Montag, 22. Oktober 2007
Klimaanlagen in Autos: Dank CO2 klimafreundlicher
Die deutsche Autoindustrie hat die Umstellung von Klimaanlagen auf umweltfreundlichere Kältemittel angekündigt und dafür Lob von Greenpeace geerntet. Die Nutzung des neuen Kältemittels Kohlendioxid könne die direkten Treibhauseffekte aus Autoklimaanlagen um den Faktor 1.000 verringern, erklärt der Verband der Automobilindustrie in Frankfurt am Main.
Umweltschützer hatten die Umstellung gefordert und beklagt, dass die bisher genutzten Kältemittel austreten und in der Atmosphäre erheblich zum Treibhauseffekt beitragen. VDA-Präsident Matthias Wissmann betonte: "Mit diesem gemeinsamen Schritt gehen deutsche Automobilhersteller auch bei Klima schonenden Kältemitteln weltweit in Führung."
Mit dem neuen Kältemittel namens R744 werde es auch gelingen, die ab 2011 geltenden neuen EU-Grenzwerte für Kältemittel deutlich zu unterschreiten. Nun gehe es noch darum, technische Fragen "im Schulterschluss mit den Zulieferern zu klären", erklärte Wissmann weiter.
Greenpeace würdigte die Entscheidung der Autobauer. Diese dürfe tatsächlich mutig und wegweisend genannt werden, erklärte Greenpeace-Experte Wolfgang Lohbeck in einem Schreiben an den VDA. "Auch wenn wir Ihre Modellpolitik unter Klimagesichtspunkten nach wie vor kritisieren, auf dem Gebiet der Wahl des 'Kältemittels der Zukunft' verdienen die deutschen Hersteller Respekt", heißt es darin.
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