Ratgeber
Donnerstag, 12. Juni 2014

Mittel aus dem Vorjahr: Kann man alte Sonnencreme verwenden?

Endlich ist das Wetter heiß genug, um die Sonnencreme-Reste aus dem letzten Sommerurlaub aufzubrauchen. Aber ist das Sonnenschutzmittel überhaupt noch haltbar? Das kommt auch darauf an, wie es gelagert wurde.

Creme, die beispielsweise durch Sand verunreinigt wurde, sollte man nicht zu lange aufheben.
Creme, die beispielsweise durch Sand verunreinigt wurde, sollte man nicht zu lange aufheben.(Foto: picture alliance / dpa)

Seit letztem Sommer steht die Flasche mit der Sonnencreme im Badezimmerschrank. Am heißen Pfingstwochenende kam sie wieder zum Einsatz. Aber ist das Sonnenschutzmittel aus dem letzten Jahr überhaupt noch verwendbar? Oder sollte man sich lieber Nachschub besorgen?

Ungeöffnet ist Sonnencreme wie andere Kosmetikprodukte in der Regel etwa 30 Monate haltbar. Wer noch ein unbenutztes Produkt aus dem Jahr 2012 gefunden hat, braucht sie also nicht wegzuwerfen. Anders sieht es aus, wenn die Verpackung schon einmal offen war. Sauerstoff und Verunreinigungen verkürzen die Lebensdauer, nicht nur von Sonnenschutzmitteln sondern auch von anderen Kosmetika.

Wie lange ein Produkt nach dem Öffnen noch genutzt werden kann, steht auf der Packung: Seit 2004 gibt es EU-weit ein einheitliches Zeichen für die Verwendungsdauer, das sogenannte PAO-Symbol (period after opening). Es zeigt einen Tiegel mit offenem Deckel, dazu eine Zahl und der Buchstabe M. Die Aufschrift "12 M" bedeutet beispielsweise, dass die Creme zwölf Monate nach dem ersten Öffnen verbraucht werden sollte. Bei Sonnencremes ist das meistens auch schon das Maximum. Produkte ohne Konservierungsstoffe oder mit hohem Wassergehalt laufen oft auch schon früher ab.

Nun hilft die Haltbarkeitsangabe wenig, wenn man nicht mehr weiß, wie alt das Mittel eigentlich ist. Wer nicht den Überblick verlieren möchte, sollte einfach das Öffnungsdatum auf die Packung schreiben. Um sicherzugehen, dass die Creme auch im nächsten Jahr noch verwendbar ist, lässt man sie am besten im Kühlschrank überwintern. Denn auch Hitze schadet der Haltbarkeit. Die Cremetube, die im Badeurlaub stundenlang in praller Sonne lag oder mit Sand verunreinigt wurde, wirft man zum Ende der Saison besser weg. Auch wenn das Produkt seine Konsistenz verändert hat, wandert es besser in die Tonne.

Alte Sonnenschutzmittel richten auf der Haut normalerweise keinen Schaden an, zumindest solange sie nicht mit Keimen belastet sind. Bei Bedarf kann man sie also noch als Bodylotion oder Handcreme verwenden. Allerdings verlieren geöffnete Produkte mit der Zeit ihre wichtigste Eigenschaft: Die Lichtschutzfilter zersetzen sich und halten immer weniger UV-Strahlung ab. Als Sonnenschutz sind die Mittel dann also nicht mehr zu empfehlen.   

Quelle: n-tv.de

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