?

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Mit seinem Tweet, Tesla von der Börse zu nehmen, hat Tesla-Chef Elon Musk die Finanzmärkte am Dienstagabend in einen Ausnahmezustand versetzt. Der Handel mit der Aktie musste gestoppt werden.

Es bleiben viele offene Fragen.

Die Finanzierung für den Deal, Tesla von der Börse zu nehmen, sei gesichert, schrieb Musk. Tatsächlich? Und von wem soll dieses Geld stammen? Tesla verbrennt Cash! Kaum ein Unternehmen braucht das Geld der Aktionäre dringender. Musk orakelte auch, dass Aktionäre Anteile mit großem Aufschlag veräußern können sollen. Details? Auch Fehlanzeige.

Für den Tesla-Chef könnte all das Konsequenzen haben.

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Musk müsse den Nachweis erbringen, dass so eine Finanzierung stehe, sagte Jura-Prrofessor John Coffee von der Columbia Law School dem Internetportal Yahoo Finance. "Wenn er das nicht belegen kann, riskiert er einen großen Rechtsstreit." Ob die US-Börsenaufsicht SEC mit Musks ungewöhnlichem Vorgehen einverstanden ist, massiv kursrelevante Aussagen einfach während der öffentlichen Handelszeiten per Twitter zu verbreiten? Abwarten.

11:28 Uhr

Chefsuche: Air France wird in Kanada fündig

Streiks, teures Kerosin und ein leerer Chefsessel - Die Fluggesellschaft Air France-KLM kämpft an vielen Fronten.

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Zumindest für ein Problem gibt es möglicherweise jetzt eine Lösung: Laut "Le Monde" ist ein potenzieller Nachfolger für den vor drei Monaten zurückgetretenen Jean-Marc Janaillac gefunden.

Wunschkandidat ist demnach der Kanadier und die Nummer zwei von Air Canada, Benjamin Smith. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Board of Directors.

10:36 Uhr
Die Lira hat am Montag den größten Kurssturz innerhalb eines Tages seit einem Jahrzehnt erlebt.
Die Lira hat am Montag den größten Kurssturz innerhalb eines Tages seit einem Jahrzehnt erlebt.(Foto: picture alliance / Can Merey/dpa)

Ausverkauf am Bosporus: Braucht Erdogan den IWF?

Der Ausverkauf am Bosporus geht weiter. Immer mehr Investoren suchen das Weite. Die Folge: die Anleiherenditen steigen und die Landeswährung Lira fällt.

Investoren verlieren das Interesse an der Türkei. Muss der IWF einspringen?
Investoren verlieren das Interesse an der Türkei. Muss der IWF einspringen?(Foto: imago/BE&W)

Trotz dieser brenzligen Lage tut Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Regierung aber immer noch so, als hätten sie alles unter Kontrolle: "Die Funkstille von Ankara ist ohrenbetäubend," schreibt die US-Finanzagentur "Bloomberg".

Was die Lira dringend braucht, ist "Unabhängigkeit der Zentralbank, strengere Finanzpolitik und ein IWF-Programm", sind sich Experten einig. Dass es so weit kommt, ist jedoch unwahrscheinlich.

Erdogan ist nicht nur ein expliziter Gegner höherer Zinsen. Er ist froh, dass er den IWF los ist!

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Erst 2013 hat die Türkei ein riesiges Schuldenkapitel mit dem IWF geschlossen. Insgesamt hatte Ankara innerhalb eines halben Jahrhunderts Kredite in Höhe von rund 56,5 Milliarden US-Dollar erhalten. Und dafür - Griechenland lässt grüßen - viele Auflagen erfüllen müssen. Sicherlich würde er dieses Kapitel ungern wieder aufschlagen.Eine Alternative zum IWF drängt sich allerdings nicht richtig auf.

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Der Währungsfonds steht in den Startlöchern. Am späten Dienstag veröffentlichte der Fonds eine Erklärung, wonach "von den türkischen Behörden kein Hinweis eingegangen ist, dass sie einen Antrag auf finanzielle Unterstützung erwägen". Offenbar werden die Leitungen frei gehalten.

09:31 Uhr
(Foto: REUTERS)

Zollstreit sorgt für miese Laune: Dax steht auf der Bremse

Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Morgen etwas leichter. Die neuen Strafzölle der USA gegen China drücken erwartungsgemäß auf die Kauflaune der Anleger. Händler rechnen im Tagesverlauf aber mit einer Erholung, da es hier eigentlich nichts Überraschendes gebe.

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Der Dax fällt um 0,2 Prozent auf 12.628 Punkte.

Die Regierung in Washington kündigte zusätzliche Strafzölle auf chinesische Einfuhren im Volumen von 16 Milliarden Dollar an. Eine von China für diesen Fall angekündigte Vergeltung blieb zunächst aus.

Schlusslicht im Dax sind Münchener Rück. Die Aktien des Rückversicherers verlieren 4,0 Prozent. Das operative Ergebnis sei wegen der Belastungen durch Großschäden hinter den Erwartungen zurückgeblieben, schreibt Analyst Daniel Bischof von der Baader Helvea Bank in einem Kommentar.

Im MDax rutschen die Titel von Fraport sogar um 4,1 Prozent ab. Das Quartalsergebnis sei etwas schlechter ausgefallen als erhofft, sagt ein Börsianer. Außerdem blieben die angehobenen Gesamtjahresziele unter den Analystenprognosen.

08:04 Uhr

Naturkatastrophen setzten Munich Re zu

Meist stehen Naturkatastrophen bei den Rückversicherern im Fokus. Die Münchener Rück musste im vergangenen Quartal allerdings vor allem menschengemachte Schäden begleichen.

Der weltgrößte Rückversicherer hat den Gewinn im zweiten Quartal trotz eines Anstiegs teurer Großschäden stabil gehalten. Das Ergebnis lag mit 728 (Vorjahr: 733) Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Münchener Rück musste mit 605 Millionen Euro für Großschäden einstehen, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Der mit Abstand teuerste Schaden entstand beim Bau eines Wasserkraftwerks in Kolumbien. Naturkatastrophen spielten diesmal eine untergeordnete Rolle. Der Rückversicherer machte die Belastung durch einen Gewinnanstieg in der Lebens- und der Kranken-Rückversicherung wett, wo er aus unrentablen Verträgen ausgestiegen war.

Die Gespräche zur Vertragserneuerung zum 1. Juli nutzte die Münchener Rück, um das Geschäft deutlich auszubauen. Insgesamt wurden Verträge im Volumen von 3,3 Milliarden Euro gezeichnet, 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Preise seien im Schnitt aber nur um 0,9 Prozent gestiegen. An der Gewinnprognose für das Gesamtjahr hält der Konzern fest.

07:30 Uhr

Dax-Anleger zeigen mehr Risikobereitschaft

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Der Dax wird mit einer gut behaupteten Handelseröffnung erwartet. IG sieht den Index am Morgen bei 12.666 Punkten nach einem Schlusskurs bei 12.648 am Vortag. Den Grund liefern die Kursgewinne an der Wall Street sowie die leicht gestiegene Risikobereitschaft.

Für leichten Gegenwind dürfte dagegen der Euro sorgen, der über Nacht auf 1,1620 Dollar leicht gestiegen ist. Im Fokus dürfte einmal mehr die Berichtssaison stehen, mit Munich Re und Eon legen zwei Dax-Unternehmen ihre Geschäftszahlen vor. Im Hintergrund schwelt weiter der Handelsstreit zwischen den USA und China.

07:16 Uhr

Schanghai kann Kurssprung nicht halten

Gegen einen positiven Trend notiert unter den asiatischen Leitbörsen Schanghai leicht im Minus. Allerdings halten sich die Verluste mit aktuell 0,3 Prozent im Rahmen - und am Vortag hatte es einen Kurssprung von fast 3 Prozent gegeben.

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Der Handelsbilanzüberschuss Chinas lag bei lediglich 28 Milliarden Dollar, während 39 Milliarden erwartet worden waren. Allerdings legten Exporte und vor allem Importe jeweils mehr zu als erwartet. Die Auswirkungen der US-Strafzölle auf die Exporte dürften erst im vierten Quartal eine größere Rolle spielen, vermutet Betty Wang von ANZ.

Als belastender Faktor wirkt indes weiter die verschärfte Lage im Handelskonflikt mit den USA. Die US-Regierung hat für den 23. August weitere Strafzölle auf Importe aus China angekündigt.  

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An der Nachbarbörse in Hongkong geht es um 0,5 Prozent nach oben, im Blick steht hier eine Reihe von Börsengängen. Unter den neuen Aktien notieren China Tower in der Nähe ihres Ausgabepreises, Teilnehmer sprechen von einem "langweiligen" IPO. Dagegen geht es mit den auch als ADR an der Nasdaq gelisteten Titeln des Biotech-Unternehmens Beigene 3,2 Prozent abwärts. Die Investoren in Hongkong seien bei Biotech-Werten vorsichtig, heißt es am Markt, nachdem kürzlich erst das Börsendebüt von Ascletis enttäuscht hatte.

Für das Schwergewicht Tencent geht es derweil um 1,5 Prozent aufwärts, für Petrochina 2,6 Prozent.

07:08 Uhr

Tech-Werte ziehen Japans Börse ins Plus

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Gestützt auf Gewinne bei Technologieaktien notiert die japanische Börse im Plus.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag zum Ende des Vormittagshandels 0,39 Prozent höher bei 22.750 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,3 Prozent auf 1751 Zähler zu. Auch Aktien von Unternehmen, deren Quartalszahlen positiv aufgenommen wurden, wie Nikon, waren gefragt. Begrenzt wurden die Gewinne jedoch durch Vorsicht der Anleger im Vorfeld der für Donnerstag geplanten amerikanisch-japanischen Handelsgespräche.

06:59 Uhr