Freitag, 03. Juli 2009
Kfz-Versicherung: Stichtag weicht flexibler Regelung
Eine gute Versicherung kann Gold wert sein.
(Foto: picture-alliance / dpa)
Bislang mussten Verbraucher bis Ende November kündigen, um zum neuen Jahr bei einem anderen Unternehmen in einen Vertrag einzutreten. Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin bestätigt, dass daraus ein Trend werden könnte: "Die großen Versicherer scheinen das jetzt so zu handhaben, und die anderen scheinen zu folgen".
Für Autofahrer berge die neue Flexibilität die Gefahr, den Stichtag für die Kündigung und damit den Wechsel des Anbieters zu verschlafen, sagt Bianka Bobell, Beraterin beim Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Bisher sei der 30. November als traditioneller Stichtag allen Autofahrern bekanntgewesen - nicht zuletzt dank der Werbung, die alljährlich auf die Möglichkeit hinweist, zum Jahresende die Versicherung zu wechseln.
"Für den Autofahrer bedeutet es, dass er sich selbst erinnern muss, weil die Erinnerung durch die Werbeschwemme wegfallen würde", sagt auch Rüter de Escobar. Das Verbraucherportal Toptarif hatte zuvor darauf hingewiesen, dass große Unternehmen wie die Allianz, die Victoria Versicherung und die R + V vom Stichtag zum Jahreswechsel abgewichen seien oder dies planten.
Kunde entscheidet
Allianz-Sprecher Christian Weishuber in München bestätigt, dass das Unternehmen seinen Kunden diese Möglichkeit seit Anfang dieses Jahres bietet. Autofahrer könnten aber auch weiterhin bei den vertrauten Stichtagen bleiben: "Letztlich entscheidet der Kunde". Der eine Grund für die Neuerung seien Anfragen von Kunden gewesen. Der andere sei gewesen, den Verwaltungsaufwand gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen.
Auch die Autofahrer könnten von den neuen flexiblen Fristen profitieren, sagt Bobell. Denn mit ihnen lasse sich vermeiden, dass die Flut an Rechnungen zum Jahresbeginn das Konto überstrapaziert.
dpa
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