Donnerstag, 14. Juni 2018: Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer

17:46 Uhr

EZB-Effekt: Dax schießt nach oben

Die Fieberkurve an den europäischen Börsen zeigt am Ende des vorletzten Handelstages der Woche steil nach oben. Den Startschuss lieferte die Zinsentscheidung der EZB um 13.45 Uhr. Die Notenbank legte einen klaren Fahrplan vor, nach dem sie ihre expansive Geldpolitik zurückfahren wird.

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Ab Oktober dieses Jahres wird das Anleihekaufprogramm auf 15 Milliarden Euro monatlich halbiert. Ende des Jahres wird es beendet. Der Ausblick, dass die EZB die Leitzinsen mindestens bis Ende des Sommers 2019 auf dem aktuellen Niveau lassen will, wird an der Börse als "taubenhaft" interpretiert. Die Zinsstrategen der Nordea gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen nicht vor Dezember 2019 anheben wird. Den Inflationsausbick hat die EZB für dieses und das kommenden Jahr leicht auf 1,7 Prozent angehoben.

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Unter Druck kam der Euro. Nach einem Tageshoch bei 1,1852 stürzte die Gemeinschaftswährung auf 1,1680 Dollar ab. Hier wurden wohl einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt.

Dies wiederum wirkte wie ein Turbo für den Aktienmarkt. Der Dax eroberte in der Folge die 13.000er Marke zurück und legte bis Handelsschluss um 1,6 Prozent auf 13.107 Punkte zu. Das ist der größte Tagesgewinn seit zehn Wochen. Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,5 Prozent auf 3532 Punkte.

Auf ein leicht positives Echo stieß die Bußgeldstrafe von 1 Milliarde Euro, die VW zur Beilegung der strafrechtlichen Ermittlungen wegen der Dieselmanipulationen zahlt. Die verhängte Strafe ist höher als von Jefferies erwartet, aber insgesamt auch bescheiden mit Blick auf die Belastung je Aktie. VW stiegen um 2,2 Prozent.

17:03 Uhr

Freitag drohen Trumps Zölle: Letzte Warnung aus Peking

Einen Tag vor der möglichen Bekanntgabe neuer Strafzölle durch das Weiße Haus erneuert China seine Warnung an die USA.

Wer hat Angst vorm Handelskrieg?
Wer hat Angst vorm Handelskrieg?(Foto: picture alliance / dpa)

Etwaige Wirtschafts- und Handelsabkommen, über die beide Regierungen verhandelt haben, würden nicht zustandekommen, wenn die USA Strafzölle verhängten, sagte Geng Shuang, Sprecher des Pekinger Außenministeriums. Die drohenden Zölle waren am gleichen Tag auch Thema bei einem Treffen zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und seinem chinesischen Kollegen Wang Yi. Pompeo erklärte, dass das Handelsdefizit der USA gegenüber China noch immer zu hoch sei.

Wang Yi äußerte gleichwohl die Hoffnung, dass Washington "nicht weitere Hindernisse schafft". Obwohl beide Regierungen zunächst vielversprechende Gespräche geführt hatten, hatte das Weiße Haus Ende Mai überraschend angekündigt, am Freitag (15. Juni) doch eine Liste mit chinesischen Waren im Umfang von 50 Milliarden Dollar (43 Milliarden Euro) vorlegen zu wollen, auf die Zölle von 25 Prozent erhoben werden sollen. China hatte diesen Schritt scharf kritisiert: Man habe "keine Angst davor, einen Handelskrieg zu führen", hieß es.

16:57 Uhr

Insider: EU stimmt für Strafzölle auf US-Produkte

Die EU-Staaten stimmen im Zollstreit mit Amerika EU-Kreisen zufolge für Vergeltungsabgaben auf US-Produkte. Vertreter der Länder hätten die von der EU-Kommission erarbeitete Liste von Zöllen auf US-Waren einstimmig angenommen, berichten Insider in Brüssel.

16:09 Uhr

EZB: Handelskonflikte dämpfen Wirtschaftswachstum

Die Europäische Zentralbank (EZB) beurteilt die Konjunkturaussichten für den Euroraum angesichts wachsender Handelskonflikte etwas weniger zuversichtlich als noch vor drei Monaten. Für dieses Jahr erwartet die Notenbank einen Zuwachs von 2,1 (März-Prognose 2,4) Prozent beim Bruttoinlandsprodukt.

2019 soll die Wirtschaft im Währungsraum der 19 Länder unverändert um 1,9 Prozent zulegen, auch für 2020 erwarten die Währungshüter weiterhin 1,7 Prozent Wachstum.

Die Teuerung dürfte unterdessen nach Einschätzung der Zentralbank im laufenden Jahr wegen des Ölpreisanstiegs stärker anziehen als noch im März angenommen. Für das laufende Jahr erwartet die EZB nun eine Inflationsrate von 1,7 (März-Prognose 1,4) Prozent. 2019 und 2020 rechnen die Währungshüter ebenfalls mit 1,7 Prozent Preissteigerung.

15:50 Uhr

Anleger kehren an die Wall Street zurück

Auch an der Wall Street geht es nach oben. Die Anleger haben die Zinserhöhung der US-Notenbank offenbar verdaut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt um 0,3 Prozent auf 25.280 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 klettert 0,3 Prozent auf 2783 Zähler.

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Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,6 Prozent auf 7742 Punkte zu.

Die US-Währungshüter erhöhten am Mittwochabend zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen auf nunmehr 1,75 bis 2,0 Prozent und stellten zwei weitere Anhebungen für 2018 in Aussicht.

Zuletzt hatte es 2008 vor dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben.

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In der Aussicht auf einen Bieterwettkampf greifen Anleger bei Aktien von Twenty-First Century Fox zu und schieben den Kurs um 1,6 Prozent an. Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast hat ein 65 Milliarden Dollar schweres Gebot für Fox vorgelegt und fährt damit dem Unterhaltungskonzern Disney in die Parade. Dieser ist ebenfalls an Fox interessiert und bietet gut 52 Milliarden Dollar. Comcast-Titel legen 4,2 Prozent zu, Disney-Aktien 1,5 Prozent.

15:40 Uhr

Dax richtet sich oberhalb der 13.000-Punkte-Marke ein

Die Aussicht auf weiterhin niedrige Leitzinsen treibt Anleger in Aktien und den Dax erstmals seit Ende Mai wieder über die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten.

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Der deutsche Leitindex kletterte während einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, um knapp ein Prozent auf 13.015 Zähler. Aktien sind für Anleger generell interessant, wenn die Zinsen auf festverzinsliche Wertpapiere und Geldanlagen niedrig sind.

Die EZB will an den rekordniedrigen Zinsen bis über den Sommer 2019 hinaus nicht rütteln, wie sie ankündigte.

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Rückenwind für die Aktienmärkte kommt auch vom Euro, der sich in der Folge der EZB-Verkündung um ein Prozent auf 1,1684 Dollar verbilligt.

Ein schwächerer Euro macht Waren aus der Eurozone im Welthandel günstiger und Anleger setzen darauf, dass die Wettbewerbschancen der hiesigen Firmen dadurch steigen.

14:36 Uhr

Karstadt-Eigner buhlt um Steinhoff-Töchter

Der österreichische Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko will laut einem Medienbericht eine österreichische Tochter des ins Wanken geratenen Handelskonzerns Steinhoff schlucken.

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Er habe 450 Millionen Euro für die Möbelkette Kika/Leiner geboten, berichtete die Tageszeitung "Die Presse". Das Angebot endete um 13:30 Uhr, wie das Blatt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen schrieb. Benko und Kika/Leiner waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.                                                      

Nachdem Steinhoff im vergangenen Dezember Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung eingeräumt hatte, verlor das Unternehmen bis zu 90 Prozent des Börsenwertes und kämpft seither ums finanzielle Überleben.

"Das Enron der Gegenwart?", lesen Sie hier

14:09 Uhr

Dax steigt nach EZB-Zinsentscheid auf Tageshoch

Der deutsche Aktienmarkt profitiert davon, dass der Euro nach der EZB-Zinsentscheidung gegenüber dem Dollar deutlich auf 1,1750 gefallen ist.

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Die Aussage, dass die Zinsen bis Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau verharren sollen, werden im Handel als "taubenhaft" interpretiert und lasten auf der Gemeinschaftswährung.

Der Dax notiert inzwischen 0,3 Prozent höher bei 12.918 Punkten.

Der Euro profitiert zunächst von der Exit-Strategie der EZB und steigt auf ein Tageshoch von 1,1852 Dollar. Anschließend fällt er allerdings wieder zurück und verliert zum Dollar 0,5 Prozent auf 1,17.

Belastet wird die Stimmung laut Marktteilnehmern nicht nur von der voraussichtlich weiter zunehmenden Zinsdifferenz zu den USA, sondern auch vom Streit in der Bundesregierung um die Asylpolitik.

Zum Ende der Anleihenkäufe hier mehr

13:58 Uhr

Etihad kämpft weiter mit Milliardenverlusten

Der frühere Air-Berlin-Investor Etihad Airways schreibt erneut einen Milliardenverlust. Für das vergangene Jahr weist die arabische Fluggesellschaft einen Fehlbetrag von 1,52 Milliarden Dollar aus.

Der Umsatz klettert gleichzeitig um knapp zwei Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar, die Passagierzahl stagniert bei 18,6 Millionen. Das Management führt die roten Zahlen auf gestiegene Treibstoffpreise, die Kosten der laufenden Umstrukturierung sowie Geschäftsausfälle durch den Zusammenbruch von Air Berlin und Probleme bei der Beteiligung Alitalia zurück.

13:51 Uhr

Ende der EZB-Anleihenkäufe im Dezember

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entscheidet der EZB-Rat bei seiner auswärtigen Sitzung im lettischen Riga.

Außerdem kündigt die EZB angesichts der verbesserten Konjunktur und einer höheren Inflation das Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe an. Die vor allem in Deutschland umstrittenen Transaktionen sollen zum Jahresende auslaufen.

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13:10 Uhr

WM-Kick für den Rubel

Während der Dollar fällt, rollt mit dem WM-Ball nun auch der Rubel:

Am Tag des Eröffnungsspiels Russland gegen Saudi-Arabien decken sich Devisen-Anleger mit der russischen Währung ein.

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Der Dollar schwächt sich im Gegenzug um ein Prozent auf 61,97 Rubel ab. Der Euro verbilligt sich um ein halbes Prozent auf 73,26 Rubel.

Rückenwind erhielt der Rubel von einem etwas schwächeren Dollar sowie der Erwartung, dass die Zentralbank in Russland die Zinsen bei ihrem Treffen am Freitag nicht antastet.

Am Aktienmarkt halten sich Anleger dagegen zurück. Der Moskauer Leitindex schwächt sich um 0,2 Prozent auf 1145 Punkte ab.

12:27 Uhr

Wohin geht die Dollarreise?

Die Dollar-Kurve zeigt schon wieder nach unten, nachdem sie in einer ersten Reaktion auf die US-Zinserhöhung und die in Aussichtstellung von vier statt drei Zinserhöhungen im laufenden Jahr einen kleinen Hüpfer nach oben gemacht hatte.

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Der Euro klettert von rund 1,1730 auf 1,1826 Dollar, umgekehrt verliert der Dollar von 110,80 auf 109,95 Yen.

"Die Fed war unserer Meinung nach eindeutig falkenhaft", heißt es von den Devisenexperten der RBC. Für die Akteure am Devisenmarkt sei es derzeit schwierig, auf eindeutige Richtungen zu wetten.

Am Freitag könnten weitere von US-Präsident Donald Trump angedrohte Strafzölle auf chinesische Produkte beschlossen werden, sie könnten aber zunächst auch verschoben werden.

11:57 Uhr

Forscher senken Wachstumsprognose für Deutschland

Die laufenden Handelsstreitigkeiten bleiben nicht ohne Folgen: Die Forscher des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) senken ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes 2018 von 2,2 auf 1,7 Prozent.

Der von Donald Trump entfachte Handelsstreit ist eine Riesen-Baustelle.
Der von Donald Trump entfachte Handelsstreit ist eine Riesen-Baustelle.(Foto: dpa)

Für 2019 werden jedoch weiter 1,6 Prozent vorhergesagt. "Die jüngste Zuspitzung des von der US-Regierung entfachten handelspolitischen Streits bedeutet ein erhebliches Risiko für Welthandel und internationale Konjunk­tur", heißt es.

Zudem habe sich die Konjunktur in der Eurozone seit Jahresanfang deutlich abgeschwächt. "Und seit Mai dürften Sorgen um den finanzpolitischen Kurs der neuen Regierung in Italien die wirtschaftlichen Erwartungen in Europa zusätzlich drücken."

11:14 Uhr

Deutsche Firmen werden Trumps Zölle gegen China spüren

Bleiben wir bei Handel und Bremsklotz Trump:

Nach Darstellung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) werden die absehbaren neuen US-Zölle gegen China auch deutschen Firmen schaden.

"Die wahrscheinliche Einführung von Strafzöllen der USA gegenüber China mit einem Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar trifft auch die deutsche Wirtschaft", warnt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Die deutschen Unternehmen drohten in die Mühlen des Handelsstreits zwischen den USA und China zu geraten. "Unsere Unternehmen haben viele Niederlassungen und Engagements in beiden Ländern." Sie würden daher unter den angekündigten US-Zölle ebenso leiden wie unter den dann erwarteten Gegenmaßnahmen.

10:55 Uhr

Italien bockt: Handelsabkommen mit Kanada auf der Kippe

Nicht nur US-Präsident Donald Trump erweist sich als Bremsklotz bei Handelsabkommen. Auch Italien bereitet jetzt Probleme:

Ein Gruß aus dem italienischen Schlaraffenland ...
Ein Gruß aus dem italienischen Schlaraffenland ...(Foto: picture alliance / dpa)

Die rechtspopulistische italienische Regierung aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung sperrt sich gegen eine Ratifizierung des EU-Handelsabkommens mit Kanada. Das Land werde den Vertrag nicht ratifizieren, kündigte Landwirtschaftsminister Gian Marco Centinaio in der Zeitung "La Stampa" an. Grund: Es gebe keinen ausreichenden Schutz für italienische Produkte mit geschützter Herkunftsbezeichnung.

Das EU-Parlament hatte den Weg für das Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada (Ceta) bereits voriges Jahr frei gemacht. Bis alle Vereinbarungen gelten, müssen jedoch alle 28 EU zugestimmt haben. Kern des Abkommens ist der Abbau von Zöllen.

10:16 Uhr

"Schockierend schwach": Flaute bei Chinas Investitionen

Die Investitionen in China wachsen so langsam wie seit 22 Jahren nicht mehr. Die Anlageinvestitionen - etwa in Fabriken und Maschinen - legen von Januar bis Mai nur noch um 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt mitteilt.

Das ist der kleinste Zuwachs seit mindestens 1996.

Zugleich produziert die Industrie im Mai weniger als erwartet, während der Einzelhandelsumsatz mit 8,5 Prozent so langsam wächst wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Die Daten "waren für chinesische Verhältnisse allesamt schockierend schwach", schreiben die Ökonomen der Rabobank in einer Studie. Die Zentralbank entschied sich angesichts der Hinweise auf eine Konjunkturabkühlung dafür, ihre Zinsen für Interbankengeschäfte nicht anzutasten. Marktteilnehmer hatten mit einer leichten Erhöhung gerechnet, nachdem die US-Notenbank ihren Leitzins zuvor wie erwartet auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent angehoben hatte.

09:56 Uhr
Carlos Ghosn führt seit 2005 den französischen Autobauer Renault.
Carlos Ghosn führt seit 2005 den französischen Autobauer Renault.(Foto: REUTERS)

Renault-Chef Ghosn will Posten vorzeitig räumen

Renault-Chef Carlos Ghosn tritt voraussichtlich noch vor Ablauf seiner Amtszeit von seinem Posten zurück. "Sie können vermuten, dass ich vor 2022 aufhören werde, CEO von Renault zu sein", sagte Ghosn der "Financial Times".

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Dem Bericht nach würde er aber Verwaltungsratsvorsitzender (Chairman) von Renault und auch Chef sowie Chairman der Reanult-Nissan-Mitsubishi-Allianz bleiben.

Die Allianz soll die drei Gruppen enger miteinander vernetzen. Der war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Am Freitag findet die Jahreshauptversammlung des Konzerns statt. Ein zentrales Thema dabei wird die Höhe von Ghosns Bezahlung sein.

Es wird damit gerechnet, dass die französische Regierung als Hauptaktionär dagegen stimmt, 7,4 Millionen Euro an Ghosn fließen zu lassen.

09:37 Uhr

Rolls-Royce streicht Tausende Stellen

Der Triebwerksbauer Rolls-Royce will 4600 Stellen vor allem in Großbritannien streichen und so bis 2020 umgerechnet rund 454 Millionen Euro einsparen. Das lasse sich der Konzern über drei Jahre verteilt insgesamt knapp 570 Millionen Euro kosten.

Die Veränderungen würden helfen, mittel- und langfristig einen Free Cash Flow zu erzielen, der das kurzfristige Ziel von rund 1,1 Milliarde Euro deutlich übersteigen werde, erklärte Konzernchef Warren East.

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Der Maschinenbauer kämpft seit 2015 mit Problemen bei seinem Trent-1000-C-Triebwerk, das nicht so lange hält wie erwartet. Zahlreiche Dreamliner-Flugzeuge von Boeing, in denen das Triebwerk eingebaut ist, mussten deshalb auf dem Boden bleiben.

Mit den neuen Kürzungen summiert sich der Jobabbau unter seiner Regie auf rund 10.600 Stellen. Der unter anderem mit General Electric, Pratt & Whitney und MTU konkurrierende Konzern hatte zuletzt rund 50.000 Mitarbeiter.

09:18 Uhr
(Foto: picture alliance / dpa)

Zinsentscheid der Fed drückt Dax ins Minus

Der deutsche Aktienmarkt folgt der Wall Street ins Minus, nachdem die US-Notenbank signalisiert hat, dass es dieses Jahr auf vier Zinsanhebungen hinauslaufen dürfte.

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Der Dax startet 0,5 Prozent niedriger auf 12.828 Punkten. Am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex 0,4 Prozent höher bei 12.890,58 Punkten geschlossen. Die Wall Street drehte nach Handelsschluss in Europa ins Minus und schloss mit leichten Verlusten.

Die Fed kündigte ferner an, den Schlüsselzins um einen Viertelpunkt auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent anzuheben. Hier mehr

Im Tagesverlauf richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger nun auf die EZB. Sie könnte auf ihrer Ratssitzung in Riga eine wichtige Weiche in Richtung einer weniger expansiven Geldpolitik stellen. Ökonomen erwarten von Notenbankchef Mario Draghi zumindest Hinweise, dass die seit Frühjahr 2015 laufenden Anleihenkäufe noch dieses Jahr enden.

Sie waren zuletzt die wichtigste Waffe der EZB im Kampf gegen einen aus ihrer Sicht zu schwachen Preisauftrieb. Am Leitzins, der auf dem Rekordtief von null Prozent liegt, dürfte sie wohl nicht rütteln. An der Börse wird frühestens Mitte 2019 mit ersten Zinserhöhungen gerechnet.

08:30 Uhr

Preisanstieg springt über die EZB-Schwelle

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08:05 Uhr
Bei der Fahrzeugprüfung die Aufsichtspflicht vernachlässigt: VW akzeptiert das Bußgeld.
Bei der Fahrzeugprüfung die Aufsichtspflicht vernachlässigt: VW akzeptiert das Bußgeld.(Foto: AP)

Börsianer halten VW-Aktie im Blick

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Aufarbeitung des Abgasskandals rücken im deutschen Aktienhandel die Aktien der Autobauer ins Blickfeld.

  • Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Vortag einen Bußgeldbescheid von 1 Milliarde Euro gegen Volkswagen verhängt.
  • Der Wolfsburger Automobilkonzern akzeptiert das Bußgeld und sieht darin ein Bekenntnis zu seiner Verantwortung. Durch den Bußgeldbescheid wird das gegen VW laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren beendet.
  • Das Bußgeld setzt sich aus dem gesetzlichen Höchstmaß von 5 Millionen Euro sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 995 Millionen Euro zusammen.

Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft erreichte die Öffentlichkeit zur Wochenmitte nach Börsenschluss in Deutschland. Gespannt warten Börsianer nun darauf, wie der Kurs der im Dax notierten Vorzugsaktien von Volkswagen auf das Bußgeld reagieren wird.

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Die Staatsanwaltschaft sei in ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es in der Motorenentwicklung im Zusammenhang mit der Fahrzeugprüfung zu Aufsichtspflichtverletzungen gekommen sei, hieß es. VW verzichtet auf Rechtsmittel und sieht in dem Bußgeld einen weiteren Schritt zur Bewältigung des Dieselskandals.

Die Staatsanwaltschaft betonte, sie habe bei der Festsetzung der Summe berücksichtigt, dass durch die Höhe der Zahlung nicht die Durchsetzung etwaiger zivilrechtlicher Zahlungsansprüche von Bürgern gegen Volkswagen gefährdet werden.

07:14 Uhr

Dax zieht vor Draghis Auftritt den Kopf ein

Erst die Fed, dann die EZB: Am deutschen Aktienmarkt bereiten sich Beobachter in Banken und Brokerhäusern auf leichte Kursverluste zum Auftakt ein.

  • Am Morgen nach der Zinsanhebung in den USA wird der Leitindex Dax auf Teleboerse.de zum Handelsstart bei 12.851,00 Punkten gesehen, was einem Minus von 0,3 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das Frankfurter Börsenbarometer im Vorfeld des Fed-Entscheids noch 0,4 Prozent fester bei 12.890,58 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Im Verlauf des Donnerstagshandels dürften sich die Gespräche am Parkett zunächst vor allem um den anstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) drehen, heißt es.

Mit Blick auf den Euro-Leitzins rechnen Beobachter mehrheitlich mit einem unveränderten Niveau. Spannend dürfte vor allem werden, was die Währungshüter um EZB-Chef Mario Draghi zu ihrem Anleihenkaufprogramm sagen werden.

06:56 Uhr
Zinsanhebunung im "aggressiven Ton": Die Weichenstellung in den USA belastet - zusammen mit dem Faktor Trump - die Börsenstimmung in Tokio.
Zinsanhebunung im "aggressiven Ton": Die Weichenstellung in den USA belastet - zusammen mit dem Faktor Trump - die Börsenstimmung in Tokio.(Foto: AP)

Fed-Entscheid bremst Aktienkurse in Tokio

Schmale Minuszeichen in Tokio: Der japanische Aktienmarkt verzeichnet nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Verluste.

  • Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert am Tag nach dem Fed-Entscheid zum Ende des Vormittagshandels 0,35 Prozent im Minus bei 22.886 Punkten.
  • Der breiter gefasste Topix-Index gibt 0,4 Prozent auf 1793 Zähler nach.
  • Die Fed hatte den US-Leitzins erwartungsgemäß um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent angehoben. Zugleich signalisierte sie den weltweiten Finanzmärkten, dass es dieses Jahr auf vier Anhebungen hinauslaufen dürfte.

Der aggressive Ton der Fed habe dem Markt nicht geholfen, sagte Takuya Takahashi, Analyst bei Daiwa Securities. Hinzu kämen Sorgen darüber, dass China auf eine Verhängung von US-Zöllen mit Vergeltungszöllen reagieren werde. US-Präsident Donald Trump wollte Regierungskreisen zufolge noch im Laufe des Tages mit seinen Handelberatern über Zölle auf chinesische Produkte beraten.

06:15 Uhr
In den USA steigen die Zinsen immer stärker: Was macht das mit dem Kurs des Euro?
In den USA steigen die Zinsen immer stärker: Was macht das mit dem Kurs des Euro?(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Euro zittert der EZB-Sitzung entgegen

Am Devisenmarkt beginnt der vorletzte Handelstag der Woche mit leichtem Auftrieb. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zieht nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) an.

  • Am frühen Morgen notiert der Euro 0,1 Prozent fester bei 1,1805 Dollar.
  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zur Wochenmitte einen Referenzkurs von 1,1764 Dollar errechnet. Im asiatisch geprägten Handel wurde der Euro in der Nacht nach dem Fed-Entscheid zunächst mit 1,1791 Dollar bewertet.
  • Zum Yen notierte die US-Währung bei 110,29 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9851 Franken je Dollar und 1,1620 Franken je Euro gehandelt.

Kurz nach der Fed werden sich auch die Währungshüter in Europa zu ihrer Geldpolitik äußern: Nach der Weichenstellung in den USA richten sich die Augen der Investoren und Analysten auf die EZB, deren geldpolitischer Rat am Morgen zur Zinssitzung zusammenkommt. Beobachter gehen davon aus, dass EZB-Chef Mario Draghi und seine Kollegen ein Ende des Anleihenkaufprogramms APP signalisieren dürften.

Dass die EZB diesmal bereits Details zum großen Exit aus der Geldschwemme und der anstehenden Zinswende mitteilen wird, halten Experten für weniger wahrscheinlich. Die EZB wird ihre geldpolitischen Entscheidungen wie üblich um 13.45 Uhr (MESZ) bekanntgeben. Die Pressekonferenz mit EZB-Präsident Draghi beginnt gegen 14.30 Uhr.

06:10 Uhr

In den USA steigen die Zinsen

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06:00 Uhr