Freitag, 12. September 2008
Fraunhofer forscht: Hybrid zum Nachrüsten
Mit einem Pilotprojekt wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass sich bestehende Serienfahrzeuge mit einem Hybridantrieb nachrüsten lassen. Ingenieure des Zentrums für Kfz-Leistungselektronik und Mechatronik (ZKLM) in Nürnberg bauen dafür derzeit einen Audi TT zum Hybrid-Sportwagen um. Das ZKLM gehört zum Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB) in Erlangen. Ziel sei es, eine Halbierung des Spritverbrauchs zu erreichen, teilt das IISB mit.
Die von den Forschern entwickelte Leistungselektronik sei so kompakt, dass sie sich auch in Serienfahrzeuge mit sehr beengten Platzverhältnissen unterbringen lässt, so das IISB. Für das Hybridkonzept seien nur kleine Änderungen im Antriebsstrang notwendig. Zwei Elektromotoren an der Hinterachse, die je ein Rad antreiben, seien die zentralen Bauteile. Der standardmäßige Vorderradantrieb mit Verbrennungsmotor bleibe unangetastet. Mit dem Konzept sollen auch Zusatzfunktionen wie ein kurzzeitiger Allradantrieb möglich sein. Zu den Eigenentwicklungen gehört außerdem ein Spannungswandler, der den Stromfluss von der Speicherbatterie zum Antrieb steuert.
Die Forscher wollen nach eigenen Angaben eine offene Technologieplattform schaffen. Alle für die Hybridisierung erforderlichen Systeme, deren Integration in ein Fahrzeug sowie deren Zusammenspiel unter realen Betriebsbedingungen sollen dargestellt und untersucht werden. Die Zusatzkosten der Umrüstung schätzen die Forscher ungefähr auf den Gegenwert einer Lederausstattung.
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