Im Ausland sind Neuwagen aufgrund der höheren Mehrwertsteuer oft deutlich billiger.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Montag, 06. September 2010
Kauf von Re-Import-Autos: Nicht ohne Tücken
Wer ein Fahrzeug im europäischen Ausland kauft, kann viel Geld sparen. Neuwagen sind dort oft deutlich billiger. Aber das hat auch seine Tücken.Immer mehr Neuwagenkäufer erwerben ihr Fahrzeug als Re-Import, um die Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent zwischen den europäischen Billig- und Hochpreisländern zu nutzen. Vor allem Vermittler im Internet bieten hier ihre Dienste an und haben beim Auftragskauf eines Neufahrzeugs besonders Schweden und Dänemark im Visier.
Eigentlich zählen die Skandinavier nicht zu den klassischen Billigländern. Der Trick: Beim Neuwagenkauf innerhalb der Europäischen Union ist die Mehrwertsteuer in dem Land zu entrichten, in dem der Re-Import zugelassen wird. Dänemark beispielsweise besteuert privat zugelassene Neuwagen zusätzlich zu 25 Prozent Mehrwertsteuer noch mit einer erheblichen Zulassungssteuer. Die Hersteller sind deshalb gezwungen, die Preise extrem niedrig anzusetzen, damit für den dänischen Autokäufer trotz der hohen Steuern ein Neuwagen bezahlbar ist. Ein Re-Import, in Dänemark zum niedrigen Nettopreis erworben, kostet nach der Zulassung in Deutschland aber nur noch 19 Prozent Mehrwertsteuer.
Allerdings gilt es beim Erwerb eines EU-Fahrzeugs einiges zu beachten. So kann etwa die Ausstattung des Fahrzeugmodells anders sein als in Deutschland. Wichtig ist auch die EU-Typengenehmigung (CoC), die für das gewählte Modell vorhanden sein muss. Und: Nur wenn der Kaufvertrag nach deutschem Recht abgeschlossen wird, ist der Anbieter für eventuelle Mängel in die Pflicht zu nehmen.
sp-x
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