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Neue Anlaufstelle für Beschwerden: Airlines bezahlen Schlichter

Flug überbucht, Verbindung gestrichen: Solche Pannen kosten Passagiere Nerven und Geld. Wer sich bei den Airlines beschweren wollte, traf oft auf taube Ohren und musste den Weg vor Gericht antreten. Nun soll eine neue Schlichtungsstelle den Kunden das Leben leichter machen. Die Kosten übernehmen die Fluggesellschaften.

Eine neue Schlichtungsstelle soll unzufriedenen Flugreisenden künftig Beschwerden über ihre Fluggesellschaft erleichtern. Der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterzeichnete jetzt eine entsprechende Vereinbarung, wie Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der "Süddeutschen Zeitung" sagte.

"Passagiere und Fluggesellschaften werden gemeinsam davon profitieren", sagte die FDP-Ministerin. "Langwierige Gerichtsverfahren werden vermieden, die Kundenbindung bleibt erhalten." Dem Bericht zufolge soll die Stelle ins Spiel kommen, wenn sich Reisende zuvor erfolglos beschwert haben - etwa weil ihr Flug überbucht oder verspätet war oder gestrichen wurde. Die Kosten wollen die Gesellschaften tragen.

Laut "Süddeutscher Zeitung" ist noch offen, ob sich die Einrichtung der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SöP) anschließt. Sie war im Sommer 2009 im Rahmen der neuen Fahrgastrechte initiiert worden. Die SöP gibt Empfehlungen für eine einvernehmliche und außergerichtliche Lösung. Bislang können Flugreisende von der Organisation in Berlin selten Hilfe erwarten, weil die meisten Fluggesellschaften bei dem Verfahren nicht mitmachen.

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Quelle: n-tv.de

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