Ratgeber

Unfallschaden verschwiegen: Kunde muss Auto zurücknehmen

Wer sein Auto in Zahlung gibt und einen Unfallschaden verschweigt, muss damit rechnen, dass ihn der Händler später in Regress nimmt. Das stellt der Bundesgerichtshof klar.

Im verhandelten Fall hatte der Kunde seinen Audi A6 in Zahlung gegeben, um einen VW Passat zu kaufen.
Im verhandelten Fall hatte der Kunde seinen Audi A6 in Zahlung gegeben, um einen VW Passat zu kaufen.

Wer bei einem Autokauf seinen Gebrauchtwagen als "unfallfrei" in Zahlung gibt, haftet dafür, wenn später doch Schäden am Fahrzeug entdeckt werden. Wenn die "Unfallfreiheit" vertraglich zugesichert wird, dann ist sie auch bindend, wie der Bundesgerichtshof (BGH) nun entscheiden hat. (Az: VIII ZR 117/12)

Im aktuellen Fall hatte der Beklagte im Jahr 2004 beim Kauf eines Neuwagens seinen gebrauchten Audi A 6 in Zahlung gegeben. Was er verschwieg: Ein paar Monate zuvor hatte er mit dem Wagen einen Unfall gehabt, bei dem an der rechten Tür und der Seitenwand ein Streifschaden entstanden war. Den Schaden in Höhe von 3000 Euro ließ er reparieren - allerdings nicht fachgerecht.

Der Autohändler verkaufte das Fahrzeug  später teurer als "laut Vorbesitzer unfallfrei" an einen anderen Kunden weiter. Kurz Zeit später verlangte der Käufer jedoch die Rückabwicklung des Geschäfts, unter anderem wegen des verschwiegenen Unfallschadens.  Der Händler nahm daraufhin den Vorbesitzer in Regress. Zu Recht, wie der BGH entschied. Der Vorbesitzer muss dem Händler nun den höheren Verkaufspreis erstatten. Im Gegenzug bekommt er sein altes Auto zurück.

Rechtsschutzversicherungen im Vergleich

Quelle: n-tv.de

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