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Das Droiden-Duo C-3PO und R2D2 kann man auf der Platte "Star Wars Headspace" hören.
Das Droiden-Duo C-3PO und R2D2 kann man auf der Platte "Star Wars Headspace" hören.(Foto: imago stock&people)

In einer weit, weit entfernten Disco: "Star Wars"-Album spielt R2, Jabba & Co

Von Anna Meinecke

Wer "Star Wars"-Neuigkeiten kategorisch abschmettert, wird sich auch für diese Nachricht nicht begeistern. Eingefleischte Fans allerdings dürfen sich über ungewöhnlichen Merchandise freuen. Ein Dance-Album verwurstet Originalsounds der größten Charaktere.

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Ga... äh Disco. Da tanzten Droiden, Ewoks und Kopfgeldjäger ausgelassen zu futuristischen EDM-Beats. Oder so ähnlich. Tatsächlich sollen zu "Star Wars Headspace", einem von Musiklegende Rick Rubin produzierten Album voll elektronischer Tanzmusik natürlich keine Science-Fiction-Charaktere die Hüften schwingen, sondern idealerweise echte Menschen - nicht in der Zukunft, sondern im Jetzt.

"Star Wars Headspace" lässt selbst eingefleischte Fans grübeln.
"Star Wars Headspace" lässt selbst eingefleischte Fans grübeln.

Mit gängigem Merchandise hat das schon nichts mehr zu tun. Wer eine Portion "Star Wars" auf den 15 Tracks der Platte erkennen möchte, muss teilweise schon etwas genauer hinhören.

Gleich der Opening-Track "C-3PO's Plight" beweist Gespür für den "Star Wars"-typischen Humor. Langsam mischen sich das Feuer der Blaster und Wookie-Brüllen zu einem runden Klangbild, während sich Kult-Droide C-3PO - was sonst - beklagt. Man muss schon mehrfach hinhören, um auch im Folgenden alle "Star Wars"-Sounds auszumachen.

Ratespiel für Hardcore-Fans

Der 52-jährige Rubin hat zu "Star Wars Headspace" sogar selbst einen Song beigesteuert. "NR-G7" hört sich ein bisschen anspruchsvoller als treibende Tracks wie etwa Baauers "Cantina Boys" oder GTAs "Help Me!". Und dann ist da natürlich noch die Remix-Version von "Jabba Flow", dem Fan-Liebling aus "Das Erwachen der Macht", den ursprünglich kein Geringerer als Regisseur J.J. Abrahams zusammen mit Lin-Manuel Miranda zu verantworten hatte.

Wer mit der doch sehr amerikanischen Vorstellung von Elektro-Beats nichts anfangen kann, der kann sich übrigens wenigstens über die großartigen Titel der Tracks amüsieren - ganz melancholisch dichtet Flying Lotus beispielsweise "R2 Where R U?", mit "Scruffy-Looking Nerfherder" von Galantis hat Leias goldige Beleidigung aus Episode V eine neue Form gefunden und Breakbots "Star Tripper" erinnert nicht etwa an eine galaktische Geschlechtskrankheit, sondern ist benannt nach einem falschen Code, mit denen sich Han Solos Millennium Falke tarnte.

Die Produzenten hatten Spaß mit ihren Tracks, das Experimentelle hört man ihnen auch in der finalen Form noch an. "Star Wars Headspace" trumpft mit Cleverness und großen Namen. Musikgeschichte wird die Platte nicht schreiben. Für Fans allerdings garantiert sie - jedenfalls beim ersten Durchlauf - ziemlich sicher belustigtes Hörvergnügen.

"Star Wars Headspace" ist ab sofort erhältlich

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Quelle: n-tv.de

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