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Im Schnitt 31.500 Euro Bankguthaben: Hessen haben am meisten Geld

Schaffe, schaffe, Häusle baue, heißt es im Schwabenland. Die Hessen hingegen stehen offenbar mehr auf Bargeld. Die Ostdeutschen hingegen verfügen nach wie vor über die geringsten Geldreserven.

(Foto: wilhei, pixelio.de)

Die Menschen in Hessen haben hierzulande das meiste Geld auf dem Konto. Im vergangenen Jahr hat jeder Hesse im Schnitt über rund 31.500 Euro an Guthaben verfügt, teilt die Postbank anlässlich des Weltspartages am Samstag mit. Dies sind knapp 2500 Euro mehr gewesen als 2008. Platz zwei unter den Sparern haben die Hamburger belegt (rund 22.300 Euro, knapp 800 Euro mehr), Rang drei die Bayern (rund 21.300 Euro, etwa 250 Euro mehr). Im Schnitt haben die Deutschen rund 17.600 Euro gespart, die Rücklagen haben sich vergangenes Jahr um gut 500 Euro pro Kopf erhöht.

Die geringsten Geldreserven haben nach wie vor die Ostdeutschen. Den letzten Platz im Vergleich erreichen die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Guthaben von im Schnitt 9235 Euro pro Kopf, was einem Plus von 183 Euro im Vergleich zu 2008 entspricht. In Brandenburg haben sich die Ersparnisse der Menschen auf 9423 Euro pro Kopf belaufen (plus 392 Euro), in Sachsen-Anhalt auf 9804 Euro (plus 83 Euro). In die Berechnung fließt Geld auf Giro-, Spar-, Tagesgeld- und Festgeldkonten ein. Anlagen in Aktien oder Immobilienbesitz sind nicht Teil der Statistik.

Sparquote über elf Prozent

Von einhundert Euro verfügbaren Einkommens haben die Deutschen im vergangenen Jahr im Schnitt elf Euro und zehn Cent zurückgelegt, heißt es weiter. Die Sparquote hat sich auf 11,1 Prozent belaufen. Sie ist damit leicht niedriger gewesen als im Krisenjahr 2008, als die Menschen aus Verunsicherung so viel gespart haben wie schon lange nicht mehr. 2009 dürfte die Sparquote auch deswegen gesunken sein, weil die staatliche Abwrackprämie für Altautos einen Boom beim Autoabsatz ausgelöst habe. 2010 werde die Sparquote voraussichtlich auf 11,6 Prozent steigen.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) teilte unter Berufung auf eine eigene Studie mit, dass die Mehrheit der Deutschen zwei Jahre nach dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise mit ihrer finanziellen Lage zufrieden sind. 53 Prozent der Deutschen vertreten die Ansicht, es geht ihnen finanziell gut oder sehr gut. Trotz Finanzkrise hat dieser Anteil der Bevölkerung in den vergangenen Jahren "konstant" zugenommen. Zehn Prozent der Deutschen hingegen sind mit der eigenen finanziellen Situation nach wie vor unzufrieden, 2006 hat dieser Wert noch bei 18 Prozent gelegen.

Für die repräsentative DSGV-Untersuchung befragte das Marktforschungsunternehmen ICON 2000 Verbraucher ab 14 Jahren. Die Postbank berief sich bei ihrer Untersuchung auf Daten der Bundesbank und eigene Prognosen.

Quelle: n-tv.de

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