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Erlag mit 56 Jahren dem Krebs: Grant Hart.
Erlag mit 56 Jahren dem Krebs: Grant Hart.(Foto: imago/ZUMA Press)
Donnerstag, 14. September 2017

Wegbereiter des Grunge: Drummer von Hüsker Dü erliegt dem Krebs

Den ganz großen kommerziellen Erfolg konnten Hüsker Dü nie feiern. Doch Fans von Alternative-Musik sind sie ein Begriff. Schließlich galten sie als enorm einflussreich, nicht zuletzt für den Grunge. Nun ist ihr Schlagzeuger und Songschreiber Grant Hart gestorben.

Grant Hart, Songschreiber und Schlagzeuger der US-Punkband Hüsker Dü, ist tot. Harts früherer Bandkollege Bob Mould, mit dem Hart die Band 1979 zusammen mit Bassist Greg Norton gegründet hatte, bestätigte Harts Tod auf Facebook.

"Grant Hart war ein begabter bildender Künstler, ein wundervoller Geschichtenerzähler und ein beängstigend talentierter Musiker", schrieb Mould. Die Band veröffentlichte bei Facebook ein unkommentiertes Foto Grants.

Einem Bericht des Magazins "Variety" zufolge starb der Musiker im Alter von 56 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Zusammen mit Bands wie R.E.M. lenkten Hüsker Dü Rock'n Roll in den 1980er-Jahren in eine neue Richtung. Die Musik der in Minneapolis (Minnesota) gegründeten Band wurde zur Blaupause für eine Mischung aus Punk und Pop, die in den 1990er-Jahren den Mainstream erreichte. Nach ihrem Vorbild gelang es Bands wie Nirvana und den Pixies, mit großen Labels erfolgreich zu sein, ohne die kreative Kontrolle über ihre Musik dabei aus der Hand zu geben.

Von Hüsker Dü zu Nova Mob und Solowerken

Die Karriere der Band wurde von Drogenproblemen überschattet. So kämpfte Hart mit einer Heroinsucht. Mould, der sich das Songwriting mit Hart teilte, war von Amphetaminen und Alkohol abhängig. In der Band kam es zu Differenzen, die 1987 zur Auflösung der Gruppe führten. Hart betätigte sich in der Folge als Solokünstler und gründete die neue Formation Nova Mob. Einen ähnlichen Weg schlug Mould ein, der ebenfalls Solopfade beschritt, zwischendurch aber auch die Band Sugar initiierte, die 1992 laut "New Musical Express" mit "Copper Blue" das "Album des Jahres" vorlegte. Norton hingegen verließ alsbald das Musikgeschäft und eröffnete ein Restaurant.

Hüsker Dü veröffentlichten insgesamt sechs Studio-Alben, darunter zwei Doppel-Alben. Werke wie "Zen Arcade", "New Day Rising", aber auch das letzte Hüsker-Dü-Album "Warehouse: Songs And Stories" gelten als Klassiker.

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Quelle: n-tv.de

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