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Ein besonderes Merkmal des Tesla Model X sind die Flügeltüren, sogenannte "Falcon Wings", über die man die zweite und dritte Sitzreihe besonders leicht erreicht.
Ein besonderes Merkmal des Tesla Model X sind die Flügeltüren, sogenannte "Falcon Wings", über die man die zweite und dritte Sitzreihe besonders leicht erreicht.

Flügeltüren versagten beim Model X: Tesla verklagt deutschen Zulieferer

Mit fast zwei Jahren Verzögerung hat Tesla das Model X präsentiert. Der Grund waren nicht funktionierende Flügeltüren, die Tesla Chef Musk unbedingt haben wollte. Jetzt verklagt der Elektroautopionier einen deutschen Zulieferer.

Inzwischen baut Tesla 238 Tesla Model X pro Woche.
Inzwischen baut Tesla 238 Tesla Model X pro Woche.

Der Elektroautobauer Tesla hat den deutschen Zulieferer Hoerbiger Automotive Komfortsysteme verklagt. Tesla macht den Zulieferer für Verzögerungen bei seinem Elektro-SUV Model X verantwortlich: Hoerbiger habe seine Fähigkeit, die Flügeltüren für den Model X zu entwickeln, falsch dargestellt. Aus diesem Grund habe Tesla in letzter Minute den Zulieferer wechseln müssen, was zu Verzögerungen beim Model X geführt habe.

Nach Darstellung von Tesla ist es dem Hydraulik-Technik-Anbieter Hoerbiger nicht gelungen, zwischen Februar 2014 und Mai 2015 Flügeltüren für den Model X zu entwickeln, die den technischen Standards von Tesla entsprochen hätten. Die Prototypen von Hoerbiger hätten Öl verloren, seien heruntergeklappt oder hätten sich überhitzt, so dass die Türen letztlich nicht mehr funktioniert hätten.

Gericht soll entscheiden

Im Mai vergangenen Jahres hatte Tesla sich deswegen von den Prototypen von Hoerbiger verabschiedet und ein neues elektromechanisches System für die Flügeltüren, dem Markenzeichen des Model X, entwickelt, und einen neuen Zulieferer gesucht. Hoerbiger pocht laut Tesla jedoch auf seinen Vertrag mit dem Elektroautohersteller und verlangt weitere Zahlungen. Das Gericht soll nun feststellen, dass Tesla keinen Vertragsbruch begangen hat und Hoerbiger kein weiteres Geld mehr zusteht.

Von Hoerbiger war zu den Vorwürfen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Tesla hatte die Einführung des Model X mehrfach verschoben. Ursprünglich sollte das Elektro-SUV Ende 2013 in die Produktion gehen. Ende 2014 kündigte Tesla dann die Markteinführung des Model X für die erste Hälfte des vergangenen Jahres an, doch es dauerte schließlich bis Ende 2015, bis Tesla die Produktion richtig anfuhr. Mittlerweile fertigen die Kalifornier nach eigener Aussage 238 Model X pro Woche.

Quelle: n-tv.de

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