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Til Schweiger ist im jüngsten Hamburger "Tatort" als Kommissar Nick Tschiller auf Rachefeldzug.
Til Schweiger ist im jüngsten Hamburger "Tatort" als Kommissar Nick Tschiller auf Rachefeldzug.(Foto: dpa)

Ein Stück Fernseh-Geschichte: Schweiger nennt "Tatort"-Kritiker Trottel

Ein schießwütiger Kommissar auf Rachefeldzug - Krimiliebhaber kommen beim jüngsten "Tatort" aus Hamburg nur bedingt auf ihre Kosten. Hauptdarsteller Til Schweiger findet sein neuestes Werk hingegen "außergewöhnlich" und teilt gegen die Kritiker aus.

Til Schweiger hält seine neue "Tatort"-Folge mit dem Titel "Fegefeuer" nach eigenen Worten für bahnbrechend - und die Kritiker für ahnungslos.

Der Filmemacher und Kommissar-Darsteller im Hamburger "Tatort" veröffentlichte bei Facebook eine Art Verehrerbrief an den Regisseur des TV-Krimis, Christian Alvart. Darin attestiert Schweiger ihm, mit der jüngst ausgestrahlten Folge "ein Stück deutsche Fernsehgeschichte" geschaffen zu haben: "Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für das schmale Geld.....andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken."

Über die Kritiker schrieb Schweiger: "Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind!" Er, Schweiger, habe viel mehr Ahnung von Filmkunst als die meisten "Trottel", die darüber schrieben. Bei Facebook erhielt der Post neben mehreren Hundert Likes auch zahlreiche kritische Kommentare.

Die Vorgängerfolge "Der große Schmerz" mit Schlagerstar Helene Fischer war Quotensieger des Neujahrstages. 8,24 Millionen Zuschauer schalteten den Krimi-Klassiker ein, was einem Marktanteil von 22,1 Prozent entsprach. Dennoch war diese Quote für "Tatort"-Verhältnisse unterdurchschnittlich. Bei Facebook zeigte Schweiger, dass er die Episode gemeinsam mit Schauspielkollege Martin Semmelrogge geguckt hat. "Er fand ihn großartig!", schrieb Schweiger dazu.

Schwache "Tatort"-Quote

Im Vergleich zu "Der große Schmerz" konnten sich für die aktuelle Episode noch weniger Teile des Fernsehpublikums erwärmen. Nur 7,69 Millionen Zuschauer interessierten sich für "Fegefeuer", was einem Marktanteil von 19,9 Prozent entsprach.

Schweiger ermittelt seit 2013 als "Tatort"-Kommissar Nick Tschiller. Die ersten beiden Hamburger "Tatort"-Folgen mit dem heute 52-Jährigen hatten 12,6 Millionen ("Willkommen in Hamburg") beziehungsweise und 10,1 Millionen ("Kofpgeld") TV-Zuschauer vor die Bildschirme gelockt.

Der "Tatort" gehört zu den erfolgreichsten deutschen TV-Formaten und zog daher in den vergangenen Jahren immer mehr bekannte Regisseure und Schauspieler an, so wie beispielsweise Christian Ulmen oder Nora Tschirner. In "Der große Schmerz" spielten Schlagerstar Helene Fischer sowie Rapper Ferris MC mit. In "Fegefeuer" stand unter anderem "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers vor der Kamera.

Quelle: n-tv.de

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