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Beliebte Mobbingopfer: Junge Arbeitnehmer unter Stress

Leiharbeit, Zeitverträge, Mobbing - die Arbeitswelt ist in den letzten Jahren rauher geworden. Das bekommen auch Berufseinsteiger und junge Arbeitnehmer zu spüren. Immer mehr von ihnen leiden unter psychischen Störungen, zeigt eine aktuelle Studie,.

Burnout trifft nicht nur Ältere: Überschwängliches Engagement und Karrieredrang können bei Berufseinsteigern zum Problem werden.
Burnout trifft nicht nur Ältere: Überschwängliches Engagement und Karrieredrang können bei Berufseinsteigern zum Problem werden.

Junge Arbeitnehmer fühlen sich zunehmend von ihrem Job belastet. Jeder Fünfte empfindet seinen Arbeitsalltag als "sehr stressig", hat eine Umfrage der DAK Krankenkasse unter Berufstätigen unter 30 Jahren ergeben. Mehr als die Hälfte bewertet den Job als "etwas belastend". Nach Einschätzung des DAK-Psychologen Frank Meiners sind das Indizien dafür, dass viele junge Menschen mit zunehmendem Druck in Job und Privatleben nicht mehr gut klarkommen.
 

Denn nicht nur ältere, auch junge Arbeitnehmer leiden zunehmend unter psychischen Störungen. Fast jeder zehnte der 15- bis 29-jährigen Berufstätigen ist von einer sogenannten somatoformen Störung, also körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache, betroffen, hat die DAK anhand der Daten ihrer Versicherten ermittelt. Die Krankheitsfälle aufgrund psychischer Probleme haben sich bei jungen Erwachsenen demnach in den vergangenen 12 Jahren mehr als verdoppelt.

Auch Unterforderung belastet

Berufseinsteiger arbeiten oft unter verschärften Bedingungen. So ist fast jeder vierte Arbeitnehmer unter 30 Jahren nur befristet angestellt. Dabei spielt der Bildungsabschluss kaum eine Rolle. Etwa jeder fünfte junge Erwerbstätige muss wegen einer Ausbildung oder eines Jobs in eine andere Stadt ziehen. Was manche als Chance sehen, überfordert die anderen.  Auffällig ist, dass junge Beschäftigte und Auszubildende deutlich öfter gemobbt werden als ihre älteren Kollegen. Jeder Siebte hat lauf DAK-Umfrage schon einmal das Handtuch geworfen, weil Angst, Stress und Ärger die tägliche Arbeit zu sehr belasteten. Sechs Prozent der Befragten fühlen sich den Anforderungen ihrer Arbeit nicht gewachsen. Unterforderung ist aber ein viel größeres Problem: 60 Prozent meinen, sie könnten fachlich mehr leisten, als von ihnen verlangt würde.

Für ihre repräsentative Studie hat die DAK 3000 berufstätige Versicherte zwischen 18 und 29 Jahren befragt.

Quelle: n-tv.de

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