Ratgeber

Lebensmittel in Deutschland: Kaum Pestizid-Rückstände

In Deutschland erhältliche Nahrungsmittel sind kaum mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Erzeugnisse aus sogenannten Drittländern weisen nach wie vor den höchsten Anteil an Pestizid-Rückständen aus - es gibt aber auch hier einen positiven Trend, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mitteilt.

Auch in Biolebensmitteln hat sich der Wert leicht verbessert.
Auch in Biolebensmitteln hat sich der Wert leicht verbessert.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Lebensmittel aus Deutschland und der EU sind kaum mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet. Bei Erzeugnissen deutscher Herkunft wurde 2011 lediglich in 1,4 Prozent der Proben eine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Das waren etwas mehr als 2010, als die Quote bei 1,0 Prozent lag. Bei Lebensmitteln aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union lagen bei 1,5 Prozent aller Proben die Werte über den erlaubten Höchstgrenzen.

In Säuglingsnahrung fanden die Prüfer demnach kaum mehr Pestizid-Rückstände. 96,0 Prozent (2010: 82,6 Prozent) der untersuchten Proben wiesen "keine quantifizierbaren" Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Die in vier Prozent der Proben gefundenen Rückstände lagen demnach alle "im Spurenbereich" und in keinem Fall über den erlaubten Höchstgehalt. Auch bei Biolebensmitteln hat sich der Anteil an Proben ohne nachweisbare oder erkennbare Rückstände im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent verbessert.

Auch in Biolebensmitteln hat sich der Anteil an Proben ohne quantitativ nachweisbare / quantifizierbare Rückstände im Vergleich zum Vorjahre leicht um 2,3 Prozentpunkte auf 82,2 Prozent verbessert. Negativ fiel im Jahr 2011 die Quote von 0,8 Prozent der Rückstandshöchstgehaltsüberschreitungen auf (2010: 0,2 Prozent). Der Anstieg ist jedoch vornehmlich auf ein Produkt "getrocknete Linsen" zurückzuführen. Die Ursache konnte hier schnell gefunden werden, so dass geeignete Maßnahmen eingeleitet wurden.

Mit 7,2 Prozent aller Proben wiesen die Erzeugnisse aus sogenannten Drittländern nach wie vor den höchsten Anteil an Pflanzenschutzmittelrückständen aus. Es gibt aber laut Bundesamt einen positiven Trend. Seit 2008, als noch bei 9,1 Prozent der Proben die Höchstgehalte überschritten wurden, habe die Quote jedes Jahr kontinuierlich abgenommen. "Es zeigt sich, dass auch die Hersteller in den Drittländern daran arbeiten, dass gute Niveau der europäischen Erzeugnisse zu erreichen", erklärte BVL-Präsident Helmut Tschiersky-Schöneburg. Das Bundesamt unterstütze unter anderem China und Marokko beim Aufbau von Lebensmittelsicherheitsbehören.

Pestizide sind chemische Pflanzenschutzmittel, mit denen Landwirte etwa ihre Ernte vor Krankheiten und Schädlingen schützen. Insgesamt haben die Prüfer der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung der Bundesländer 2011 mehr als 17.000 Proben von Lebensmitteln auf Rückstände untersucht.

Quelle: n-tv.de

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