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(Foto: imago/avanti)
Freitag, 27. Januar 2017

Blüten erkennen: Falschgeld - Tipps für Verbraucher

Geldfälscher sorgen jährlich für großen wirtschaftlichen Schaden. Erste Erfolge verbuchen Notenbanken mit dem überarbeiteten 20-Euro-Schein. Zudem lassen sich die Blüten aber in vielen Fällen erkennen. Doch was macht man dann damit?

Wie groß ist die Gefahr, einen falschen Geldschein in der Hand zu halten? Rein rechnerisch entfielen im vergangenen Jahr zehn falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Nach Angaben der Europäische Zentralbank (EZB) wurden im vergangenen Jahr 684.000 gefälschte Scheine aus dem Verkehr gezogen. 2015 waren es noch 899.000 Fälschungen.

Um es Geldfälschern schwerer zu machen, sollten Verbraucher auf die Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen achten, rät die Deutsche Bundesbank. Ein Überblick:

Wasserzeichen und Glanzstreifen

Auf der Seite entdecken Verbraucher durch Kippen des Scheins das Wasserzeichen. Auf der Rückseite wird bei manchen Scheinen beim Bewegen ein Glanzstreifen sichtbar.

Hologramm und Smaragdzahlen

Bilderserie

Auf den Vorderseiten der Euroscheine befinden sich Hologramme. Beim Kippen bewegen sich die Regenbogenfarben auf dem Hologramm. Bei den neuen Versionen des 5-, 10-, und 20-Euro-Scheins glänzt die Zahl unten links auf der Vorderseite - und zwar in Smaragdgrün bis Tiefblau. Wie der neue Zwanziger, den es seit November 2015 gibt, hat der Fünfziger der zweiten Euro-Generation (ab dem 4. April 2017) ein durchsichtiges Porträtfenster im Hologramm.

Mikroschrift und Sicherheitsfaden

Wer eine Lupe zur Hand hat, kann sich den Schein einmal ganz genau ansehen. Denn an manchen Stellen wird dann eine Mikroschrift erkennbar. Ein bisschen versetzt zur Mitte des Scheins befindet sich zudem ein Sicherheitsfaden. Darin ist der Wert des Scheins angegeben.

Relief

Die Finger langsam über die Buchstabenkombination am oberen Rand des Scheins gleiten lassen, kann ebenfalls Aufschluss geben über eine mögliche Fälschung. Das "BCE ECB ..." ist bei einem echten Schein nämlich als Reliefstruktur ertastbar. Bei den neuen Scheinen befindet sich diese Buchstabenkombination in Reliefstruktur am Rand.

Wie kann man sich verhalten, wenn man Falschgeld erhalten hat?

Am besten rufen Betroffene die Polizei oder gehen direkt zur nächsten Polizeidienststelle. Dort können sie Hinweise abgeben. Diese können dabei helfen, den Fälschern auf die Spur zu kommen: Betroffene sollten sich deshalb das Gesicht der Person merken, von der sie den gefälschten Schein erhalten haben. Zusätzlich sollten sie gegebenenfalls das Kfz-Kennzeichen der Person notieren. Fingerabdrücke sind wichtige Spuren. Um sie auf dem gefälschten Schein zu sichern, sollten Betroffene die "Blüte" in einen Briefumschlag stecken.

Bekommt man einen gefälschten Schein ersetzt?

Nein, dafür gibt es keine Entschädigung oder einen Ersatz. Deshalb sollten Verbraucher den Schein genau prüfen, bevor sie ihn annehmen.

Kann Falschgeld auch von Geldautomaten ausgegeben werden?

Grundsätzlich nicht. Denn die Geldautomaten werden nur mit von der Bundesbank geprüften Banknoten befüllt sowie mit Scheinen, die von bundesbankzertifizierten Maschinen geprüft wurden. Dazu haben sich die Kreditinstitute und Geldbearbeitungsunternehmen verpflichtet. Wird die Regelung eingehalten, kann also kein Falschgeld in die Geldausgabeautomaten gelangen. Für Automaten, bei denen Kunden Geld ein- oder auszahlen können, gilt: Sie verfügen über eine Prüftechnik, die von der Bundesbank zertifiziert ist. Diese verhindert, dass Falschgeld ausgegeben wird.

Quelle: n-tv.de

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