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He was a Passenger: S-Bahn brachte Pop zum Hit

Als Iggy Pop in den 1970er Jahren in Berlin lebte, muss er viel S-Bahn gefahren sein. So viel, dass sie ihn zu seinem größten Hit angeregt hat. Der Song "The Passenger" ist laut seiner damaligen Freundin gar "eine Hymne auf die Berliner S-Bahn".

Hymne auf die S-Bahn: Iggy Pop auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1977.
Hymne auf die S-Bahn: Iggy Pop auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1977.(Foto: AP)

Die Berliner S-Bahn hat Rocksänger Iggy Pop zu seinem größten Hit inspiriert. Das Lied "The Passenger" sei "eine Hymne auf die Berliner S-Bahn", sagte Iggy Pops ehemalige Lebensgefährtin Esther Friedman dem "ZEITmagazin". Iggy Pop habe während seiner Berliner Zeit Ende der 70-er Jahre "fast jeden Tag einen Ausflug mit der S-Bahn gemacht", berichtete Friedman. "Die Fahrten haben ihn zu dem Song inspiriert, insbesondere die Strecke raus zum Wannsee."

In Berlin, sagte Friedman, habe sich Iggy Pop damals unbehelligt "in die Kiezkneipe nebenan setzen" können. "Er hat das geliebt." Mit seinem Weggefährten David Bowie, der damals ebenfalls in Berlin wohnte, sei er zudem oft ins Museum gegangen. Beide seien auch öfter zusammen nach Ost-Berlin gefahren, "in einem 600er Mercedes", so Friedman.

180 Mark Miete im Monat

"Ich wohnte in Schöneberg, in einem Hinterhof, ohne Zentralheizung, für 180 Mark im Monat", erinnerte sich Pop, der mit bürgerlichem Namen James Osterberg heißt, vor ein paar Jahren in einem Interview. Bowie, der im selben Haus wohnte, war in der Zeit so etwas wie ein Mentor für ihn - er produzierte auch das Album "Lust for Life" (1977), auf dem erstmals der Song "Passenger" erschien.

Friedman hatte Iggy Pop in den Siebzigern auf einer Party in Berlin kennengelernt. In seiner Rolle als exzentrischer Rockstar sei Iggy Pop "zu 99 Prozent unerträglich" gewesen, verriet sie - als Privatmensch hingegen "zu 99 Prozent erträglich".

Quelle: n-tv.de

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