Montag, 21. Juli 2008
Unterwegs im Land der LKW: Gestresst auf der Autobahn
Das Bild dürfte jedem gegenwärtig sein, der sein Auto nicht nur in der Stadt benutzt: Auf Autobahnen hat der Autofahrer nicht selten das Gefühl, sich auf den Fahrspuren zwischen rollenden Wänden aus dicht hintereinanderfahrenden Lastwagen zu bewegen.
Auch Staus werden durch den Güterverkehr alltäglicher. Diese Situationen werden sich nach Meinung von Experten noch verschärfen. "Der Lkw-Verkehr wird in nächster Zeit noch weiter zunehmen", sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. Die Pläne zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene haben nicht den einst erhofften Erfolg, stattdessen erscheint der weitere Ausbau der Autobahnen mit zusätzlichen Fahrspuren notwendig.
Ausweg versperrt
Damit allerdings könnte auf Autofahrer ein zusätzliches Problem zukommen. Das gilt unter anderem im Hinblick auf die Fahrt auf der Autobahn und den Wunsch, diese auch irgendwann wieder verlassen zu können. "Es ist heute oft schon schwer, auf die rechte Fahrspur zu kommen", so Hillgärtner. Dort sind dicht an dicht die Lastwagen unterwegs, die Abstände zwischen den Transport-Riesen scheinen dem Autofahrer häufig zu klein, um gefahrlos dorthin lenken zu können. Allerdings bringt es wenig, sich komme, was wolle, in die Lücke drängeln zu wollen. "Wichtig ist die gegenseitige Rücksichtnahme", fordert Martin Bulheller vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) in Frankfurt. Autofahrer sollten daran denken, dass der Lkw nicht schnell Gas geben oder abrupt bremsen kann.
Um in der speziellen Situation nicht in Gefahr zu geraten, ist es laut Bulheller ratsam, die zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel zu nutzen: Der Autofahrer kann mit Blinkzeichen darauf hinweisen, dass er auf die rechte Spur möchte - der Lkw kann mit kurzem Lichtsignal zeigen, dass er das Anliegen verstanden hat.
Probleme kann es auch beim Auffahren auf die Autobahn geben. "Es ist ratsam, sich schon beim Befahren der Auffahrt mit einem Schulterblick über die Situation zu informieren", sagt Bastian Roet, Verkehrssoziologe des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt. Dann kann der Fahrer seine Beschleunigung anpassen, so dass er sich in eine bestehende Lücke einfädeln kann.
Nicht aus der Bahn werfen lassen
Ebenso häufig wie unangenehm sind für Autofahrer Begegnungen mit Lastwagen in Baustellenengpässen. Nicht wenige bekommen auf der Überholspur Panikattacken, wenn sie in dem Nadelöhr einen Lkw überholen wollen, nur weil der nachfolgende Verkehr drängelt. Statt voller Angst zu überholen, ist es besser, nach rechts hinter den Lkw zu lenken - denn keine Baustelle dauert ewig.
Immer wieder wird auch über Unfälle berichtet, die dadurch ausgelöst werden, dass ein Lastwagen auf ein Stauende auffährt. Beim Heranfahren an einen Stau ist daher Aufmerksamkeit wichtig: "Man glaubt, dass Stehen sicherer ist als Fahren - tatsächlich muss man in so einer Situation aber konzentriert sein", sagt Bastian Roet. Zum einen ist dann der rückwärtige Verkehr im Rückspiegel aufmerksam zu beobachten, zum anderen sollte der Abstand zum Vordermann so groß sein, dass im Notfall noch Ausweichmanöver möglich sind.
Bilderserien zur Nachricht
Auto
-
Bentley Continental V8
Luxuskreuzer auf Sparkurs
-
Daihatsu Sirion gebraucht
Kleiner Preis, kleine Schwächen
-
Ramsauers Reformpläne
Keine Amnestie für Punktesünder
-
Aston Martin baut um
V12 Zagato darf auf die Straße
-
Neue Regeln für Verkehrssünder
Transparentes Punktesystem?
-
Wenn das Abenteuer lockt
Fiat Freemont kommt als Allradler
-
250 Euro pro Fahrzeug
Astra ist meistbeworbenes Auto
-
Neues Top-Modell
Ein sattes Plus für den Audi TT RS
-
Renaults E-Mobil für die Stadt
Klein, sauber, Twizy
-
Später Start im Boom-Segment
Citroen kommt mit C4 Aircross
-
Stadtflitzer mit Kontrasten
Smart kommt als Sharpred
-
Neue Pläne für Flensburg
Bei acht Punkten ist Schluss


