"Nett ist der eigentlich nicht"Jetzt wird der Henssler gegrillt

Okay, für Eierkuchen ist Steffen Henssler sicher Spezialist. Aber auch für Friede und Freude? Wenn man seinen Ex-Jury-Kollegen bei "Grill den Henssler" glaubt, wohl eher nicht. Nachdem der TV-Koch die Show geschmissen hat, treten sie nun nach.
Knapp zwei Wochen sind vergangen, seit die Nachricht vom Aus der Vox-Show "Grill den Henssler" die Runde machte. Viel wurde über die Gründe gemunkelt, weshalb Steffen Henssler, Sternekoch und Gastgeber der Sendung, das Handtuch schmiss. Hinter den Kulissen habe es oft gekracht, hieß es da etwa. Unter anderem soll der 44-Jährige mehrfach mit den Gästen, die ihn an den Kochtöpfen besuchten, unzufrieden gewesen sein.
Doch anscheinend waren sich auch Henssler und zumindest manche seiner Jury-Kollegen nicht gerade grün. Anders sind die deutlichen Worte, die einige Ex-Juroren nun finden, nicht zu erklären. Auch wenn Nachtreten nicht gerade die feine englische Artist, sahen sich jetzt Sommelière Natalie Lumpp und der ansonsten doch stets ach so gemütliche Gourmet Reiner Calmund zum Lästern genötigt.
"Er kann harsch werden", sagte Lumpp dem Magazin "OK!". Und sie wurde noch deutlicher: "Nee, nett ist der eigentlich nicht. Backstage ist er nicht wirklich der Lockere." Auch Calmunds Worte, die die Zeitschrift zitiert, klingen nicht gerade freundlich: "Steffen ist krankhaft ehrgeizig und hat eine große Klappe."
"Sympathisch und willensstark"
An Henssler mag das abperlen. Schließlich ist seit Mittwoch offiziell bekannt, dass er einen neuen dicken Fisch an der Angel hat: Er wird Nachfolger von Stefan Raab in dessen einstigem Parade-Format "Schlag den Raab". Ab September darf er unter dem Motto "Schlag den Henssler" bei ProSieben beweisen, dass er mehr drauf hat als nur eine große Klappe.
Und Hensslers neuer Arbeitgeber scheint auch einen anderen Eindruck von ihm zu haben als dessen ehemalige Mitstreiter in der Koch-Show. Mit Henssler habe man einen "sympathischen und zugleich willensstarken Spieler, der sich jeder Herausforderung stellt" gefunden, ist sich ProSieben-Chef Daniel Rosemann sicher.