Das war Freitag, der 10. März 2017
Liebe Leser,
es war nachrichtlich eine aufregende Woche. Je nachdem, was Ihnen lieber ist, wünsche ich Ihnen ein entspanntes oder spannendes Wochenende! Ich verabschiede mich mit unseren Meldungen des Tages:
Noch kurz zum Fußball: Leverkusen und Bremen haben 1:1 gespielt.
Goodman enthüllt seinen Stern auf "Walk of Fame"
Wie, John Goodman hatte noch keinen Stern auf dem "Walk of Fame"? Dabei kennt man ihn doch unter anderem aus der Sitcom "Roseanne", den Filmen "King Ralph", "The Big Lebowski" und "The Artist". Nun aber enthüllte er seinen Stern auf dem Hollywood Boulevard – passend zum Kinostart seines Monsterfilms "Kong: Skull Island". Nun fühle es sich wirklich so an, als sei er Teil der Hollywood-Geschichte, freute sich Goodman.
Trump lädt Abbas ins Weiße Haus ein
US-Präsident Trump hat Palästinenserpräsident Abbas ins Weiße Haus eingeladen. Der Besuch im Weißen Haus sei "sehr bald" vorgesehen, sagte ein Abbas-Sprecher nach einem Telefonat der beiden Politiker. Seit dem Regierungswechsel in den USA fürchten Palästinenser, dass sich die USA im Nahost-Konflikt stärker auf die Seite ihres Verbündeten Israel stellen, als es unter Präsident Obama der Fall war. In den Telefonat drängte Abbas auf die Zwei-Staaten-Lösung. Trump hatte zuletzt gesagt, er könne sowohl mit einer Zwei-Staaten-Lösung als auch mit nur einem Staat leben.
Gruppenfoto bei EU-Gipfeln wird abgeschafft
Ein Ritual entfällt künftig bei den EU-Gipfeln: Es wird kein "Familienfoto" von den 28 Staats- und Regierungschefs mehr gemacht. Das dauert den Organisatoren der Gipfel alles viel zu lange. Die "Familie" wird es wohl verkraften können, sich bei jedem einzelnen EU-Gipfel immer wieder aufzustellen, zu positionieren und ein weiteres Erinnerungsfoto mit den Kollegen zu haben. Von Insidern heißt es übrigens, dass EU-Ratspräsident Tusk wollte, dass das Gruppenfoto abgeschafft wird, um den Zeitplan etwas zu straffen.
Robert James Waller ist tot
Der US-Autor James Waller ist gestorben. Waller war vor allem für seinen Roman "Die Brücken am Fluss" und dessen gleichnamige Verfilmung bekannt. Am Donnerstag starb Waller in seinem Zuhause im US-Bundesstaat Texas, wie sein Sprecher dem Portal "Variety" bestätigte. Er sei den Folgen einer Lungenentzündung und der Krebserkrankung Multiples Myelom erlegen, hieß es. Waller wurde 77 Jahre alt. Sein Roman "Die Brücken am Fluss" war 1992 erschienen und in 40 Sprachen übersetzt worden.
Clooney fordert UN-Ermittlungen gegen IS-Kämpfer
Die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney hat die Vereinten Nationen dazu gedrängt, sich für strafrechtliche Ermittlungen gegen Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) einzusetzen. "Lasst den IS nicht mit einem Genozid davonkommen", sagte sie bei der Uno in New York.
Clooney vertritt Jesidinnen, die von der IS-Miliz im Irak versklavt und missbraucht wurden, bevor ihnen die Flucht gelang.
Den Irak rief sie auf, die UN-Ermittlungen zuzulassen. Ein entsprechender britischer Resolutionsentwurf für den Sicherheitsrat liege bereits vor und die Regierung in Bagdad müsse die Maßnahme genehmigen.
Sie warnte: Es werde keine Gerechtigkeit geben, wenn weiter Beweise verschwinden, "wenn Massengräber nicht geschützt werden, wenn medizinische Beweise verloren gehen, wenn Zeugen nicht länger zurückverfolgt werden können".
Exemplar von Schindlers Liste wird versteigert
Die Listen des deutschen Industriellen Oskar Schindler retteten im Zweiten Weltkrieg mehr als tausend Juden vor dem Tod - nun wird ein Exemplar in den USA zum Verkauf angeboten. Das Auktionshaus Moments in Time rechnet mit einem Erlös von 2,4 Millionen Dollar. Der Chef des Auktionshauses, Gary Zimet, sagte dem "Guardian", es handle sich um einen Kohledurchschlag des Originals. Das Schriftstück habe vormals dem Neffen von Itzahk Stern gehört. Stern war Schindlers Buchhalter und tippte die Listen. Schindler hatte rund 1200 Juden vor dem Abtransport in die Vernichtungslager gerettet, indem er sie mit seinen Listen als Zwangsarbeiter für seine Fabrik anforderte.
Weitere bekannte Exemplare von Schindlers Listen befinden sich im Bundesarchiv in Koblenz, in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und im Holocaust-Museum in Washington.
Videos des Tages
Axt-Angreifer kommt in Psychiatrie
Der Mann, der gestern in Düsseldorf mit einer Axt um sich geschlagen hat, wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Ein Richter kam damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach. Die Ermittler hatten schon gesagt, dass der 36-Jährige psychisch krank sei. Laut einem Attest, der in seiner Wohnung gefunden wurde, leidet er unter einer "paranoiden Schizophrenie". Der 36-Jährige wird erstmal in ein Justizkrankenhaus überwiesen. Er war auf der Flucht vor der Polizei von einer Brücke gesprungen und ist schwer verletzt. Vorher hatte er mit der Axt neun Menschen verletzt, einige von ihnen schwer.
Zu enge Hose wird Schmuggler zum Verhängnis
Seine zu enge Hose hat ihn verraten: In New York ist ein Mann festgenommen worden, der in seiner Hose Kokain schmuggeln wollte. 4,5 Kilogramm hatte er darin versteckt. Den Zoll-Beamten am John F. Kennedy Flughafen bemerkten, dass der 28-Jährige sehr nervös war. Außerdem fiel ihnen seine Hose auf. Die sei "ziemlich eng anliegend" gewesen, hieß es.
Trump will von Merkel den Umgang mit Putin lernen
Wie werden sich Kanzlerin Merkel und US-Präsident Trump verstehen? Die beiden treffen sich nächste Woche in Washington. Immerhin hatte Trump Merkels Flüchtlingspolitik katastrophal genannt und ihre Glückwünsche nach seiner Wahl zum Präsidenten fielen nicht gerade euphorisch aus. Nun wird bekannt, dass Trump von Merkel mehr über den Umgang mit dem russischen Präsidenten lernen will. "Der Präsident ist sehr interessiert daran, die Meinung der Kanzlerin über ihre Erfahrungen im Umgang mit Putin zu erfahren", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses. Außerdem wolle der US-Präsident wissen, wie das Minsker Abkommen zum Ukraine-Konflikt aus Merkels Sicht umgesetzt werden sollte und wie die USA das unterstützen könnten.
Streit mit Erdogan – Böhmermann geht in Berufung
Der Streit um das "Schmähgedicht" von Satiriker Jan Böhmermann geht in die nächste Runde. Böhmermann hat Berufung gegen das Urteil des Hamburger Landgerichts eingelegt. "Herr Böhmermann wird die durch das Urteil erfolgte Einschränkung seiner Grundrechte nicht akzeptieren", sagte dessen Anwalt Christian Schertz der "Süddeutschen Zeitung". "Man kann ein Kunstwerk nicht in Einzelteile sezieren."
Das Landgericht hatte entschieden, dass die meisten Teile des Gedichts verboten bleiben. Böhmermann hatte darin den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unter anderem mit Kinderpornografie und Sex mit Tieren in Verbindung gebracht.
EU droht Zerwürfnis mit Polen
In der EU droht ein anhaltendes Zerwürfnis mit Mitgliedsland Polen. "Wir lehnen jegliche Gespräche über ein Europa verschiedener Geschwindigkeiten ab", sagte die polnische Ministerpräsidentin Szydlo nach dem Gipfel zur Zukunft der EU in Brüssel. Die älteren EU-Mitglieder dürften nicht glauben, "dass sie das Recht haben, Lösungen aufzuzwingen", sagte sie mit Blick auf Reformpläne von Deutschland, Frankreich und anderen Mitgliedstaaten. Bundeskanzlerin Merkel betonte, dass sie keinen "Ausschluss" von Ländern wolle. Ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten sei aber schon heute etwa bei der Reisefreiheit im Schengenraum Realität.
Polen hatte bereits am Donnerstag alle Beschlüsse auf dem EU-Gipfel blockiert – aus Protest gegen die Wiederwahl Tusks als Ratspräsident.
Autofahrer leugnet Flucht vor Polizei
Ein 74-Jähriger Autofahrer flüchtet in Aachen vor der Polizei. Der Grund dafür dürfte sein, dass er keinen Führerschein mehr hat – er wurde ihm schon vor fünf Jahren entzogen. Trotz Anhaltezeichen der Polizei und Blaulicht rast der Mann weiter. Erst hinter der niederländischen Grenze wird er gefasst. Nun ist eine gute Erklärung gefragt. Der 74-Jährige versucht es damit: Die Streifenwagen habe er gar nicht bemerkt, sagt er. Er höre so schlecht. Und seinen Führerschein will er nur zu Hause vergessen haben.
Pharao-Statue in Schlammloch entdeckt
In einer Schlammgrube in Kairo haben Forscher einen steinernen Koloss entdeckt. Sie fanden eine zerbrochene Statue, die acht Meter groß ist und einen Pharao zeigt. Ägyptens führender Archäologe Sahi Hauass ist sicher: Es ist eine Statue von Ramses II. Der Koloss lag im Osten Kairos, wo früher die antike Stadt Heliopolis war. Dort waren schon Überreste eines Tempels vom Ramses II. gefunden worden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Winterreifenpflicht für Motorräder soll wegfallen
Die Winterreifenpflicht soll gelockert werden. Der Bundesrat hat einen Entschluss dazu gefasst, dem die Bundesregierung nun zustimmen soll. Darin steht, dass die Winterreifenpflicht nicht mehr für Motorräder und Baustellenfahrzeuge gelten soll. Seit 2010 gilt: Bei Eis und Schnee müssen Motorradfahrer Reifen mit einer sogenannten M+S Kennung fahren. Sonst droht ihnen ein Bußgeld. Tatsächlich gebe es solche Reifen für die meisten Motorräder aber gar nicht, kritisierte der Bundesrat.
Höcke bittet um Stopp von Ausschlussverfahren
Thüringens AfD-Chef Höcke hofft, dass das Ausschlussverfahren seiner Partei gegen ihn doch noch eingestellt wird. Er habe den AfD-Bundesvorstand in einem Brief darum gebeten, das Verfahren zu stoppen, erklärte ein Parteisprecher. Das Verfahren schade im Wahlkampf, hieß es in dem Brief. Außerdem schrieb Höcke: "Meine Dresdner Rede war ein Fehler." In der Rede hatte Höcke mit Blick auf den Holocaust unter anderem von einer "dämlichen Bewältigungspolitik" gesprochen. Der Bundesvorstand machte daraufhin den Weg für einen möglichen Rauswurf Höckes frei.
Marcel H. gesteht Doppelmord
Marcel H. hat die Morde an einem 9-Jährigen und einem 22-Jährigen in Herne gestanden. Das Motiv sei "Mordlust" gewesen, sagte Danyal Maibaum von der Staatsanwaltschaft Bochum. Beide Opfer wurden erstochen. Der 9-Jährige sei mit 52 Messerstichen getötet worden, so der Staatsanwalt. Der 22-Jährige sei durch 68 Messerstiche und Gewalt gegen den Hals getötet worden. Der Staatsanwalt sagte außerdem, dass Marcel H. selbst die Polizei gerufen habe, um sich zu stellen.
Verschollene Mondsonde nach 8 Jahren aufgetaucht
Fast acht Jahre lang war die indische Raumsonde Chandrayaan-1 im Weltall verschollen. Nun hat die NASA sie wiederentdeckt – etwa 200 Kilometer über der Mondoberfläche. Man habe die Sonde mit Hilfe einer neuen Radartechnik aufgespürt, erklärte das "Jet Propulsion Laboratory" der NASA. Das Raumfahrzeug war im Oktober 2008 zum Mond gestartet. Es sollte ihn eigentlich nur zwei Jahre umkreisen und etwa nach Wassereis suchen. Im August 2009 brach der Kontakt aber ab.
Viraler Hit – Kinder platzen in BBC-Interview
Bei diesem BBC-Interview achtet wirklich niemand mehr auf den Inhalt: Der Südkorea-Experte Robert E. Kelly wird zur Amtsenthebung von Präsidentin Park befragt. Plötzlich kommt seine kleine Tochter ins Zimmer hereingelaufen. Damit nicht genug: Ein zweites Kind rollt auf einem Babystuhl herein, eine Frau rennt den Kindern hinterher und fängt sie wieder ein – dazu kommt noch viel Geschrei. Trotz allem versucht Kelly, einigermaßen ernst zu bleiben. Ich habe fast Tränen gelacht! Hier ist das Interview:
Berliner Flughäfen stehen still
Streiks des Bodenpersonals haben den Flugbetrieb an den Berliner Flughäfen weitgehend zum Erliegen gebracht. So gut wie alle Flüge an den Airports Tegel und Schönefeld fielen aus. Laut der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg fielen in Tegel mindestens 466 Flüge aus, in Schönefeld weitere 204. Bei dem Streik geht es um eine bessere Bezahlung für die 2000 Mitarbeiter der Bodendienste. Die Gewerkschaft Verdi fordert unter anderem einen Euro mehr pro Stunde.
Putin und Erdogan rücken enger zusammen
Russlands Präsident Putin hat seinen türkischen Kollegen Erdogan in Moskau empfangen. Die Annäherung der beiden Länder schreitet weiter voran:
Russland hob Sanktionen gegen die Türkei teilweise auf: Das Einfuhrverbot für Obst und Gemüse wurde gelockert. Außerdem will die russische Airline Pobeda wieder Linienflüge in die Türkei anbieten.
Zudem nannte Putin die Zusammenarbeit mit der Türkei im Syrienkonflikt vertrauensvoll und effektiv.
Erdogan betonte, dass vor allem die großen gemeinsamen Energieprojekte gut vorankämen. Russland will die Gaspipeline Turkish Stream durch das Schwarze Meer und das Kernkraftwerk Akkuyu im Süden der Türkei bauen.
Der Abschuss eines russischen Kampfjets durch das türkische Militär 2015 hatte zu einem Zerwürfnis zwischen Moskau und Ankara geführt. Erst nach einer Entschuldigung Erdogans begann eine Annäherung.
OSZE: Gewalt in Ostukraine nimmt zu
In der Ostukraine hat die Gewalt in der letzten Woche erneut zugenommen, wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa berichtet.
Es sei eine der gewalttätigsten Wochen seit Januar 2016 gewesen, teilte der Vize-Chef der Mission, Alexander Hug, mit.
Demnach halten weder die von Moskau unterstützten Separatisten noch die Regierungstruppen die Waffenruhe ein.
Vor allem aus den Städten Awdijiwka und Jassynuwata sowie dem zerstörten Flughafen von Donezk wurden schwere Verstöße gemeldet; Artillerie und Panzer wurden wieder entlang der Frontlinie stationiert.
Außerdem wurden die OSZE-Beobachter im Rebellengebiet mit Warnschüssen bedroht.
Schichtwechsel
Liebe Leser,
mein Kollege Johannes Graf macht sich auf ins Wochenende. Ich halte die Stellung und begleite Sie nachrichtlich in den Feierabend, wenn Sie mögen. Ich bin Heidi Ulrich und wünsche einen schönen Nachmittag! Wenn Sie mir schreiben wollen, erreichen Sie mich über heidi.ulrich@nama.de.
Mutter erstochen: Sohn lacht vor Gericht
In Essen wird der Fall einer erstochenen Frau verhandelt, ihr psychisch kranker Sohn soll die Tat begangen haben. Bei Prozessstart kommt es zu einer gruseligen Szene:
Als sich die Richter Bilder vom Tatort ansahen, lachte der 21-Jährige vor sich hin.
Die Tat ereignete sich in der Wohnung der Tante, die sich nicht traute einzugreifen, als der junge Mann seine Mutter zunächst mit den Fäusten, später mit einer Gabel und einer Schere traktierte.
"Er hatte so einen wütenden, bösen Blick", sagte die Tante aus. "Da habe ich auch Angst gekriegt."
Der 21-Jährige litt unter einer starken Psychose, als er die Tat beging. Er soll in eine Psychiatrie kommen.
Düsseldorfer Täter war offenbar paranoid schizophren
Die Polizei gibt den Stand der Ermittlungen nach der Axt-Attacke am Düsseldorfer Hauptbahnhof bekannt:
Der Mann sei ein "offensichtlich verwirrter Einzeltäter".
Es sei ein Attest über eine "paranoide Schizophrenie" in seiner Wohnung gefunden worden.
Religiöse oder politische Motive seien nicht erkennbar.
Merkel nimmt Konzernchefs mit zu Trump
Donald Trump sieht sich als Geschäftsmann. Da hat sich Kanzlerin Merkel zum Besuch im Weißen Haus etwas ausgedacht:
Sie bringt Seinesgleichen mit: Die Chefs von Siemens und BMW begleiteten die CDU-Chefin, berichtet der "Spiegel".
Das solle helfen, "mit dem ehemaligen Unternehmer Trump eine gute Gesprächsatmosphäre zu schaffen", heißt es.
Die Wirtschaftsbosse sollen Trump zudem daran erinnern, wie viele Arbeitsplätze durch Direktinvestitionen deutscher Firmen geschaffen worden seien.
Herner Imbiss-Inhaber erkannte Marcel H. nicht
Gestern Abend stellte sich Marcel H. Er ging in den griechischen Imbiss "Thessaloniki Grill" und sagte: "Bitte ruf die Polizei." Darauf war Inhaber Georgios Chaitidis nicht gefasst, wie er n-tv erzählte:
"Um 20.10 Uhr kam er rein mit schwarzen Klamotten, Regenschirm und einem Sack Zwiebeln in der Hand", sagte Chaitidis. "Er hatte keine Brille auf, ich habe ihn nicht erkannt."
Er sei Marcel, habe der junge Mann in ruhigem Ton gesagt. "Welcher Marcel bist du denn?", habe der Grieche daraufhin gefragt. "Guck auf dein Tablet, mein Bild steht da."
Von der Polizei habe sich H. dann ohne Gegenwehr festnehmen lassen.
Die ganze Geschichte von der Szene im Imbiss lesen Sie hier.
Lebenslang: Frau lässt Gatten in Karibik erschießen
In Düsseldorf ist eine 45-jährige Deutsche zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sie war Drahtzieherin eines Auftragsmordes. Was ist geschehen?
Der 56-jährige Ehemann wurde an einer einsamen Landstraße in der Dominikanischen Republik durch einen Schuss in den Hinterkopf ermordet. Die 45-Jährige saß während der Tat auf dem Beifahrersitz. Sie hatte den Mann zum Anhalten überredet.
Eine der Töchter der Frau sagte dann im Prozess gegen die Mutter aus: Sie sei die Stimme ihres Mannes. Die Mutter habe der Familie gestanden, einen Profikiller namens "Mongo" angeheuert zu haben. Für umgerechnet 2000 Euro beging dieser die Tat.
Der Staatsanwalt hatte Habgier als Motiv des Mordes vermutet, bewiesen werden konnte dies aber nicht. Die Frau hatte beklagt, dass sie als Prostituierte habe arbeiten müssen, weil sie von ihrem Mann so wenig Unterhalt bekommen habe. Das Paar lebte seit 20 Jahren getrennt.
Hunde, die aus Flugzeugen springen
Schlagzeilen zur Mittagspause
Fünf Tote bei Hubschrauberabsturz in Istanbul
In der türkischen Metropole Istanbul ist ein Hubschrauber abgestürzt. Das weiß man bisher:
Es kamen fünf Menschen ums Leben. An Bord der Maschine waren sieben Menschen, darunter vier Russen. Die beiden Piloten und ein Passagier waren Türken.
Der Helikopter hatte schlechte Sicht und flog in einen Fernsehturm.
Der Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-76 gehörte laut Dogan zu dem türkischen Konglomerat Eczacibasi.
Bahn-Schlichtung bringt mehr Lohn und bessere Planbarkeit
GDL und Bahn haben sich im Rahmen einer Schlichtung geeinigt. Das ist das Ergebnis:
Ab April steigt das Entgelt für das Zugpersonal um 2,5 Prozent. Für die Monate davor gibt es einmalig 550 Euro.
Zum Januar 2018 wird die Arbeitszeit um 2,6 Prozent reduziert.
Zudem gibt es Verbesserungen beim Schichtdienst, die eine bessere Planbarkeit von Arbeit und Freizeit mit sich bringen.
Hier finden Sie alle Details zu der Einigung.
Keine Länder-Mehrheit für sichere Herkunftsstaaten
Algerien, Tunesien und Marokko werden nicht zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Das Regierungsvorhaben scheiterte im Bundesrat.
Es kam nicht zur nötigen Mehrheit von 35 der 69 Stimmen.
Bis auf Baden-Württemberg hatten alle Landesregierungen mit grüner oder linker Beteiligung gegen den Entwurf gestimmt.
Womöglich landet das Gesetz jetzt im Vermittlungsausschuss.
Türkische Zeitung zeigt Merkel mit Hitler-Bart
Mit diesem Titelblatt liegt heute die regierungsnahe türkische Zeitung "Günes" an den Kiosken:
Die Zeile zu dem Bild lautet übersetzt: "Dann verhalte dich halt nicht wie ein Nazi!"
Weitere Hintergründe über das Skandal-Titelblatt gibt es hier.
UN werfen Türkei schwere Menschenrechtsverletzungen vor
Im Südosten des Landes kämpft die Türkei gegen militante Kurden.
Dabei kommt es laut UNO zu schweren Menschenrechtsverstößen, wie das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte beklagt.
Die Organisation sprach von "massiven Zerstörungen, Tötungen und zahlreichen anderen schweren Menschenrechtsverletzungen".
Die Kämpfe dauern schon seit Juli 2015 an.
Hier geht es zur langen Version der Geschichte.
Mysterium umgeknickter Windräder angeblich gelöst
Vor ein paar Monaten knickten vier Mal hintereinander Windräder in Deutschland um - und niemand konnte sich das bislang so richtig erklären. Jetzt gibt es wohl die Auflösung:
Laut "Spiegel" geht aus einem Schreiben der Firma, die zwei der Anlagen wartete, hervor, dass die Rotorblätter zu spät aus dem zu starken Wind gedreht wurden. Auch die Betreiber der beiden anderen Anlagen geben an, dass dies der Grund für das Abknicken gewesen sei.
Dafür ist eigentlich die sogenannte Pitch-Regelung zuständig - und die scheint defekt gewesen zu sein.
Vermutlich betrifft das Problem hauptsächlich ältere Modelle - das Modell D4 von DeWind und das Modell Tacke TW 1,5 beziehungsweise dessen Nachfolger Enron GE 1.5. Bei diesen Modellen soll die Pitch-Regelung mitunter recht träge reagieren.
Marcel H. muss noch heute vor den Haftrichter
Nach drei Tagen endete gestern Abend die Flucht des mutmaßlichen Doppelmörders Marcel H. Er wurde in Herne gefasst. So geht es weiter:
Noch heute wird der 19-Jährige einem Haftrichter vorgeführt.
Der muss über einen Haftbefehl gegen H. entscheiden. Der Fall liegt klar, dieser Befehl wird ergehen.
Die Behörden ermitteln in der Zwischenzeit weiter, heute um 16 Uhr soll es eine Pressekonferenz geben, bei der erste Ergebnisse präsentiert werden.
Karlsruhe: Türkische Wahlkampfauftritte nicht verfassungswidrig
Wer sich von Wahlkampfreden türkischer Politiker in Deutschland gestört fühlt, kann zumindest juristisch wenig dagegen unternehmen:
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde eines Bürgers gegen den Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Yildirim in Oberhausen als unzulässig abgewiesen.
Damit fällte das Gericht kein Urteil darüber, wie es diese Auftritte findet. Es geht einzig darum, ob damit die Grundrechte der Deutschen beeinträchtigt sind.
Allerdings betonten die Karlsruher Richter, dass ausländische Politiker in amtlicher Funktion keinen Einreiseanspruch nach Deutschland hätten.
Behörden sprechen knapp 20.000 Waffenverbote aus
Die Zahl derer, denen Waffenscheine verweigert worden sind, steigt:
Laut "Ruhr Nachrichten" haben insgesamt 19.346 Deutsche nicht die dafür notwendige Zuverlässigkeit, einen Waffenschein zu bekommen.
Voraussetzung für diese Feststellung ist es natürlich, dass die Betreffenden versucht haben, eine solche Erlaubnis zu bekommen.
Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren ist die Zahl der Waffenverbot extrem gestiegen. Ende 2014 galt es noch für nur 15.599 Menschen.
Waffen sind heute auch Thema im Bundestag. Die Regierung will ermöglichen, dass ein Jahr lang illegale Waffen straffrei abgegeben werden können. Die Grünen fordern, dass Inhaber von Waffenscheinen regelmäßige Eignungs- und Zuverlässigkeitsprüfungen über sich ergehen lassen müssen.
In den Alpen herrscht erhöhte Lawinengefahr
Wer in den deutschen Alpen unterwegs ist, sollte vorsichtig sein:
Es gilt in manchen Gegenden die zweithöchste Lawinengefahr-Stufe.
Für die Allgäuer, die Werdenfelser und die Berchtesgadener Alpen über 1800 Metern riefen die Experten vom Lawinenwarndienst Bayern am Morgen Stufe 4 aus - das heißt große Gefahr.
In den bayerischen Voralpen und im Chiemgau gilt eine erhebliche Lawinengefahr, Stufe 3 von 5.
Schlagzeilen am Morgen
Mann klaut Taxi und flieht vor der Polizei
Spektakuläre Szenen in Speyer:
Ein Mann überfiel eine Taxifahrerin und stahl ihr das Auto.
Anschließend lieferte sich der Täter eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Unterwegs rammte er auf einer Bundesstraße mehrere Autos.
Ein Unfall hielt ihn auf. Er wechselte das Fahrzeug: Einen Mann zerrte er aus dessen Auto und fuhr damit weiter.
Erst 40 Kilometer von Speyer entfernt, in Wörth am Rhein, konnte er gestoppt werden.
Deutschlands Superdaddys bekommen einen Preis
Das hier sind die beiden "Superväter 2017", die der Pumpernickel-Hersteller Mestermacher jedes Jahr kürt. Und das hat Gründe:
Oliver Blau teilte sich mit seiner Frau erst die Elternzeit für ihre drei Kinder. Heute arbeiten er und seine Partnerin in leitenden Stellungen als Diplom-Ingenieure. Aufgaben im Haushalt erledigen sie gleichberechtigt.
Yoshinao Mikami, Musiker und Komponist aus Japan, zog für seine Familie nach Deutschland. Er stellte seine Auftritte als Jazz-Musiker für seine Tochter weit zurück und entlastete damit auch seine berufstätige Partnerin. Damit repräsentiere er weder den typischen japanischen noch deutschen Mann und Vater, heißt es in der Entscheidung der Jury.
Die Kollegin Solveig Bach hat Oliver Blau für uns interviewt.
Ich frage selbst mich: Ist das denn alles so besonders? Mich interessiert aber auch Ihre Meinung dazu:
US-Polizei sucht mit Puppe nach Obdachlosen-Mörder
In Las Vegas treibt ein Obdachlosen-Mörder sein Unwesen. Mit ungewöhnlichen Methoden versucht die Polizei nun, seiner habhaft zu werden.
Mit einer verkleideten Puppe soll der Täter "angelockt" werden.
Tatsächlich näherte sich ein Mann der Puppe und schlug mit einem Hammer auf sie ein.
Der Mann, ebenfalls obdachlos, gab später an, gewusst zu haben, dass es sich nicht um einen Menschen gehandelt habe.
Nun sitzt der Mann in Untersuchungshaft - jedoch ist ihm bisher keine Verbindung zu den Morden nachzuweisen, Verteidiger Kohn sagte: "Man kann nicht für den Mord an einer Puppe angeklagt werden."
Schulz fordert Merkel zu mehreren TV-Duellen heraus
Angriffslustig muss Martin Schulz ja sein, wenn er im Herbst Kanzlerin Angela Merkel beerben will. Und das ist er:
Er hoffe auf mehrere Fernsehduelle gegen Merkel. "Ich stehe zur Verfügung - ich mach so viele, wie Frau Merkel sich traut", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Zwischen Merkel und Steinbrück hatte es 2013 nur eine solche Sendung gegeben.
Schulz will "kein Pop-Star" sein. "Manchmal frage ich mich schon: Kann das alles wirklich sein? Aber dann freue ich mich. Ich will schließlich Kanzler werden", ergänzt er.
Flüchtlingskosten fallen wohl höher aus
20 Milliarden Euro wurden bisher als Kosten für Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern im Jahr 2016 veranschlagt. Es wird wohl mehr werden:
Laut "Welt" hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags errechnet, dass es insgesamt vermutlich rund 23 Milliarden Euro werden.
Der Bundestag hat die Daten aus Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen und Berlin vorliegen - und rechnete diese auf das gesamte Bundesgebiet hoch.
Bereits Ende des Jahres hatten die Länder ihre Kostenschätzung revidieren müssen - von 17 auf 20 Milliarden Euro.
Anastacia befürchtet "hitlereske" USA
Sängerin Anastacia überlegt, die USA zu verlassen. Warum?
"Wenn Amerika ein totalitärer, hitleresker Ort wird, habe ich kein Problem zu gehen", sagt sie der "Süddeutschen Zeitung". Als konkrete Anlässe nannte sie die Fälle, dass staatliche Hilfen für Behinderte gekürzt oder die Rechte Schwuler eingeschränkt werden könnten.
Sorgen macht ihr die Entwicklung seit dem Wahlsieg von Donald Trump: "Trumps Wähler sind Rechte. Sein Slogan ist in Wahrheit nicht 'Macht Amerika wieder groß', sondern 'Macht Amerika wieder weiß'."
Sie prophezeit: "Runter, runter, runter" werde sich ihr Land entwickeln.
Bundestag ackert bis tief in die Nacht
Ehre, wem Ehre gebührt:
Die Bundestagsabgeordneten werden ja oft zu Unrecht als faul gescholten. Gestern waren sie es jedenfalls nicht.
Am Morgen um 9 Uhr wurde die Sitzung mit der Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel eröffnet. Heute morgen um 1:39 Uhr war dann erst Schluss.
Parlamentsvizepräsidentin Claudia Roth von den Grünen sagte zum Abschluss: "Die Tagesordnung ist erschöpft - wir auch."
Gute Erholung!
Schweizer Polizei sucht Todesschützen von Basel
In der Schweiz läuft eine Großfahndung;
In Basel nahe der deutschen Grenze eröffneten in einem Café gestern Abend zwei Männer das Feuer.
Sie erschossen zwei Menschen, verletzten ein weiteres Opfer schwer. In welchem Zusammenhang die Tat steht, ist offen.
Anschließend türmten die Täter in Richtung eines Bahnhofs. Von ihnen fehlt jede weitere Spur.
Das wird heute wichtig
Was soll ich sagen? Kaffee am frühen Morgen ist schon was Gutes. Ein paar Stunden später schmeckt er aber auch gut.
Hier die Themen des Tages:
Die Suche nach Marcel H., dem mutmaßlichen 19-jährigen Mehrfachmörder, hat ein Ende. Am Nachmittag stellen die Ermittler ihre Ergebnisse vor.
Näheres erfahren wir heute womöglich auch zu der Tat am Düsseldorfer Hauptbahnhof.
In Brüssel geht der EU-Gipfel zu Ende. Der Streit um Ratspräsident Donald Tusk überschattet alles, die Abschlusserklärung wollen die Polen nicht mittragen. Wichtige Beschlüsse waren aber eh nicht erwartet worden. Viel Symbolik also.
Der türkische Präsident Erdogan ist in Moskau.
Zwei parlamentarische Geschichten sind heute spannend: Verkehrsminister Dobrindt will seine veränderte Pkw-Maut durchbekommen. Und im Bundesrat geht es um die Frage, ob die Maghreb-Staaten sichere Herkunftsländer sind.
Ich bin Johannes Graf; Beschwerden, Lob und Aufmunterungen bitte an johannes.graf (at) nama.de. Wer höflich ist, wird bedient.
Los geht's!
Zum Wochenende meldet sich der Frühling zum Dienst
Wettertechnisch geht es aufwärts. Denn Hoch "Johanna" dreht den Tiefdruckgebieten endlich mal den Hahn zu. Somit sind heute nur noch im Südosten Wolken mit Schauern unterwegs. Ansonsten bleibt es trocken und von Westen her setzt sich die Sonne immer besser durch. Dazu wird es milder bei 6 Grad am Erzgebirge und bis zu 14 Grad am sonnigen Oberrhein. Es weht allerdings ein noch eher unlustiger Nordwestwind. Morgen dann überall trocken und zeitweise sonnig bei einem Hauch von Frühling mit 8 bis 16 Grad. Später sind im Nordseeumfeld dichtere Wolken unterwegs und ein paar Tropfen möglich. Sonntag weniger Sonne und mehr Wolkenfelder, aber wahrscheinlich meist trocken. Dabei ändert sich an den Temperaturen nur wenig. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Ihr Björn Alexander