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Kurzlebiges Start-up Schmutzige-Wäsche-App gibt auf

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Washio ist nicht alleine. Auch andere On-Demand-Start-ups scheitern nach kurzer Zeit.

(Foto: twitter.com/@WashioApp)

Um die Wirtschaftlichkeit von On-Demand-Start-ups steht es schlecht. Etliche Angebote stoßen auf wenig Interesse der Kunden. So auch Washio aus Santa Monica. Dabei hatte es auch prominente Investoren.

Das Konzept hinter Washio ist simpel: Das Unternehmen verspricht seinen Kunden innerhalb von 24 Stunden abgeholte schmutzige Wäsche sauber wieder zurückzubringen. Doch offenbar ist das Start-up aus dem Silicon-Valley bei Käufern nicht auf das erhoffte Interesse gestoßen. Nach drei Jahren stellt der On-Demand-Wäschedienst seinen Betrieb ein, berichtet "Forbes".

On Demand

Mit On-Demand-Service werden Dienstleistungen oder Waren bezeichnet, die auf eine zeitnahe Erfüllung von Anforderungen oder Nachfragen hinweisen sollen. Sie müssen flexibel angelegt und ohne großen Aufwand schnell abrufbar sein. Man versteht darunter stehts solche Angebote, die schneller und einfacher sind als die der jeweiligen Konkurrenz.

"Wir haben Millionen Einnahmen gemacht und Hunderttausende Bestellungen bearbeitet, aber die Natur von Start-ups ist innovativ. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Man muss sich auf unbekanntes Terrain begeben: Manchmal ist man erfolgreich, manchmal nicht", zitiert "Forbes" die Gründer. " Nicht nur wir glauben an die Businessidee, die Technologie und das Team, das hinter Washio steht. Wir hoffen, dass es in der einen oder anderen Form in der Zukunft weiterlebt." Sechs Monate nach seiner Frühfinanzierung sammelte Washio im Jahr 2014 zehn Millionen Dollar in einer ersten Finanzierungsrunde. Auch der Yahoo-Gründer Jerry Yang, Schauspieler Ashton Kutcher und der Rapper Nas investierten in das Start-up aus dem kalifornischen Santa Monica.

Washio hatte den Anspruch, Uber für schmutzige Wäsche zu sein. Die Firma stellte seinen Kunden eine Liefergebühr in Höhe von 5,99 Dollar und 2,15 Dollar pro Pfund Wäsche in Rechnung. Ähnlich wie bei anderen On-Demand-Start-ups zahlte sich die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens nie aus.

On-Demand-Dienste haben es schwer

In den vergangenen Jahren ereilte auch andere junge Unternehmen ein ähnliches Schicksal. Das Start-up Prim gründete sich wie Washio im Jahr 2013 und verfolgte ein ähnliches Konzept. Aber bereits im Januar 2014 stellte es seinen Betrieb wieder ein. Das Uber-für-zuhause-Unternehmen Homejoy hatte seinen Fokus auf der Reinigung von Wohnungen und gab vergangenen Juli auf. FlyCleaners ist in New York zwar immer noch im Geschäft, hat aber den Ruf eines schlechten Services zu hohen Preisen. Für On-Demand-Dienste ist es besonders schwer, wirtschaftlich zu werden und sich dabei qualitativ nicht zu verschlechtern.

Im Gegensatz zu Uber vermitteln diese Apps nur Lösungen, um die Bequemlichkeit seiner Kunden zu befriedigen. Und das für einen Service, den Menschen weit weniger nutzen als Fortbewegung, wie es bei der Taxi-App Uber der Fall ist.

Quelle: ntv.de, jki

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