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"Will nicht mehr Teil des Landes sein" : Depardieu ätzt wieder gegen Frankreich

Als Franzose fühlt sich Gérard Depardieu schon lange nicht mehr. Immer wieder ätzt der Filmstar gegen sein Heimatland. Diesmal droht er, die Verbindungen zu Frankreich endgültig zu kappen. In seiner Neu-Heimat Russland möchte er allerdings auch nicht mehr leben.

Gérard Depardieu teilt mal wieder gegen seine französische Heimat aus.
Gérard Depardieu teilt mal wieder gegen seine französische Heimat aus.(Foto: imago/UPI Photo)

Filmstar Gérard Depardieu stänkert mal wieder gegen Frankreich - und droht, seiner Heimat endgültig den Rücken zuzukehren. "Ich glaube, ich werde in Frankreich alles verkaufen", sagte der 66-jährige "Obelix"-Darsteller dem französischen "TV Magazine". "Ich will nicht mehr Teil dieses Landes sein."

Der Schauspieler, der mit Filmen wie "Green Card" und "Cyrano de Bergerac" Weltruhm erlangte, besitzt mehrere Weingüter und Restaurants in Frankreich. Auf die Frage, was genau er verkaufen wolle, antwortete er: "Ich sage Ihnen doch: alles!" Er sei "nicht einverstanden", wie in Frankreich mit Steuergeldern umgegangen werde. "Ich will einfach nur noch weg aus diesem Land."

Der Filmstar hatte Ende 2012 ein Haus in Belgien gekauft, um einem in Frankreich drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent zu entkommen. Im Januar 2013 nahm er außerdem die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Präsident Wladimir Putin persönlich angeboten hatte.

Depardieu hat seitdem einen Wohnsitz in Russland und singt immer wieder ein Loblied auf Putin. Er pflegt auch gute Kontakte zum autoritären weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Im Juli ließ sich Depardieu von Lukaschenko beibringen, wie man mit einer Sense mäht.

Er wolle bald in Weißrussland wohnen, sagte Depardieu nun "TV Magazine". "Bei den Bauern, weil es schön ist, und weil der Präsident ein sympathischer Mann ist." Westeuropa dagegen entwickle sich in eine Richtung, die ihm gar nicht gefalle: "Mit den Regierungschefs in Frankreich, in Italien, in Deutschland... Ich mag das nicht!"

Quelle: n-tv.de

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