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Georgina Fleur und Fiona Erdmann: keine Liebe fürs Leben.
Georgina Fleur und Fiona Erdmann: keine Liebe fürs Leben.

Spritzlippe Allegra Curtis flennt sich raus: Luder-Schlacht bricht endlich aus

Von Thomas E. Schmitt

"Sie ist eine Bitch" und "geht über Leichen": Der Ton im australischen Dschungelcamp ähnelt inzwischen dem deutschen Büro-Alltag. Die Stimmung ist zum Zerreißen gespannt. Vor allem Fiona Erdmann und Georgina Fleur fahren die Krallen aus. Unterdessen ist der Zuschauer endlich Allegra Curtis los.

Potzblitz und dreifach Krötenschleim – Allegra Curtis muss gehen. Das Endergebnis des Geschlechtsverkehrs zwischen Tony Curtis und Christine Kaufmann hat die Dschungelcamp-Zuschauer endlich davon überzeugt, dass sie nach Hause will. Mitfühlend, wie die RTL-Meute so ist, hat sie dem Begehren stattgegeben. Das Traurige an der Sache ist nicht, dass Allegra geht. Es ist, dass Iris Klein noch bleibt. Zumindest einen Tag.

Tageswertung

Held:
Fionas Freund, der ihr geschrieben hat, worum es im Dschungel wirklich geht

Nervensäge:
Joey Heindle, sein Hin und Her ist ganz schön anstrengend

Most sexy:
Georgina Fleur, sie hat die Haare schön

Bester Spruch:
Joey Heindle über Olivia Jones mit "Sie ist sehr groß, und die Tiere haben Angst vor ihr"

Höchster Wahrheitsgehalt:
Arno Funke mit "Der Dschungel war schon schlimmer als der Knast"

Zurzeit Favorit:
Olivia Jones, Georgina Fleur

Härteste Konkurrenz:
Fiona Erdmann, Claudelle Deckert

Total unauffällig:
Claudelle Deckert, Patrick Nuo

Rausgeflogen:
Allegra Curtis

Heulsuse Curtis nutzte noch kurz zuvor den Auszug von Ödling Arno Funke für eine Bewerbung um den Rausschmiss. Sie flennt wie eine Zwölfjährige, deren dämliches Pony von einem Spekulanten vergiftet wurde, der auf dem Gelände des Reiterhofes ein Vier-Sterne-Hotel eröffnen will. Mit Wellness-Zone und anschwimmbarer Pool-Bar. Jedenfalls wäre sie selbst doch so gerne abgedüst, zurück nach Hollywoodland, wo das Prozac auf den Bäumen wächst und sogar der zerfledderte, zitternde Crack-Dealer an der Ecke gerne mal ein oberflächliches Schwätzchen hält. Und sie sei auch traurig, dass ausgerechnet Arno nun weg ist. Das überrascht natürlich. Zur Erinnerung: Ihre Frage, ob er was Nettes über sie sagen könnte, beantwortete er völlig korrekt mit einem kurzen, knappen, aber wahren Nein.

Im Dschungeltelefon sieht es schließlich fast so aus, als würden ihre Tränen direkt wieder in ihren ungemachten Lippen verschwinden. Jedenfalls entwickelt sie im Zustand hemmungsloser Traurigkeit über dem Kinn zwei Schläuche, mit denen im Notfall glatt ein Auto-Behelfsrad zu füllen wäre.

Arno hat sich da längst schon vom Acker gemacht – zur Freude der Krähen. Er gibt beim Wiedersehen-Sagen den Lockeren. "Wer ist denn jetzt hier der Erziehungsberechtigte, wenn ich weg bin?", versucht er den perfekten Witz. Und den Mienen der Umstehenden ist die Antwort förmlich von den Stirnen abzulesen: Jede vom Blitz getroffene Nordmann-Tanne ist ein besserer Erziehungsberichtigter als du, Onkel Dagobert. Und jetzt hau endlich ab! Applaus, als er das macht.

"Das hat voll gezogen"

Iris hat unterdessen Rücken. Natürlich nicht einfach so, nein, nein. Als sie in der Dschungelprüfung "Känguru des Grauens" nach dem Prinzip des Bull-Ridings mit der Stärke eines durchschnittlichen Vibrators durchgerüttelt wird, fällt die nach eigenen Angaben grandiose Western-Reiterin doch tatsächlich auf eine ganz gemein betonharte Sportmatte. Vorher hing die Katzenberger-Mutti noch wie eine nasse Socke auf dem Riesenschwanz des Plastik-Tieres. Für den Plumpssack aus Ludwigshafen war das wohl so etwas wie Sex, für den geneigten Zuschauer ist es einer dieser Momente, die sich tief ins Gedächtnis brennen und nachts als frostiger Alptraum wiederkehren. Unten angekommen, verbraucht sie alle "aaaaaaah" und "uuuuuuuuh", die der Buchstabenladen an der Ecke so hergibt. "Das hat mir voll in den Rücken gezogen", jammert sie, als wäre gerade etwas Schlimmes passiert. "Das war so ein harter Ruck". Ja, nee, ist klar. Wenn der Bus bremst, ist das auch ein harter Ruck. Oder wenn einem ein Marienkäfer vor die Stirn fliegt.

So ist es, wenn Iris Klein oben liegt.
So ist es, wenn Iris Klein oben liegt.

Sänger Nuo muss die Sache schließlich beenden. Er darf Iris' Part übernehmen – und holt noch den letzten möglichen Stern. Gesamtergebnis: sieben Sterne. Dafür gibt es vier Wallaby-Schenkel, zwei Mini-Kürbisse, einen Rettich, eine Flügelgurke, sieben Kaugummifrüchte und vier Limetten-Finger. Daraus könnte Johann Lafer sicher was Feines kochen. Die Dschungelpfeifen kriegen da sicher nur braune, klebrige Pampe heraus.

By the way: Nachdem Giftspritze Iris, die als einzige Frau auf der Welt mit Indianer-Zöpfen nicht niedlich aussieht, ihre unappetitlichen Mutti-Tüten im Camp-Tümpel freigelegt und den Breitbild-Kameras gezeigt hat, sind ihre Schmerzen schlagartig verschwunden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Natürlich hat das australische Urwald-Wasser durch die Mischung seltsamer Pflanzen das Potenzial für Wunderheilungen. Und das ist hier natürlich wirksam geworden. Ist doch klar.

Tief in der Nacht kommt der Postbote zu den Dschungeleros. Selbst die Mücken haben sich da schon in die Heia geknallt. Es gibt Briefe von den Lieben. Oh je, denkt sich der geneigte Zuschauer und bereitet sich mental auf eine Pinkelpause vor, jetzt wird es hardcore. Und tatsächlich: Vor allem das Schreiben an Flitzpiepe Joey ist eine echte Nervenprobe. "Dich im Fernsehen zu sehen, gibt mir Kraft", schreibt Frau Flitzpiepe zum Erstaunen all derer, die angesichts der DSDS-Tröte ihre ganze Kraft beim Lachen verlieren, Das Bravo-Girl namens Jacky schreibt weiter: "Wir werden nie wieder getrennt sein." Joey, ganz charmant, reagiert mit "Darauf kannst du einen lassen!" Ein echter Frauen-Versteher, keine Frage. Markige Männersprüche übers Furzen hört die Damenwelt wirklich sehr, sehr gerne.

Allegra bricht angesichts eines krakeligen Briefchens ihres Sohnes schon wieder in Heulkrämpfe aus. Auf dem Papier sind grobe, schlecht gezeichnete Buchstaben zu erkennen. Irgendwas mit "Miss you". Herrgott, da wird das nächste Weichei groß! Wenn sie nach Hause kommt, und das wird sie ja ganz bald, sollte sie den Sechsjährigen umgehend ins Boot-Camp, mindestens aber zu einem Zeichenkurs mit Waterboarding schicken.

Der Höhepunkt der Briefeshow ist dann aber das Geschreibsel an Fiona. Das hat nun wirklich Zündstoff. Wobei nicht gemeint ist, dass ihr Muttchen die Brechbohne "Mullemaus" nennt, was an sich natürlich schon eine bestrafungswürdige Katastrophe ist. Nein, ein gewisser Gerome schreibt der dauerbrechenden Top-Model-Niete, dass es immer noch ihre Aufgabe sei, "das Sams mit Haarverlängerung zu eliminieren." Zu Recht fühlt sich Georgina Fleur angemacht. Die Beschreibung passt ja auch gar nicht schlecht auf sie. Während das Erdmännchen große Mühe hat, mittels unbeholfener Ausflüchte wie "Keine Ahnung, was er da geschrieben hat" von dem ungeplanten Frontalangriff abzulenken, macht Frau Fleur schon mal die Waffen scharf.

Im Dschungeltelefon, in dem alles matschig ist von dem Geheule der Curtis, dreht sie auf: "Sie ist eine Bitch!" Gerade erst habe sie ihre Meinung über Fiona geändert – und nun das. "Die geht über Leichen", resümiert die dralle Schnitte mit den 100-Gramm-Implantaten.  "Sie will die Krone holen", stachelt Olivia ihre kleine Sklavin an – ganz so, als wäre das ein Verbrechen. Dem geneigten Zuschauer bleibt da längst der Mund offen stehen, die Kehle ist schon ganz trocken. Der gigantische Zickenkrieg ist endlich am Start.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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