Kältewelle bringt ProblemeTod für Batterien
Die Batterie, das unbekannte Wesen. Normalerweise machen sich viele Autofahrer kaum Gedanken über den Startvorgang ihres Autos. Doch bei Eiseskälte häufen sich die Ausfälle der Starterbatterie. Das ist sehr ärgerlich, aber auch vermeidbar. Ein bisschen Wartung hilft dabei.
Ohne Batterie geht nichts bei einem Auto. Das bekommen derzeit viele Autofahrer zu spüren, die ihre Autos nicht mehr starten können. Frühmorgens vor dem Weg zur Arbeit erschallt nur noch ein schwaches Leiern. Die Lampen flackern und nach dem dritten Versuch ist es ganz aus. Kein schöner Start in den Tag. Zumal die Helfer von ADAC, AvD und Co. derzeit oft völlig überlastet sind. Das bringt für manche Autofahrer Verspätungen von Stunden mit sich und möglicherweise noch Ärger auf der Arbeit.
Es lässt sich aber durchaus vorbeugen. Eine regelmäßige Prüfung der Batterie, besonders vor der kalten Jahreszeit, kann vor unerwarteten Pannen schützen. Denn die Starterbatterien von Autos sind bei niedrigen Temperaturen wesentlich anfälliger als sonst. Bei Minus 20 Grad beispielsweise steht von einer Batterie nur noch die Hälfte der Kapazität zur Verfügung.
Batterie warm halten
Zudem ist bei großer Kälte das Öl im Motor deutlich dickflüssiger als bei wärmeren Bedingungen. Das macht den Startvorgang schwerer und die Batterie muss mehr arbeiten. Wenn es ganz extrem wird draußen und das Auto auf der Straße übernachtet, ist es sogar eine Überlegung, wert die Batterie über Nacht auszubauen und mit in die Wohnung zu nehmen. Allerdings ist das bei modernen Fahrzeugen gar nicht mehr so einfach.
Für die Prüfung sollten die einzelnen Kammern der Batterie betrachtet werden. Ist der Säurestand bei mehreren Kammern niedrig, dann droht ein Ausfall. Mit destilliertem Wasser können die Kammern wieder bis zur "Maximal"-Markierung aufgefüllt werden. Anders sieht es bei so genannten "wartungsfreien" Batterien aus. Dort sind die Kammern nicht mehr zu öffnen. Im Zweifel sollte man deshalb mit einem Batteriewechsel auf Nummer sicher gehen.
Mittels eines Ladegerätes kann eine Autobatterie ebenfalls aufgefrischt werden. Nach dem Laden sollte man allerdings immer die Spannung prüfen. Sie sollte mindestens 13,8, aber nicht mehr als 14,4 Volt betragen.
Stromverbrauch im Auto steigt
Grundsätzlich ist zwischen verschiedenen Batterie-Typen zu unterscheiden. Am bekanntesten ist die Starterbatterie, im Fachjargon SLI-Batterie (Start, Light, Ingnition) genannt. Sie sorgt beim Anlassen des Autos für die benötigte Stromstöße von 100 bis zu 1000 Ampere und versorgt die Beleuchtung des Autos mit Strom. Für Diesel-Motoren wird dabei grundsätzlich ein stärkerer Stromstoß benötigt. Geladen wird die Starterbatterie durch die Lichtmaschine. Das ist ein Generator, der bei laufendem Motor die Batterie wieder auflädt. In modernen Autos sind immer mehr Stromverbraucher, wie Klimaanlage, Audio-Anlage und unzählige Elektromotoren an Bord. Wenn die Lichtmaschine mitläuft und die Batterie lädt, erhöht sich der Widerstand für den Motor und somit auch der Verbrauch von Kraftstoff.
Hybrid-Fahrzeuge haben noch eine weitere Batterie an Bord, die den vom Fahrzeug erzeugten Strom speichert und wieder abgibt. Diese Stromspeicher sind hochkomplexe technische Konstruktionen, von denen Autofahrer die Finger lassen sollten. Neben dem Garantieverlust kann damit auch die empfindliche Elektronik des Autos stark beschädigt werden.