Wissen
Freitag, 29. September 2006

Fundsache Nr. 16: "Suma" ist tot

Der laut Zuchtbuch älteste Orang-Utan Europas ist tot. Die 53-jährige Affendame "Suma" musste bereits in der vergangenen Woche wegen zunehmender Altersschwäche eingeschläfert werden, berichtete der Osnabrücker Zoo. Suma wurde 1953 in Sumatra geboren und lebte bis 1992 im Zoo Dresden. Dann kam sie als neue Partnerin zum Osnabrücker Orang-Utan-Mann "Buschi" nach Niedersachsen.

"Suma" sei sehr zufrieden mit ihrem jüngeren Partner gewesen, und dieser habe sich auch sofort an sie gewöhnt, hieß es in einer Mitteilung des Zoos Osnabrück. Mit den schnellen Lernerfolgen des stark an Menschen gewöhnten "Buschi" habe sie aber nie Schritt halten können. "Suma" habe den intelligenten Partner zwar imitiert, aber nur, um ein paar Gummibärchen zu bekommen, sagte Zootierärztin Susanne Klomburg. Die in der Wildnis geborene und deswegen verschlossene "Suma" habe das Geschehen um sie herum besonders gern aus ihrem Versteck unter einer Decke beobachtet, berichtete Klomburg weiter. Orang-Utans gelten als nicht besonders temperamentvoll.

"Buschi" habe sich nach dem Tod der Affendame den Pflegern gegenüber eher missmutig, abgeneigt und verschlossen verhalten, sagte die Tierärztin. Er wolle derzeit weder spielen, noch sich streicheln lassen. Der Zoo bemüht sich, in den nächsten zwei Monaten einen neuen Partner für den inzwischen 35 Jahre alten "Buschi" zu finden.

Quelle: n-tv.de