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Williams hatte immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen und litt zuletzt an Depressionen.
Williams hatte immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen und litt zuletzt an Depressionen.(Foto: picture alliance / dpa)

Weltweite Anteilnahme: Robin Williams ist tot

Der Hollywoodstar und Komiker Robin Williams ist tot. Der 63-Jährige nahm sich offenbar das Leben. Der Schauspieler litt an schweren Depressionen. Freunde und Kollegen zollen dem Oscar-Preisträger Tribut.

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Er war einer der bekanntesten und beliebtesten Hollywoodstars, der unfassbar wandlungsreich und dennoch immer wiedererkennbar war: Robin Williams, der Oscar-Preisträger, der Außerirdische, Kindermädchen, Lehrer, Soldaten, Präsidenten, Bettler, Ärzte und vieles anderes mehr immer ein bisschen verrückt spielte, ist tot. Der 63-Jährige nahm sich offenbar das Leben.

"Heute Morgen habe ich meinen Ehemann und meinen besten Freund verloren und die Welt einen ihrer beliebtesten Schauspieler und liebenswürdigsten Menschen", schrieb Williams Frau Susan Schneider. "Mein Herz ist völlig gebrochen." Er war mit der Grafikdesignerin seit Oktober 2011 verheiratet. Es war seine dritte Ehe.

Als einer der ersten würdigte US-Präsident Barack Obama den Schauspieler: "Er brachte uns zum Lachen. Er brachte uns zum Weinen. Er schenkte sein unermessliches Talent großzügig allen, die es am meisten brauchte - von unseren Soldaten im Ausland bis zu den Ausgestoßenen auf unseren Straßen", erklärte Obama an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard.

Hollywood ist untröstlich

Ganz Hollywood reagierte mit Schock und Trauer: "Er war ein Freund und ich kann es nicht fassen, dass er von uns gegangen ist", teilte Star-Regisseur Steven Spielberg mit. Er hatte Williams 1991 für den Film "Hook" vor die Kamera geholt. Oscar-Preisträger Morgan Freeman bekundete seine Trauer auf Twitter: "Er ist weggegangen, aber er wird nie vergessen sein." Der Komödiant Steve Martin würdigte Williams in einem Tweet als "Mensch, großartiges Talent, Schauspielkollege und eine aufrichtige Seele". Er sei "untröstlich", twitterte auch Danny DeVito.

Trauer um Robin Williams auch auf dem "Walk of Fame" in Hollywood.
Trauer um Robin Williams auch auf dem "Walk of Fame" in Hollywood.(Foto: AP)

"Robin Williams hat die Welt ein kleines bisschen besser gemacht", schrieb Hollywood-Komiker Steve Carell bei dem Kurznachrichtendienst. Oscar-Preisträger Jared Leto würdigte seinen Kollegen als "mutigen Künstler". "Du hast uns beigebracht, auf der Kante zu stehen, ohne Angst zu leuchten", schrieb Leto auf Twitter.

Ellen DeGeneres bekundete tiefe Trauer und Schock. "Er hat so vielen Menschen so viel gegeben", sagte die Talkshow-Moderatorin in einem Tweet. Sie könne die Nachricht von Williams' Tod kaum ertragen, twitterte Sängerin Miley Cyrus. Nie zuvor hätte sie jemandem nachgeweint, den sie nicht persönlich kannte. Sie könne einfach nicht aufhören, bekundete die 21-Jährige.

Williams zählte zu Hollywoods wenigen Comedy-Talenten, die gleichzeitig auch Tiefgang zeigen können. Nur kurze Zeit hielt der Chicagoer an seinem Ziel fest, Politikwissenschaften zu studieren, dann setzte sich die Liebe zum Theater durch. An der berühmten Juilliard-Schauspielschule in New York lernte er sein Handwerk, an der Seite seines guten Freundes, des späteren "Superman" Christopher Reeve.

Zwischen Abgründen und Heiterkeit

Er machte immer das, was er ganz zum Anfang gemacht hatte: Stand up Comedy. Alle seine Rollen hatten einen Hauch des Kleinkünstlers, wie sie in Parks und in kleinen Clubs auftreten. Eines sehr guten Kleinkünstlers allerdings. Als er den Außerirdischen "Mork vom Ork" spielte, machte er so viele Faxen jenseits des Drehbuchs, dass man ihm einfach leere Zeilen ließ. Das war typisch Robin. Einer der Robins.

Szene aus "Good Morning Vietnam".
Szene aus "Good Morning Vietnam".(Foto: AP)

Denn obwohl man den Schauspieler mit der markanten Nase und dem ebenso markanten Kinn immer wiedererkannte, war er zugleich wandlungsfähig wie wenige andere. Kein Wunder, dass er für "Good Morning, Vietnam" (1987), "Der Club der toten Dichter" (1989) und "König der Fischer" (1991) dreimal für den Oscar nominiert wurde. Er bekam Hollywoods höchste Ehre 1998 schließlich ausgerechnet als Nebendarsteller und ausgerechnet für ein Drama: In "Good Will Hunting" spielte er, bärtig und ungewohnt still, einen einfühlsamen Psychotherapeuten, der einem jungen Genie (Matt Damon) aus dem Arbeitermilieu den Weg weist.

Zwar nannte "Entertainment Weekly" ihn 1997 den "lustigsten Menschen der Welt". Doch er konnte auch anders. In "Zeit des Erwachens" (1989) half er als Arzt einem an einer seltenen Krankheit leidenden Patienten, gespielt von Robert De Niro. Für Terry Gilliam trat er in dem Großstadtmärchen "König der Fischer" (1991) als verrückter und belesener Obdachloser vor die Kamera. In dem Thriller "Insomnia" unter der Regie von Christopher Nolan liefert er sich als Mörder mit einem Detektiv (Al Pacino) ein Katz-und-Maus-Spiel. In dem Psychothriller "One Hour Photo" sorgte Williams als labiler Einzelgänger für Gänsehaut.

Jahrzehntelange Alkoholprobleme

2006 bekannte sich Williams öffentlich zu seinen Alkoholproblemen, legte eine Drehpause ein und ging in Behandlung. Er sei 20 Jahre trocken gewesen, habe jetzt aber wieder mit dem Trinken begonnen, sagte er damals. Nach seinem plötzlichen Erfolg als Fernsehkomiker Ende der 1970er-Jahre hatte er nach eigenen Angaben reichlich Kokain und Alkohol konsumiert, damit aber aufgehört, nachdem sein Freund John Belushi 1982 einen frühen Drogentod starb.

2009 musste sich Williams einer Herzoperation unterziehen, im Jahr zuvor war die zweite Ehe des dreifachen Vaters geplatzt. Im Oktober 2011 hatte er aber wieder geheiratet, die Grafikdesignerin Susan Schneider. "Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen", sagte Schneider jetzt, "sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, die er Millionen gab".

Quelle: n-tv.de

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