Unterhaltung
Vor dem Wandgemälde von David Bowie in Brixton stapeln sich die Blumen.
Vor dem Wandgemälde von David Bowie in Brixton stapeln sich die Blumen.(Foto: imago/Xinhua)

Die Glocken läuten "Space Oddity": Die schönsten Tributes an David Bowie

Die Nachricht von David Bowies Tod hat Millionen Menschen auf der ganzen Welt tief betroffen gemacht. Vielerorts gedenken die Fans dem Musiker auf ganz spezielle Weise - nachdenklich, imposant oder auch einfach nur unterhaltsam.

"Sein Tod war nicht anders als sein Leben - ein Kunstwerk": Mit diesen Worten bestätigte Produzent Tony Visconti auf seinem Facebook-Account, dass David Bowie sein erst am Freitag erschienenes Album "Blackstar" ganz bewusst als seinen Abschied konzipiert hat. "Er machte 'Blackstar' für uns, es ist sein Abschiedsgeschenk. Ich wusste seit einem Jahr, dass es so kommen würde. Bereit dafür war ich aber nicht. Er war ein außerordentlicher Mensch, voller Liebe und Leben. Er wird immer mit uns sein. Ich glaube, jetzt ist es Zeit, zu weinen."

Passend hierzu wählte Bowie als letzte Veröffentlichung an seinem 69. Geburtstag das Lied "Lazarus" aus. Dessen erste Song-Zeile lautet: "Schaue nach oben, ich bin im Himmel". Im Video dazu liegt Bowie in einem Krankenhausbett, am Ende verschwindet er in einen dunklen Schrank. Der Titel "Lazarus" bezieht sich auf die biblische Figur, die vier Tage nach ihrem Tod durch Jesus wiedererweckt wurde.

Von Utrecht bis ins All

So wie der Musiker den Fans mit "Blackstar" noch einmal eine Freude bereiten wollte, so bereiten die Menschen auf der ganzen Welt - und sogar im All - auch ihm auf ihre Art und Weise Abschiedsgeschenke. Allein in den ersten Stunden nach Bowies Tod wurden bei Twitter nahezu 4,5 Millionen Tweets in Gedenken an den Sänger abgesetzt. Doch manche Menschen ließen sich noch etwas mehr einfallen, um dem verstorbenen Briten Respekt zu zollen. Im niederländischen Utrecht etwa spielten die Glocken des Doms Bowies Hit "Space Oddity":

Auch im britischen Hertfordshire hüllte man mit "Life On Mars" einen Bowie-Klassiker in ein sakrales Gewand. Hier setzte sich dazu allerdings der Organist Nicholas Freestone an die Orgel:

In Brixton, dem Geburtsort von David Bowie, versammelten sich Hunderte Menschen spontan, um ihrer Trauer über den Tod ihres Idols Ausdruck zu verleihen. Auf offener Straße sangen sie sich so ziemlich durch das halbe Repertoire des Musikers:

 

Mitarbeiter der Londoner Verkehrsbetriebe funktionierten in der U-Bahn Station East Finchley kurzerhand eine Hinweistafel um. Dort, wo normalerweise Hinweise auf Störungen oder Zugausfälle vermerkt werden, stand nun das "Zitat des Tages": "Ich weiß nicht, wohin ich von hier aus gehe, aber ich verspreche, es wird nicht langweilig" - eine berühmte Aussage David Bowies:

Das Model Hayett McCarthy nutzte ihren Auftritt bei einer Burberry-Modenschau in London, um die Gäste nicht nur auf ihre Kleidung aufmerksam zu machen. Sie schrieb sich kurzerhand "Bowie" auf ihre Handinnenflächen:

Model Hayett McCarthy
Model Hayett McCarthy(Foto: REUTERS)

 

Etwas großflächiger ging der Street-Art-Künstler Victor Fraser in Toronto zu Werke. Er schrieb Bowies Namen mal eben in großen Lettern auf die Straße:

 

Im Netz macht seit Bowies Tod erneut ein Video des kanadischen Astronauten Chris Hadfield die Runde. Dieses hatte er bereits 2013 während eines Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation ISS gedreht und zur Erde gesendet. Es ist die vielleicht ultimative Ode an Bowie - "Space Oddity" im All:

 

Ein ganz besonderes Tribute an David Bowie steht unterdessen noch aus. Am 31. März werden verschiedene Musiker in der New Yorker Carnegie Hall ihm zu Ehren ein Konzert spielen. Mit dabei soll unter anderem Cindy Lauper sein. Die Tickets für das Event gingen bereits am Montag in den Verkauf - und waren binnen kürzester Zeit weg.

David Bowie war am Sonntag, den 10. Januar, für viele völlig überraschend gestorben. Er erlag nach 18 Monaten Kampf dem Krebs. Wie inzwischen bekannt wurde, hatte er Leberkrebs.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen