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(Foto: imago/Landmark Media)

"Ein persönliches Anliegen": Colin Farrell kämpft für Schwulenrechte

Ja zur Homo-Ehe? Im Frühjahr dürfen die Iren abstimmen. Ein prominenter Landsmann findet schon lange, dass gleichgeschlechtliche Paare Heiraten dürfen sollten: Schauspieler Colin Farrell. Er hat dafür ganz persönliche Gründe.

Schauspieler Colin Farrell setzt sich in seinem Heimatland Irland für die Rechte von Homosexuellen ein. Dafür hat er auch einen ganz persönlichen Grund: Sein Bruder Eamon ist nämlich schwul. Die irische Zeitung "Sunday World" veröffentlichte einen Brief des 38-Jährigen, indem er an die irische Bevölkerung appellierte, sich für die gleichgeschlechtliche Ehe einzusetzen.

In seinem Brief erinnert sich Farrell daran, wie sein älterer Bruder als Kind dafür gehänselt wurde, anders zu sein. "Mein Bruder Eamon hat es sich nicht ausgesucht, schwul zu sein", schreibt er. "Ja, er hat sich ausgesucht, Eyeliner in der Schule zu tragen und das war vermutlich nicht die pragmatischste Reaktion auf die täglichen Qualen, die er von seinen Mitschülern erfahren hat." Sein Bruder sei stets stolz darauf gewesen, wer er war, führt Farrell aus. "Stolz und aufmüpfig und - natürlich - provokativ."

Weil es ihm in Irland verboten ist, zu heiraten, hat Eamon demnach seinen Mann Steven in Kanada geheiratet. "Deswegen ist mir das ein persönliches Anliegen", erklärt Farrell. "Die Tatsache, dass mein Bruder Irland verlassen musste, damit sein Traum, verheiratet zu sein, wahr werden konnte, ist wahnsinnig."

Irland hat bereits einen großen Schritt in Richtung Homo-Ehe gemacht. Im Frühjahr darf die Bevölkerung über die Einführung abstimmen. Laut einer Umfrage der "Irish Times" wollen 67 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja stimmen.

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Quelle: n-tv.de

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