Auto

Zaghaftes BremsenTechnik könnte helfen

19.05.2009, 16:13 Uhr

Unfallforscher sind für die Einführung von automatischen Notbremssystemen. Nach deren Meinung ließen sich einige schwere Auffahrunfälle verhindern. Die meisten Autofahrer bremsen zu spät und zu zaghaft.

Mit dem serienmäßigen Einbau von Auffahrwarn- und Notbremssystemen in allen Fahrzeugklassen ließen sich viele schwere Auffahrunfälle vermeiden. Nach Berechnungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) in Berlin wäre mit den modernen Fahrassistenzsystemen eine Verringerung der schweren Pkw-Unfälle um zwölf Prozent möglich. Die Systeme weisen Autofahrer auf eine drohende Kollision hin oder leiten bei Gefahr eine Notbremsung ein.

Zu zaghaftes und zu spätes Bremsen sind den Unfallforschern zufolge verantwortlich für viele Verkehrsunfälle. Autofahrer seien in Extremsituationen oft überfordert und kennen die physikalischen Gesetze beim Abbaus von Bewegungsenergie durch die schnelle Fahrzeugverzögerung nicht. In heiklen Situationen wären Assistenzsysteme daher eine wichtige Hilfe. Die Experten befürworten, dass Auffahrwarn- und Notbremssysteme möglichst schnell in möglichst viele Fahrzeuge eingebaut werden. Nach dem ab 2011 europaweit für alle Neuwagen vorgeschriebenen Schleuderschutz ESP versprächen die Systeme das höchste Unfallvermeidungspotenzial.