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Kristina Deininger schlug sich beim Zocker-Special noch am besten: Die Radiojournalistin holte 125.000 Euro.
Kristina Deininger schlug sich beim Zocker-Special noch am besten: Die Radiojournalistin holte 125.000 Euro.

Jagd auf zwei Millionen bei Jauch: Jauchs Abi-Note und das sauberste Haustier

Von Nina Jerzy

Günther Jauchs Abi-Note? Nicht wie erwartet. Die Erinnerungen an sein Dasein als Katzenhalter? Ganz schön verklärt. Für all das bleibt Zeit. Denn trotz Leon Windscheid kommt beim "Wer wird Millionär?"-Zocker-Special mit zwei Millionen Euro Höchstgewinn kaum Spannung auf.

Das war nicht so doll. Gigantische zwei Millionen Euro hätten die Sieger beim Zocker-Special von "Wer wird Millionär?" mit nach Hause nehmen können. Das wäre der höchste Gewinn in der 16-jährigen Geschichte der RTL-Sendung gewesen. Richtig Spannung kam bei diesen Kandidaten am Montagabend aber nie so wirklich auf. Macht nichts. Dafür hatten die Zuschauer ausgiebig Gelegenheit, mehr faszinierende Details aus dem Leben Günther Jauchs zu erfahren. Der gewiefte Ratefuchs war in der Schule doch bestimmt ein: A) Streber, B) Schlaumeier, C) Besserwisser, D) erste-Reihe-Sitzer? Denkste.

Das war "Wer wird Millionär?"

An dieser Auswahlfrage scheiterten alle:

"Schauen Sie mit weidmännischem Kennerblick Hirsch, Fuchs, Wildschwein und Feldhase aufs Hinterteil: A) Wedel, B) Pürzel, C) Blume, D) Lunte" (Auflösung unten)

Jauch-Weisheit:

"Wenn (die Beine) beim Rollator baumeln, haben Sie irgendwas bei der Einstellung falsch gemacht."

Kurioses aus der WWM-Historie:

Heiner Keilholz hatte am 2. Dezember 2006 nicht den blassesten Schimmer, was scherzhaft als Nuckelpinnen bezeichnet wird. Er tippte bei der 300-Euro-Frage auf Bierflaschen. Richtig waren allerdings Autos. Ergebnis: Null Euro.

(Lösung: A, D, B, C)

Haken wir mal schnell die Kandidaten ab. Vier von acht kamen während des zweistündigen Specials auf den heißen Stuhl, was bereits auf die insgesamt magere Gewinnbilanz hindeutet. Die höchste Summe erspielte sich die bayerische Radiojournalistin Kristina Deininger mit 125.000 Euro. Benedikt Wetzel aus Hagen schaffte es immerhin auf 32.000 Euro. Die anderen zwei Kandidaten mussten sich mit jeweils 1.000 Euro begnügen.

Von Hamsterkraut und Katzenlanzen

Dabei hatte ihnen RTL die Sache eigentlich ziemlich einfach gemacht. Beim Zocker-Special dürfen bis einschließlich Frage neun keine Joker genommen werden. Braucht ein total verzweifelter Kandidat vor der 16.000-Euro-Frage doch eins der Hilfsmittel, verfallen die übrigen drei Joker. Bis zu dieser magischen Schwelle waren die Aufgaben am Montagabend deutlich einfacher als sonst. Wann gäbe es sonst schon für immerhin 8.000 Euro eine so simple Frage wie diese? "Was kann man für die betreffenden Haustiere im Fachhandel kaufen: A) Hundebäume, B) Katzengras, C) Sittichblumen, D) Hamsterkraut."

Die Frage für Deininger veranlasste den ehemaligen Katzenbesitzer Jauch immerhin zu dieser enthusiastischen, wenngleich gewagten Aussage: "Jetzt breche ich echt mal 'ne Lanze für Katzen. Katzen sind für meine Begriffe wirklich die saubersten Haustiere, noch vor Goldfischen." Solange Goldfische aber ihren Mageninhalt nicht auf den Teppich spucken, dürfte sich der Moderator da etwas verrannt haben. Schließlich ist seine Katze extra für diese Aktivität von der Terrasse ins Haus gekommen und hat in "85 Prozent" der Fälle geflissentlich Parkettboden oder Fliesen ignoriert.

Jauch ist die rote Laterne los

Was gäbe es noch zu berichten? Ach so, Neu-Millionär Leon Windscheid hat den Kandidaten hinter den Kulissen Tipps gegeben. Der gesamte Montag war von RTL zum "Leon-Day" ausgerufen worden. Selbst blicken ließ sich der jüngste WWM-Sieger in der Rateshow allerdings nicht. Die erfolgreichste Kandidatin des Abends war nicht so angetan von den Hilfestellungen des 27-Jährigen. "Kann man alle vergessen", meinte Deininger. Der Zweitplatzierte Benedikt Wetzel fand die Ratschläge wenigstens noch ganz okay. Über seine letzte Frage kamen der kaufmännische Angestellte und Jauch noch auf Abi-Noten zu sprechen. Wetzel rückte schließlich mit seinem Durchschnitt von 3,6 raus. "Da gebe ich die ewige rote Laterne mit Glückwunsch nach Hagen. Ich hatte 3,1", erwiderte Jauch.

Diese Woche gibt es endlich mal wieder am Freitag ein WWM-Wiedersehen – dieses Mal mit einem Überraschungs-Special, "auf das Sie sich wirklich freuen können", wie der Moderator versprach. Glauben wir, schließlich gab es letztes Mal die beschwipste Braut.

Quelle: n-tv.de

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