Ratgeber

Blockheizkraftwerk im Keller: Entscheidung über Umsatzsteuer

Hausbesitzer mit eigenem Blockheizkraftwerk müssen für den erzeugten Strom unter Umständen Umsatzsteuer zahlen - auch wenn sie ihn selbst verbraucht haben. Doch auf welcher Grundlage wird die Steuer berechnet? Der Bundesfinanzhof schafft Klarheit.

Nur wenn man Vorsteuerabzug geltend gemacht hat, wird der Eigenbedarf versteuert.
Nur wenn man Vorsteuerabzug geltend gemacht hat, wird der Eigenbedarf versteuert.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat private Stromerzeuger, die im Keller ihres Einfamilienhauses ein Blockheizkraftwerk betreiben und Strom ins Netz einspeisen, finanziell entlastet. Die Betroffenen müssen zwar unter Umständen für den Eigenbedarf Umsatzsteuer abführen. Diese wird aber nicht auf Basis der relativ hohen Selbstkosten berechnet, sondern auf Grundlage des fiktiven Einkaufpreises, entschied das Gericht. (Az: XI R 3/10)

Private Energieerzeuger gelten rechtlich als Unternehmer, wenn sie Strom nicht nur gelegentlich, sondern regelmäßig gegen Entgelt in das allgemeine Stromnetz einspeisen. Haben sie die Anschaffungskosten des Blockheizkraftwerks steuerlich geltend gemacht, müssen sie auch auf den Strom Umsatzsteuer zahlen, den sie selbst verbrauchen.

Als Bemessungsgrundlage für die Besteuerung ist laut BFH auch bei selbst erzeugter Energie grundsätzlich der fiktive Einkaufspreis maßgebend. Die zumeist höheren Selbstkosten dürfen nur dann angesetzt werden, wenn ein Einkaufspreis nicht zu ermitteln ist, heißt es im Urteil.

Quelle: n-tv.de

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