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Hatten Hummeln im Hintern: Berry und Hanks.
Hatten Hummeln im Hintern: Berry und Hanks.(Foto: dapd)

Quälende Stunden bei "Wetten, dass..?": Berry und Hanks wollten abhauen

Die Katzenmütze auf dem Kopf, war US-Superstar Tom Hanks anzusehen, wie sehr er sich wunderte über den tieffliegenden deutschen Humor, ausgelebt bei "Wetten, dass..?". Nach einer ersten Schelte legt der Schauspieler jetzt nach - und spricht über seine Fluchtgedanken.

Das war nicht so ganz seine Rolle.
Das war nicht so ganz seine Rolle.(Foto: dpa)

Mehr als zehn Millionen Zuschauer sind eigentlich ein gutes Argument gegen Lästerattacken. Doch wie lange hält das Bollwerk der guten Quote? Bis Montag zeigte sich: Die Kritik am neuen "Wetten, dass..?"-Moderator Markus Lanz wächst nach seinem zweiten Auftritt. Die deutschen Medien nehmen den 43-jährigen Thomas-Gottschalk-Nachfolger stärker ins Visier als nach seiner Premiere. Und Showgast Tom Hanks, der sich über den Drei-Stunden-Marathon und dessen Qualität beklagt hatte, legte noch einmal nach.

Hanks, der mit Kollegin Halle Berry den Film "Cloud Atlas" bewerben wollte, sagte, sie dachten, diese lange Prozedur müsse so sein im deutschen Fernsehen. Sie wären wie auch Sänger Robbie Williams gern früher gegangen, wussten aber nicht, dass sie gedurft hätten. Sie seien froh gewesen über die Sandwiches und hätten versucht, sie heimlich zu essen, wenn die Kameras nicht zu ihnen schwenkten. Selbst der Kinder-Wettkandidat habe früher gehen dürfen. Am Vortag hatte Hanks noch in Interviews gesagt, in den USA würde der Verantwortliche für eine so lange TV-Show gefeuert. "Wenn das nicht Hochqualitätsfernsehen ist", fügte er ironisch hinzu.

Gerät Allzweckwaffe Lanz doch an seine Grenzen?
Gerät Allzweckwaffe Lanz doch an seine Grenzen?(Foto: dpa)

Das ZDF verteidigte sein Konzept, die Stars lange auf der Bank zu halten: "In der Vergangenheit war ein Kritikpunkt an der Sendung, dass die Hollywood-Stars meist nur kurz auf der Couch dabei waren und damit den Eindruck vermittelten, lediglich zu Promotion-Zwecken in der Sendung zu sein", sagte ein Sprecher. "Das neue 'Wetten, dass..?'-Konzept sieht vor, dass die Wetten im Mittelpunkt stehen und jeder prominente Wettpate eng mit seinem Wettkandidaten verbunden ist. Entsprechend waren die Anwesenheit und die Rollen von Halle Berry und Tom Hanks klar definiert. Von einer Verstimmung bei Tom Hanks und Halle Berry war auch nach der Sendung nichts zu spüren."

"Cindy aus Marzahn" kommt wieder

Doch die Kritiker ließen keine Ruhe: Irgendjemand beim ZDF müsse auf die Idee gekommen sein, die US-Stars "mit den Abgründen deutscher Humor-Provinzialität und niederschmetternder Piefigkeit zu konfrontieren", schrieb etwa die "Frankfurter Rundschau". Und n-tv.de beobachtete eine gelangweilte Halle Berry.

"Einen Overkill an Prominenz" stellte der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz fest. Für ihn habe Moderator Lanz "keinerlei Ausstrahlung". Er bleibe "an seinen Zetteln hängen, seine Fragen werden immer peinlicher", sagte der Experte. Aber immerhin: "Wetten, dass..?" sei ja die Familienshow schlechthin, und wenn so viele Menschen einschalteten, dann müsse alles richtig gelaufen sein.

"Die Sendung soll immer wieder überraschend sein", hieß es ergänzend vom ZDF. Hinsichtlich der Zukunft von Cindy aus Marzahn ergänzte der Sendersprecher: "Verträge mit Cindy werden von Sendung zu Sendung geschlossen." Die ist mit Sicherheit am 8. Dezember in Freiburg dabei. In Bremen wurde sie am Samstag von Atze Schröder ersetzt.

Quelle: n-tv.de

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