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Bei Bruch strömt Quecksilber aus: Energiesparlampen gefährlich

Die seit September vorgeschriebenen Energiesparlampen sparen zwar Strom, sind deswegen aber nicht unbedingt umweltfreundlich. Gehen sie zu Bruch, werden Wohnräume mit Quecksilberdämpfen verseucht, warnt das Umweltbundesamt. Besonders gefährdet sind Schwangere und kleine Kinder.

Lampen ohne Schutzummantelung sollten nicht in Innenräumen eingesetzt werden.
Lampen ohne Schutzummantelung sollten nicht in Innenräumen eingesetzt werden.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Das Umweltbundesamt (UBA) hat einen neuen Beleg für Gesundheitsgefahren durch entweichendes Quecksilber bei zerbrochenen Energiesparlampen veröffentlicht. Geht eine Lampe zu Bruch, kann das giftige Schwermetall in die Raumluft gelangen, ist das Ergebnis einer Untersuchung. Eine Stichprobe des UBA zeige, dass nach dem Bruch einer Energiesparlampe die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter für Innenräume liege.

"Das Quecksilber ist die Achillesferse der Energiesparlampen. Daher brauchen wir mittelfristig eine Lampentechnik, von der keine Quecksilberbelastung ausgeht", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Die richtige und notwendige Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent gegenüber Glühbirnen müsse einhergehen mit sicheren Produkten, von denen keine vermeidbaren Gesundheitsrisiken ausgehen, so Flasbarth.

Industrie in der Pflicht

Verbrauchern rate er, in Kinderzimmern und an anderen Stellen mit erhöhtem Bruchrisiko Energiesparlampen einzusetzen, die mit einer Kunststoffummantelung oder anderen Schutzmaßnahmen gegen ein Zerbrechen gesichert sind. Die Industrie forderte er auf, mehr solcher Lampen anzubieten. Geschehe dies nicht freiwillig, müsse die EU das gesetzlich vorschreiben, betonte Flasbarth. Mittelfristig sollte Lampentechnik ganz auf Quecksilber verzichten. Zurzeit dürfen Energiesparlampen bis zu fünf Milligramm Quecksilber enthalten.

Bei dem Test wurden zwei Energiesparlampen von europäischen Markenherstellern untersucht: eine mit zwei Milligramm und die andere mit fünf Milligramm Quecksilber. Beide hatten keine Schutzummantelung und wurden in heißem Zustand zerbrochen. Bei beiden Lampen wurden nach fünf Minuten und auch noch nach fünf Stunden in einem Meter Höhe über dem Fußboden Konzentrationen von Quecksilber gemessen, die die Gesundheit von Schwangeren, kleinen Kindern und empfindlichen Menschen beeinträchtigen können.

Alternative: LED-Lampen

Wer jetzt schon auf die quecksilberhaltigen Energiesparlampen verzichten möchte, kann zu LED-Lampen greifen, die zwar noch recht teuer sind, sich aber durch eine hohe Lebensdauer und ein angenehmes Licht auszeichnen sollen. Osram gibt für seine Parathom CL A60 eine mittlere Lebensdauer von 25.000 Stunden an. Die rund 40 Euro teure Lampe verbraucht 12 Watt und soll die Leuchtkraft einer herkömmlichen 60-Watt-Glühbirne (640 Lumen) haben. Trotz des hohen Preises sollte man zu Markenprodukten greifen. Billige LED-Lampen konnten in einem Test nicht überzeugen.

Stiftung Warentest rät beim Kauf einer LED-Lampe, den Kassenbon aufzubewahren. Denn falls die angegebene Lebensdauer nicht stimmen sollte, kann man so sein Geld zurückfordern.

Quelle: n-tv.de

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