Montag, 17. November 2008
Entfernen vom Unfallort: Nicht immer Fahrerflucht
Hat ein Auto- oder Lkw-Fahrer einen Unfall nicht bemerkt und ist weitergefahren, handelt es sich dabei nicht unbedingt um Fahrerflucht. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin und beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf (AZ.: III-2 Ss 142/07-69/07 III). In dem Fall streifte ein Lkw während der Fahrt einen am rechten Straßenrand parkenden Wagen.
Da der Lkw-Fahrer den Vorfall nicht bemerkte, fuhr er weiter. Eine Autofahrerin hatte das beobachtet und versuchte, ihn mit Lichthupe und Hupe zum Anhalten zu bewegen. Nach etwa drei Kilometern bemerkte der Fahrer die Zeichen der Frau und stoppte. Das Amtsgericht sowie das Landgericht Wuppertal verurteilten den Mann unter anderem wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Das Oberlandesgericht aber sprach ihn von diesem Vorwurf frei.
Zwar mache sich auch ein Unfallbeteiligter, der sich berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entferne, strafbar. In dem vorliegenden Fall treffe das aber nicht zu, denn der Lkw-Fahrer habe sich nicht mit Vorsatz vom Unfallort entfernt. Erst nach knapp zehn Minuten und drei Kilometern Fahrt habe er von dem Unfall erfahren - also nicht mehr in einem zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Geschehen. Daraus folge, dass er sich der Tatsache, ein Fahrzeug gestreift zu haben, nicht bewusst war.
Hintergründe zur Nachricht
Auto
-
Ramsauers Reformpläne
Keine Amnestie für Punktesünder
-
Aston Martin baut um
V12 Zagato darf auf die Straße
-
Neue Regeln für Verkehrssünder
Transparentes Punktesystem?
-
Wenn das Abenteuer lockt
Fiat Freemont kommt als Allradler
-
250 Euro pro Fahrzeug
Astra ist meistbeworbenes Auto
-
Neues Top-Modell
Ein sattes Plus für den Audi TT RS
-
Renaults E-Mobil für die Stadt
Klein, sauber, Twizy
-
Später Start im Boom-Segment
Citroen kommt mit C4 Aircross
-
Stadtflitzer mit Kontrasten
Smart kommt als Sharpred
-
Neue Pläne für Flensburg
Bei acht Punkten ist Schluss
-
"Cooper"-Spot geht nach hinten los
Misslungener Werbegag von BMW
-
Amerikaner mit großen Plänen
Kehrt der Studebaker zurück?


