Das war Freitag, der 14. Juli 2017
Noch einmal richtete die Welt zum Wochenschluss ihre Augen auf Paris, wo Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit seinem Gast aus den USA, Präsident Donald Trump, am letzten Tag des Treffens eine Militärparade zum französischen Nationalfeiertag abnahm. Fast 700 Kilometer südlich, in Nizza, wurde gleichzeitig des verheerenden Terroranschlags vom vergangenen Jahr gedacht.
Daneben stand immer noch - auch fast eine Woche danach - die Gewalt auf dem G20-Gipfel in Hamburg im Fokus. Und auch aus der Türkei gab es wieder Meldungen: Etwa untersagte das Land erneut deutschen Abgeordneten den Besuch von Bundeswehrsoldaten auf einer türkischen Basis. Zudem wurden in Folge des Putschversuchs in der Türkei von vor einem Jahr erneut tausende Staatsbedienstete entlassen.
Das interessiert Sie außerdem:
So geht ein weiterer Tag voller spannender Nachrichten zu Ende. Ich wünsche Ihnen nun aber einen guten Start ins Wochenende. Bleiben Sie uns erhalten - gute Nacht!
Russland schickt 73 Satelliten auf einmal ins All
Nicht einen, nicht zwei, nein: Gleich 73 Satelliten hat Russland mit nur einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur aus erfolgreich ins All geschossen, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Sie wurden in drei verschiedene Umlaufbahnen geschickt. Darunter war auch ein Erdbeobachtungssatellit, der bei der Feststellung von Waldbränden helfen und geographische Karten verbessern sollen. Die 72 weiteren, kleinen Satelliten kommen aus Deutschland, Japan, Kanada und den USA.
US-Armee tötet neuen IS-Chef in Afghanistan
Weiterhin blutig geht es zu im Mittleren Osten: Die US-Streitkräfte haben nach Angaben des Pentagon den neuen Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan, Abu Sajed, getötet. Sajed sei bei einem Luftangriff auf das regionale IS-Hauptquartier in der Provinz Kunar getötet worden, teilte eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums mit.
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Weiterer Verdächtiger nach Vierfachmord in Haft
Im Fall der vier getöteten jungen Männer in den USA hat die Polizei einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Er werde beschuldigt, an drei der Morde nahe Philadelphia beteiligt gewesen zu sein, sagte Staatsanwalt Matthew Weintraub auf einer Pressekonferenz. Die vier Opfer im Alter von 19 bis 22 Jahren waren in der vergangenen Woche als vermisst gemeldet worden.
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Türkei feuert mehr als 7300 Soldaten und Beamte
Präsident Recep Tayyip Erdogan greift kurz vor dem Jahrestag des Putschversuchs in der Türkei weiter hart durch:
Laut einem Bericht sind mehr als 7300 weitere Soldaten, Polizisten und Ministeriumsmitarbeiter entlassen worden.
Unter ihnen seien gut 2300 Polizisten, meldete die Zeitung "Hürriyet".
Nach dem gescheiterten Militärputsch gegen Erdogan wurden in der Türkei bislang etwa 50.000 Menschen festgenommen, weitere 100.000 wurden aus dem Staatsdienst entlassen oder suspendiert, darunter Lehrer, Richter, Soldaten und Polizisten.
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Geheimes G20-Papier bringt Scholz in Nöte
Ein internes Papier der Polizei setzt Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz unter Druck: Wie der "Spiegel" berichtet, hatte während des G20-Gipfels der Schutz der Staats- und Regierungschefs Vorrang gegenüber dem Schutz der Stadt. In dem "Rahmenbefehl" soll es demnach heißen: "Der Schutz und die Sicherheit der Gäste haben höchste Priorität." Das 40-seitige Dokument sei auf den 9. Juni - also rund einen Monat vor Beginn des Gipfels - datiert und als "Verschlusssache" eingestuft. Scholz hatte stets zurückgewiesen, dass der Schutz der Gipfelteilnehmer Vorrang gehabt habe.
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Videos des Tages
Hongkonger Gericht verbannt chinakritische Abgeordnete
Rückschlag für pro-demokratischen Kräfte in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong: Das Oberste Gericht in Hongkong hat den umstrittenen Ausschluss von vier Oppositionsabgeordnete aus dem Parlament für rechtmäßig erklärt. Mit ihrem Urteil folgten die Richter einem Antrag der Peking-nahen Hongkonger Regierung. Diese hatte den Ausschluss damit begründet, dass die Abgeordneten bei Ablegung ihres Amtseids auf Distanz zu Peking gegangen waren. Die Abgeordneten hatten ihren Eid im vergangenen Herbst leicht modifiziert, um ihre Unzufriedenheit mit Peking auszudrücken.
SDF-Einheiten erobern Stadtteil in Rakka
Es wird eng für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der syrischen Provinzhauptstadt Rakka: Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben bei ihrer Offensive auf die IS-Hochburg Rakka ein weiteres Stadtviertel eingenommen. Die kurdisch-arabischen Einheiten vertrieben den IS aus dem östlichen Viertel Batani, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und ein SDF-Kämpfer in Rakka mitteilten.
Super-Drohne fliegt schneller als ein Rennauto
g Die Aufnahmen sind schwindelerregend: Die Drone Racing League, angeblich Weltmarktführer bei professionellen Drohnenrennen, hat den Weltrekord für die schnellste Drohne aufgestellt, berichtet "MIT Technology Review". Die Renndrohne erreichte im Schnitt 263 Stundenkilometer, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 289 Stundenkilometern. Eine Kamera an Bord vermittelt die Sicht aus erster Hand - es mutet an, als würde der Quadrocopter mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fliegen.
Rom verbietet falsche Legionäre
Sie lungern vor dem Kolosseum herum und belästigen Touristen: Die Stadtregierung von Rom will dem Treiben der sogenannten Zenturionen ein Ende setzen. Die als antike römische Legionäre verkleideten Männer posieren vor Sehenswürdigkeiten in der italienschen Hauptstadt mit Helmen, Plastikschwertern und Schilden. Nach Ansicht des Stadtrates sind die Zenturionen nicht nur ein unschöner Anblick. Oft genug knöpfen sie Touristen Unsummen für Schnappschüsse ab und werden aggressiv, wenn das Trinkgeld ihrer Ansicht nach zu gering ausfällt.
Irakis zeigen "Mad-Max"-Autobomben des IS
Nach der vollständigen Eroberung der irakischen Großstadt Mossul vom Islamischen Staat (IS) stoßen die irakischen Sicherheitsbehörden auf einen kuriosen Fuhrpark der Terrormiliz: gepanzerte, selbstgebaute Autobomben, die aussehen, wie aus dem Film "Mad Max" entsprungen:
Erste Fußgängerampel mit Kasperl im Betrieb
Neben den Ampelmännchen in den Varianten West und Ost gibt es ab sofort eine weitere Variante in Deutschland:
In Augsburg ist die erste Fußgängerampel mit einem gehenden Kasperl als Motiv in Betrieb gegangen.
Die Ampel ist nahe der Augsburger Puppenkiste. Idee dazu hatte der regionale Fernsehsender atv.
Vorbild war die bereits existierende Mainzelmännchen-Ampel in Mainz.
Pikant: Obwohl auch ein roter Kasperl genehmigt worden war, wurde er aus Sicherheitsgründen nicht montiert.
Spott nach gefälschtem Putin-Foto von G20-Gipfel
Ein Foto vom G20-Gipfel sorgt im Netz zunächst für Verwirrung, dann für Spott: Der Kreml-Chef Wladimir Putin umringt von US-Präsident Donald Trump, dem türkischen Pendant Recep Tayyip Erdogan und anderen Mächtigen. Das Bild verbreitet sich schnell, im Internet geteilt wird es einem Videobericht des "Stern" zufolge zunächst unter anderem von Putin-Berater Sergej Markow und dem Fernsehmoderator Wladimir Solowiew. Das Problem daran: Es ist gefälscht. Was dann folgt ist fast schon ein Ritual: Die Netzgemeinde macht sich mit Variationen des Bildes lustig.
Polizist zerrt wildgewordenen Lkw-Fahrer von Steuer
Mit einem waghalsigen Manöver hat ein Polizist in Essen einen außer Kontrolle geratenen Lastwagenfahrer überwältigt. Der 71-Jährige rammte nach Polizeiangaben beim Rangieren mit seinem tonnenschweren Sattelschlepper mehrere geparkte Autos. Weil der Fahrer auf Zurufe nicht reagierte, entschloss sich ein 30 Jahre alter Polizist zum Handeln. Als der Lkw kurz stoppte, öffnete der Beamte die Fahrertür und zog den Mann vom Sitz. Der Fahrer habe noch versucht, den Polizisten mit Tritten zurückzustoßen. Warum der Fahrer am Steuer so außer Kontrolle geriet, muss noch ermittelt werden.
Schlagzeilen zum Feierabend
SPD-Politiker für Lockerung von Vermummungsverbot
Die Demonstrationen rund um den G20-Gipfel waren auch deshalb eskaliert, weil die Polizei hart gegen Vermummte vorgegangen war. Deshalb spricht sich Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius für eine Lockerung des Vermummungsverbots bei Demonstrationen aus:
"Wir brauchen Spielraum für Deeskalation", sagte der SPD-Politiker dem Berliner "Tagesspiegel".
Eine Lockerung des Verbots wirke "nur auf den ersten Blick paradox, ist es aber nicht", so Pistorius.
So lange Vermummung ein Straftatbestand sei, könne die Polizei nur unter ganz bestimmten engen Voraussetzungen davon absehen, einzugreifen.
Bei einer Ordnungswidrigkeit hingegen sei der Ermessensspielraum größer.
Papst hängt Verbotsschild gegen Nörgler auf
Offenbar ein Freund direkter Worte ist Papst Franziskus:
Der Pontifex will in seinem privaten Arbeitszimmer nicht von Nörglern behelligt werden.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche ließ ein Schild mit der Aufschrift "Kein Jammern" anbringen, wie die Zeitung "La Stampa" berichtete.
Das Schild gleicht einem Rauchverbotsschild.
Auf der Plakette steht des Weiteren, Jammerer sollten sich nicht in eine Opferrolle begeben, diese mindere die Laune und die Fähigkeit, Probleme zu lösen.
Türkei untersagt Abgeordneten-Reise zu Nato-Stützpunkt
Die Türkei hat einen für kommenden Montag geplanten Besuch von Bundestagsabgeordneten auf dem Nato-Stützpunkt im türkischen Konya untersagt. Das Auswärtige Amt informierte die Obleute des Verteidigungsausschusses darüber, dass die Türkei mit Hinweis auf den Zustand der bilateralen Beziehungen um eine Verschiebung gebeten habe, sagte der Auschussvorsitzende Wolfgang Hellmich.
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Tote bei Messerattacke auf Touristen in Ägypten
Ein Angreifer hat in einem ägyptischen Badeort Touristen mit dem Messer attackiert und dabei mindestens sechs Menschen verletzt. Unter den Opfern im Badeort Hurghada am Roten Meer seien auch Ausländer, teilte das Innenministerium mit. Der Angreifer sei festgenommen worden und werde verhört.
Update 16.25 Uhr: Laut ägyptischen Sicherheitskreisen sind zwei Ukrainer getötet, vier weitere Touristen verletzt worden.
Update 18.10 Uhr: Die zwei in Ägypten bei einer Messerattacke getöteten Touristen waren Sicherheitskreisen zufolge Deutsche und stammten nicht aus der Ukraine.
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Autofahrer in Schwelm erfasst Frau mit Kinderwagen
Das sind Nachrichten, die Menschen, die selber Kinder haben, besonders schocken: Eine Mutter mit Kinderwagen ist beim Überqueren einer Straße in Nordrhein-Westfalen vom Auto eines 75-Jährigen erfasst worden. Die 33-jährige Frau erlitt bei dem Unfall in Schwelm schwere Verletzungen, ihr drei Monate altes Kind blieb äußerlich unverletzt, kam aber zur Beobachtung ebenfalls in ein Krankenhaus.
Bereits am Donnerstag war es in Hagen zu einem ähnlichen Unfall gekommen: Ein Autofahrer fuhr einen Kinderwagen an, allerdings auf einem Gehweg. Dabei kam ein einjähriges Mädchen ums Leben.
Macron grinst bei "Daft-Punk"-Hit, Trump regt sich nicht
Da gehen die Musikgeschmäcker zweier Staatschefs wohl auseinander. Vielleicht aber ist es auch eine Generationenfrage:
Die Interpretation des Daft-Punk-Hits "Get Lucky" einer Militärkapelle hat bei US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron höchst unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.
Während Macron auf der Ehrentribune breit grinste und hohe französische Offiziere im Rhythmus der Musik zu klatschen begannen, verzog Ehrengast Trump keine Miene.
Die Kapelle stimmte zum Abschluss einer Militärparade anlässlich des französischen Nationalfeiertags ein Medley mit Stücken des französischen Elektroduos Daft Punk an.
Meuthen kündigt Kampfkandidatur gegen Petry an
Es deutet sich ein Showdown im Kampf um die Macht bei der rechtspopulistischen Partei AfD an: Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat für den geplanten Parteitag im Dezember eine Kampfkandidatur gegen die Co-Vorsitzende Frauke Petry angekündigt. Sollte sich Petry erneut um den Parteivorsitz bewerben, werde er gegen sie antreten, sagte Meuthen der Deutschen Presse-Agentur.
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Selfie einer Frau verursacht 200.000-Dollar-Schaden
Die "Selfies" genannten fotografischen Selbstporträts sind der Renner der 2010er-Jahre. Aber sie bergen auch Gefahren und können unter Umständen teuer werden: Eine Frau in Los Angeles hat mit ihrem Selfie einen Schaden von rund 200.000 Dollar verursacht, wie der "Guardian" berichtet. Ein Video zeigt den Augenblick, als sie sich in einer Kunstausstellung um den Künstler Simon Birch vor eine Reihe von auf Podesten platzierten Kronen hockt. Doch sie verliert offenbar das Gleichgewicht und stößt das Podest an, alle weiteren fallen dann wie Dominosteine. Laut einem anderem Teilnehmer der Ausstellung wurden drei der Skulpturen irreparabel beschädigt.
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Israelische Polizei nimmt Großmufti von Jerusalem fest
Nach dem tödlichen Angriff auf Polizisten in Jerusalem hat die israelische Polizei nach Angaben der Familie den obersten muslimischen Geistlichen der Stadt festgenommen. Wie dessen Sohn bekannt gab, wurde Großmufti Muhammad Ahmad Hussein von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Update 17.46 Uhr: Der Großmufti wurde nach eigenen Angaben wieder freigelassen.
Russischer Ex-Agent bei Trump-Jr.-Treffen dabei
Das Treffen von Donald Trump Jr. mit einer russischen Anwältin gewinnt immer mehr an Brisanz: Der Sender NBC News berichtete, an dem Gespräch des Präsidentensohnes im Juni 2016 habe auch ein russisch-amerikanischer Lobbyist teilgenommen, der früher als Offizier der sowjetischen Spionageabwehr gedient habe. Der Sender nannte den Namen des Agenten nicht. Er habe nach eigenen Angaben gegenwärtig keine Beziehungen zu russischen Spionagebehörden.
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Schichtwechsel
Über den Autor
Es ist wieder so weit: Meine Kollegin Kira Pieper tritt den Heimweg an, nachdem sie Sie in der ersten "Der Tag"-eshälfte begleitet hat. Ab nun werde ich Sie durch das Zeitgeschehen begleiten: Mein Name ist Kai Stoppel. Dazu möchte ich Sie, liebe Leser, herzlich begrüßen! Viel Spaß und gute Unterhaltung!
Für Fragen, Anregungen und Kritik können Sie mir auch schreiben:
kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de
Vergewaltigung auf Uni-Toilette: Täter muss ins Gefängnis
Er hat eine Studentin in einer Münchner Uni-Toilette vergewaltigt - nun ist der Täter zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht München I ordnete die Unterbringung des 26-Jährigen in einer psychiatrischen Klinik an. Die Richter gingen von einer besonders schweren Vergewaltigung aus, weil der Angeklagte der Frau bei dem Übergriff im Januar einen frisch verheilten Arm erneut gebrochen habe. Drei Tage später hatte er auf derselben Toilette in der Ludwig-Maximilian-Universität wieder eine Studentin überfallen, war aber in die Flucht geschlagen worden. Auch dieser versuchten Vergewaltigung sprach ihn die Strafkammer schuldig.
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Taliban verbieten Polio-Impfungen in Afghanistan
Die radikalislamischen Taliban haben in Teilen der südafghanischen Provinz Kandahar Impfkampagnen gegen Kinderlähmung gestoppt. Es handelt sich um teils dicht besiedelte Gegenden. In Kandahar war am Donnerstag der fünfte Polio-Fall in Afghanistan in diesem Jahr identifiziert worden. Das 18 Monate alte Mädchen lebt in einem der vom Impfbann betroffenen Bezirke.
Bei Lehrberufen gibt es große Lohnunterschiede
Bei der Vergütung von Auszubildenden gibt es innerhalb eines Lehrberufs regionale Unterschiede von bis zu fast 300 Euro pro Monat. Dazu hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung eine Studie herausgegeben.
Demnach verdient ein Lehrling im Kfz-Gewerbe in Baden-Württemberg im dritten Lehrjahr 929 Euro pro Monat. In Brandenburg sind es mit 630 Euro dagegen 299 Euro weniger - für denselben Ausbildungsberuf.
Die Studie belegte auch in anderen Branchen zum Teil erhebliche, von der Region abhängige Unterschiede. So bekommen Azubis in westdeutschen Baubetrieben im dritten Lehrjahr 1410 Euro, in ostdeutschen Baubetrieben dagegen 1130 Euro und damit 280 Euro weniger.
Im Hotel- und Gaststättengewerbe liegt der Unterschied zwischen Lehrlingen in den besser zahlenden bayerischen Betrieben bei 270 Euro gegenüber den Lehrlingen in Mecklenburg-Vorpommern.
Wie der WSI-Tarifexperte Thorsten Schulten erklärte, gibt es bei den starken regionalen Unterschieden häufig ein West-Ost-Gefälle, aber auch ein Süd-Nord-Gefälle.
Mehr als 676.000 Bundesbürger warten auf Schuldenerlass
In Deutschland warten nach Berechnungen der Kreditauskunftei Crifbürgel derzeit mehr als 676.000 Menschen auf eine Schuldenbefreiung. Nach dem Ende der sogenannten Wohlverhaltensphase können Schuldner im Rahmen eines Privatinsolvenzverfahrens auf einen Erlass ihrer Schulden hoffen.
Bundesweiter Spitzenreiter bei den Privatpleiten ist Bremen mit 134 Fällen je 10.000 Einwohner, gefolgt von Niedersachsen und dem Saarland (je 109 Fälle). Deutlich unter dem bundesweiten Durchschnittswert von 82 Fällen liegen Bayern (58) und Baden-Württemberg (57).
So sehen Glühwürmchen im Liebesrausch aus
Diese Fotos sind im chinesischen Nanjing entstanden. Hier sind Glühwürmchen gerade auf Brautschau. Nur wer am hellsten leuchtet, hat Erfolg.
Abgerissener Daumen durch großen Zeh ersetzt
Nach einem schweren Unfall auf einer Viehfarm ist einem jungen Australier der rechte abgerissene Daumen durch den eigenen großen Zeh ersetzt worden.
Zac Mitchell hatte im April seinen Daumen verloren, als ein Stier ihn auf einer Weide so unglücklich trat, dass seine Hand gegen einen Zaun gequetscht wurde. Dabei wurde dem 20-Jährigen der Daumen abgetrennt. "Mein Daumen hing noch an dem Zaun, als ich wieder aufstand", erinnerte sich Mitchell im Rundfundsender ABC.
Weil das nächste Krankenhaus fünf Stunden entfernt war, legte der junge Mann den abgerissenen Daumen auf Eis, doch blieben die Versuche der Ärzte, diesen wieder anzunähen, erfolglos.
Mitchell wurde schließlich an eine Spezialeinheit eines Krankenhauses in Sydney überwiesen, wo sich die Mediziner für die Transplantation eines großen Zehs entschieden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Schiff mit Autos läuft fast auf Grund
Wegen eines Softwarefehlers konnte ein Kapitän auf der Ems sein Schiff nicht mehr lenken. Deswegen berührte das Schiff, das mit Autos beladen war, den Grund. Der Kapitän forderte zwei Schlepper an, die den Frachter in den Emder Hafen zogen. Taucher stellten nach dem Zwischenfall keine Schäden am Rumpf fest. Glück gehabt!
Polizeieinsatz nach Drohung gegen Polizisten und Ärzte
In Ludwigshafen hat eine Drohung gegen Polizisten und Ärzte einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Schwer bewaffnete Einheiten wurden in die Stadt geschickt. Hintergrund für den Einsatz war der Hinweis einer Zeugin. Diese hatte in der Stadt einen Mann getroffen, der gedroht habe, Ärzte oder Polizisten töten zu wollen. Unter der Kleidung des Mannes sollen Drähte hervorgelugt haben. Die Polizei hält es nun für möglich, dass es sich dabei um einen Sprengstoffgürtel handelte.
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Update 13:17 Uhr: Die Polizei hat offenbar einen Verdächtigen festgenommen. Der 27-Jährige ist bereits mehrfach wegen Gewalt-, Betäubungsmittel- und Diebstahlsdelikten aufgefallen.
Säure-Attentäter treibt in London sein Unwesen
In London sind fünf Menschen bei Attacken mit Säure schwer verletzt worden. Ein Mann erlitt am späten Donnerstagabend gar "lebensverändernde" Verletzungen im Gesicht. Vier weitere Männer wurden ebenfalls mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Täter sollen sich zu zweit auf einem Moped ihren Opfern genähert haben, bevor sie ihnen Säure ins Gesicht sprühten. Mindestens in zwei Fällen griffen die Täter offenbar gezielt Mopedfahrer an, um ihnen die Fahrzeuge zu stehlen. Alle Angriffe ereigneten sich innerhalb einer Stunde im Norden der britischen Hauptstadt. Die Polizei geht davon aus, dass die Attacken in einem Zusammenhang miteinander stehen. Ein 16-Jähriger wurde bereits festgenommen.
"The Walking Dead": Stuntman verunglückt tödlich
Bei den Dreharbeiten zur achten Staffel von "The Walking Dead" ist ein Stuntman bei einem tragischen Unglück ums Leben gekommen. Wie US-Medien berichten, stürzte der Stuntman John Bernecker während einer Kampfszene auf einem Balkon sieben Meter in die Tiefe. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Wenig später verstarb Bernecker im Krankenhaus. Die Produktion der Erfolgsserie wurde deswegen vorübergehend ausgesetzt.
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Bosbach-Eklat: Ditfurth reicht Entschuldigung nicht
Diese Geschichte beschäftigte gestern die Medien: CDU-Politiker Wolfgang Bosbach verlässt den ARD-Maischberger-Talk vorzeitig, weil er mit der einstigen Grünen-Vorsitzenden Jutta Ditfurth aneinandergeraten war. Moderatorin Sandra Maischberger verlangt daraufhin von seiner Kontrahentin, dass auch sie die Sendung verlässt. Später entschuldigt sie sich für diese Forderung, der Jutta Ditfurth allerdings gar nicht nachgekommen war. Diese legt nun nach. Den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sagte Ditfurth: "Sie müsste sich auch dafür entschuldigen, dass ich dann kein Wort mehr sagen durfte." Wir warten mal ab, was passiert.
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Trump will keine durchgängige Mauer zu Mexiko
US-Präsident Donald Trump hält es nicht für nötig, an der gesamten Grenze zu Mexiko die von ihm versprochene Mauer hochzuziehen. "Es gibt Berge. Es gibt ein paar Flüsse, die brutal und teuflisch sind. Es gibt ein paar Gebiete, die so weit weg sind, dass Leute nicht wirklich rüberkommen", so Trump. Daher müsse die Mauer nur auf etwa 1100 bis 1450 Kilometern der insgesamt 3200 Kilometer langen Grenze gebaut werden. Knapp 1000 Kilometer der Grenze sind bereits mit Mauerteilen und Zäunen verstärkt. Es ist übrigens immer noch unklar, wie Trump den Mauerbau finanzieren möchte.
Rapper DMX festgenommen
Der US-Rapper DMX ist wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung festgenommen worden. "Während er Millionen mit seinen Songs gescheffelt hat, etwa 2003 mit seinem Hit 'X Gon' Give It To Ya', ließ DMX davon nichts den Steuerbehörden zukommen", so die New Yorker Staatsanwaltschaft. Der Musiker, der eigentlich Earl Simmons heißt, soll von 2002 bis 2005 rund 1,7 Millionen Dollar Steuern hinterzogen haben. Als die Behörden später versuchten, das Geld einzutreiben, soll der Rapper seine Insolvenz vorgetäuscht haben. Nun droht Simmons eine Höchststrafe von 44 Jahren Gefängnis. Im Video gibt's eine kleine Erinnerungshilfe an die Musik des Rappers.
Mann ist in Geldautomat gefangen
Wie kann ein Mann in einem Geldautomaten gefangen sein, fragen Sie sich? Hier kommt die Auflösung: Ein Techniker sollte im US-Bundesstaat Texas in einer "Bank of America"-Filiale ein Türschloss austauschen. Und zwar an der Tür, die zu dem Raum direkt hinter den Geldautomaten führt. Also tauschte er das Schloss aus, dann kam er allerdings nicht mehr aus dem Raum heraus. Denn die Karte zum Schloss lag im Auto des Technikers, direkt neben seinem Handy. Was tun? Er rief um Hilfe. Leider nutze das nichts. Also kritzelte er seine Hilferufe auf einen Zettel und steckte ihn durch den Geldschlitz des Geldautomaten. Dummerweise hielten die Kunden den Zettel für einen Scherz. Doch ein Kunde rief dann doch die Polizei. Und die hörte dann auch die leisen Rufe des Eingesperrten und brachen die Tür auf. Der Techniker ist wohlauf.
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Schlagzeilen am Morgen
Rückschlag für Trumps Einwanderungsbann
Gegner des Einwanderungsdekrets von US-Präsident Donald Trump haben vor einem Bundesgericht im Bundesstaat Hawaii einen Teilerfolg errungen. Der Richter entschied, dass Großeltern, Enkel und andere Verwandte von in den USA lebenden Menschen von dem Einreiseverbot für die Bürger aus muslimischen Ländern ausgenommen werden müssten.
Kleinbus gerät in Gegenverkehr - acht Verletzte
Bei einem schweren Verkehrsunfall in Baden-Württemberg sind acht Menschen verletzt worden. Der Kleinbus eines 74-Jährigen war nahe Böblingen in den Gegenverkehr geraten und prallte dann mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Der Mann und seine fünf Begleiter - darunter zwei Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren - wurden verletzt. Der 73-jährige Fahrer des anderen Wagens und seine 71 Jahre alte Beifahrerin mussten ebenfalls ins Krankenhaus. Der Unfallverursacher soll ein gesundheitliches Problem gehabt haben, deswegen lenkte er den Wagen in den Gegenverkehr. Der Schaden beträgt rund 10.000 Euro.
Beyoncé zeigt ihre Zwillinge
Die 35-jährige Sängerin Beyoncé hat das erste offizielle Foto ihrer einen Monat alten Zwillinge veröffentlicht. In ihrem Instagram-Post gab sie auch gleich die Namen ihres Nachwuchses bekannt. Der Junge und das Mädchen heißen wohl Sir Carter und Rumi. Glückwunsch!
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Spanien stellt neuen Hitzerekord auf
In Spanien ist es derzeit ziemlich heiß. Gestern wurde in Montoro in der Provinz Cordoba ein neuer Temperaturrekord aufgestellt. Wie n-tv Meteorologe Björn Alexander weiß, zeigten die Thermometer dort 47,3 Grad Celsius an. Der alte spanische Rekord stammt vom 4. Juli 1994. Damals wurden in Murcia 47,2 Grad Celsius gemessen.
So will die Bahn künftig Verspätungen eindämmen
Falls Sie gleich in die Bahn steigen, könnte dies hier die News des Tages für Sie sein. Der Bahn-Konzern hat eine neue Idee ausgearbeitet, wie er künftig der Verspätungen Herr werden will. Dafür gibt es ab sofort eine neue Abteilung. Sie nennt sich "Lagezentrum Bau". Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla erklärt auch sodann, was es können soll: "Es hat die Aufgabe, die Baustellen für die Zukunft besser durchzuplanen und noch besser abzustimmen auf den Fahrplan." Erstmal beginnt die Abteilung mit 15 Mitarbeitern, sie soll aber auf 100 aufgestockt werden.
Während Sie auf dem Bahnsteig stehen und ungeduldig auf die Uhr blicken, habe ich noch diese Nachricht für Sie: So unpünktlich, wie es scheint, ist die Bahn gar nicht: Von den Fernzügen der Bahn waren im ersten Halbjahr 81,1 Prozent pünktlich. Im Vorjahreszeitraum waren es "nur" 78,4 Prozent. Da ist aber noch Luft nach oben!
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Armstrongs Mond-Proben werden versteigert
Beinahe wäre sie im Müll gelandet, nun soll sie ihrer Besitzerin Millionen einbringen: Eine Tasche, in der Neil Armstrong 1969 Proben von der Oberfläche des Monds gesammelt hatte, soll in New York versteigert werden. Nach Angaben von Sotheby's ist die Tasche das einzige Objekt der Apollo-11-Mission, das in Privatbesitz ist. Ihren Wert schätzt das Auktionshaus auf zwei bis vier Millionen Dollar. In der Tasche sammelte Armstrong Staub und Gesteinsproben des Monds.
Nach der Rückkehr auf die Erde ging die gesamte Ausrüstung der Mission dann an das Smithsonian Museum - außer der Tasche: Wegen eines Versehens bei der Inventarisierung landete sie in einer Box im Lyndon-B.-Johnson-Raumfahrtzentrum im texanischen Houston. Dessen Mitarbeiter wollten sie schon entsorgen, schenkten sie dann aber einem Sammler, der ein Raumfahrtmuseum in Kansas betrieb. Dieser wusste ebenso wenig wie seine Spender, um welchen Schatz es sich dabei handelte. 2015 ging der Beutel schließlich für 995 Dollar in den Besitz einer Rechtsanwältin über - die ihn wegen seiner dunklen Staubflecken von der Nasa untersuchen ließ. Die US-Raumfahrtbehörde bestätigte schließlich, dass es sich um Armstrongs Dekontaminierungsbeutel handelte.
Schleimaale sorgen für rutschigen Highway
Passend zu Frühstück möchte ich mit dieser Nachricht in den Tag starten: Im US-Westküstenstaat Oregon hat ein Lastwagen auf einem Highway seine Ladung verloren. Das wäre vielleicht nicht so schlimm, wenn die Ladung nicht aus drei Tonnen glitschiger Schleimaale bestanden hätte. Diese machten die Fahrbahn zu einer Rutschbahn. Vier nachfolgende Autos krachten auf der schmierigen Straße ineinander. Glücklicherweise wurden bei dem Unfall keine Menschen verletzt. Die Unfallstelle sieht nun allerdings ein bisschen aus wie in einem Horrorfilm. In Stresssituationen geben Schleimaale ein zähes Sekret ab. Schleimaale werden entlang der Küste von Oregon gefangen. Von dort aus geht ein Großteil der Fracht nach Südkorea, wo die Tiere als Delikatesse verspeist werden.
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Das wird heute wichtig
Frankreich feiert heute mit einer großen Militärparade seinen Nationalfeiertag. Ehrengast dieses Jahr: US-Präsident Donald Trump.
Ebenfalls in Frankreich gibt es heute am ersten Jahrestag des Lkw-Anschlags von Nizza eine Trauerzeremonie, die von Emmanuel Macron geleitet wird. Bei dem Anschlag waren 86 Menschen getötet worden.
In Berlin findet heute die konstituierende Sitzung des Amri-Untersuchungsausschusses statt. Das Gremium soll mögliche Behördenfehler im Umgang mit dem Attentäter Anis Amri unter die Lupe nehmen und klären, ob der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt hätte verhindert werden können.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist zu seinem Antrittsbesuch nach Österreich.
Schwedens Kronprinzessin Victoria wird heute 40 Jahre alt.
Bei der Tour de France wird heute die 13. Etappe bezwungen.
Mich lockt nun erst einmal der Duft von frischen Brötchen in die Küche. Mein Name ist Kira Pieper, ich versorge Sie heute mit allerlei Wissenswertem - und bin gleich zurück.
Es wird freundlich und trocken
Auch heute geht es mal wieder eher frisch in den Tag. Die Frühwerte liegen verbreitet bei um die 10 bis 15 Grad. Dafür ist es zu Beginn vielerorts freundlich und trocken. Einzig im Südwesten breiten sich schon am Vormittag erste Schauer aus. Später wird es dann generell im Nordwesten sowie im Südosten wechselhafter, teilweise auch gewittrig. Die Temperaturen: 17 Grad an den Alpen und bis maximal 25 Grad am Oberrhein. Der Start ins Wochenende bringt uns morgen dann eine ähnliche Temperaturspanne, bevor ab Sonntag der Sommer zurückkehrt.
Lesen Sie hier mehr zum Sommercomeback und zur Rekordhitze in Teilen von Südeuropa. Damit wünsche ich Ihnen einen schönen Tag und ein ebenso gutes Wochenende. Ihr Björn Alexander