Ratgeber

Bargeld war gestern: Bezahlen mit dem Handy

Die Deutsche Telekom will gemeinsam mit Mastercard das bargeldlose Bezahlen mit dem Handy in Europa etablieren. Noch in diesem Jahr soll die Kreditkarte auf die SIM-Karte des Smartphones wandern.

Das Portemonnaie im Handy war lange eine Zukunftsvision. Jetzt wird sie Schritt um Schritt zur Realität.
Das Portemonnaie im Handy war lange eine Zukunftsvision. Jetzt wird sie Schritt um Schritt zur Realität.

Bei dem neuen Kreditkartenangebot von Telekom und Mastercard, welches noch in diesem Jahr eingeführt werden soll, sind alle Kartendaten auf der SIM-Karte des Telefons untergebracht. Als Übertragungsweg nutzt die Lösung die Nahfunktechnik NFC (Near Field Communication). Damit muss das Handy nur an ein NFC-Terminal gehalten werden, um die Transaktionsdaten zu übermitteln. Die Daten werden verschlüsselt übertragen und über die Telekom-Tochter ClickandBuy verwaltet, die eine eigene Banklizenz besitzt.

Wann ist die Mastercard über die Telekom verfügbar?

Die Telekom will ein komplettes Ökosystem für das bargeldlose Bezahlen mit dem Handy in Europa auf den Weg bringen. Die Kooperation mit Mastercard ist dafür ein wichtiger Baustein. Noch in diesem Jahr soll die Mastercard in Deutschland über die Telekom in den Handel kommen. Einen genauen Termin gaben die Partner bislang aber noch nicht bekannt. Für das erste Halbjahr 2013 sind dann weitere Funktionen, etwa das Buchen von Konzerttickets oder Bahnfahrkarten mit Hilfe der mobilen Brieftasche geplant.

Kann ich die Mastercard-SIM nutzen, wenn mein Handy kein NFC unterstützt?

Inzwischen gibt es bereits eine Reihe von Smartphones auch in Deutschland, die die Nahfunktechnologie NFC unterstützt. Für Kunden, deren Gerät NFC nicht unterstützt, will die Telekom eine Lösung zum Nachrüsten anbieten, so dass sich an NFC-Terminals Transaktionen tätigen lassen. Alternativ lässt sich aber auch mit der Plastikkarte bezahlen.

Wie sicher ist das mobile Bezahlen?

Nach Angaben der Telekom bietet die Kreditkartenlösung mit Mastercard direkt auf der SIM-Karte gegenüber anderen Lösungen, die über eine App funktionieren, einen sicheren Übertragungsweg. Anders als bei der normalen Kreditkarte muss der Nutzer das Smartphone beim Bezahlen auch nicht mehr aus der Hand geben - und läuft damit nicht Gefahr, dass die Kartendaten heimlich kopiert werden. Sollte das Handy tatsächlich verloren gehen, gebe es dennoch einige Sicherheitsvorteile gegenüber der normalen Geldbörse, erklärte Telekom-Manager Thomas Kiessling: Der Nutzer müsse nur noch eine einzige Telefonnummer anrufen, um alle Bezahlwege sperren zu lassen.

Quelle: n-tv.de

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