Ratgeber

Günstig um jeden Preis?: Die besten Kfz-Versicherer

Isabell Noé

Der 30. November ist Stichtag. Bis dahin können Autofahrer ihren Kfz-Versicherer wechseln. Die Tarife ändern sich regelmäßig und günstiger geht eigentlich immer. Der Branchendienst Map Report hat jetzt geprüft, bei welchen Anbietern man langfristig gut aufgehoben ist.

Kfz-Versicherungen werden seit Jahren billiger - aber nicht unbedingt besser.
Kfz-Versicherungen werden seit Jahren billiger - aber nicht unbedingt besser.(Foto: dpa)

Bleiben oder gehen? Die Frage stellt sich Autobesitzern alle Jahre wieder um diese Zeit. Bis Ende November können sie den Kfz-Versicherer wechseln. Günstigere Angebote finden sich fast immer – aber nicht immer ist die billigste Lösung auch die beste. Das ist erst letzten Sommer wieder einmal klar geworden, als Ineas und Lady Car Online Insolvenz anmeldeten und rund 50.000 Kunden nicht wussten, ob ihr Auto überhaupt noch versichert war.  

Pleiten sind bislang zwar die Ausnahme, doch fest steht, dass das Risiko gestiegen ist. Die Rabattschlacht der letzten Jahre freut zwar die Kunden, bringt die Kfz-Versicherer aber in Bedrängnis: Im vergangenen Jahr erwirtschafteten sie einen Verlust von 700 Millionen Euro. Rechnet man die Inflationsrate heraus, zahlen Versicherte heute nur noch halb so viel wie Ende der 80er Jahre. Weniger Schäden verursachen sie nicht.    

Traurige Bilanzen

Pünktlich zum Wechselstichtag hat der Branchendienst Map Report den Markt für Kfz-Versicherungen unter die Lupe genommen. Dabei ging es weniger darum, den aktuell günstigsten Anbieter zu finden, obwohl auch die Preiswürdigkeit in die Bewertung einfloss.  Im Fokus standen darüber hinaus die Kundezufriedenheit und die Frage, wie solide die Versicherer in den letzten Jahren gewirtschaftet haben. Nicht alle Anbieter legten ihre Zahlen offen, von 100 angeschriebenen Unternehmen lieferten gerade einmal 33 alle erbetenen Daten, etwa zu Rückstellungen und Liquidität, aber auch zur Beschwerdequoten, Klagen und Kündigungen. Am wenigsten Beschwerden gab es über die WGV, den Volkswohl Bund und die Provinzial Nord.

Was die Bilanzen angeht, geben die meisten Anbieter ein trauriges Bild ab: Gerade einmal fünf Gesellschaften haben in den letzten fünf Jahren mit ihrer Kfz-Sparte Geld verdient. Neben dem Branchenprimus Huk-Coburg machten die LVM, die DEVK sowie die Provinzial Münster und Hannover Gewinn. Entscheidend ist hier vor allem ein effizientes Schadenmanagement. Die Huk-Coburg hat früh vorgemacht, wie man mit einem gut ausgebauten Netz von Partnerwerkstätten die Kosten niedrig hält.

In die Gesamtwertung des Map Report, in die Preiswürdigkeit, Service und Bilanz eingehen,  liegt die Huk-Coburg dann auch vorn, wie bereits in den letzten Jahren. Zu den 15 anderen Versicherungen die mit der Höchstnote "mmm" für langjährig hervorragende Leistungen ausgezeichnet wurden, gehören unter anderem die DEVK, die niedersächsische VGH und die WGV. 

Kfz-Versicherungsvergleich

Quelle: n-tv.de

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