Ratgeber

Wohnungsgröße stimmt nicht: Makler-Angaben nicht bindend

Beim Ausmessen kommt die Erkenntnis: Die angemietete Wohnung ist deutlich kleiner als vom Makler angegeben. Satte zwölf Quadratmeter beträgt der Unterschied. Die Bewohner kürzen ihre Miete - und müssen nun nachzahlen.

Lieber erst ausmessen, dann anmieten.
Lieber erst ausmessen, dann anmieten.(Foto: BirgitH, pixelio.de)

Angaben von Immobilienmaklern zur Größe einer Mietwohnung sind grundsätzlich nicht bindend. Das geht aus einem am Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter erklärten damit die Mietminderung eines Wohnungsmieters für rechtswidrig und gaben der Zahlungsklage des Hauseigentümers statt.

In einer Internet-Annonce des Maklers hatte gestanden, dass die betroffene Wohnung eine Fläche von 74 Quadratmetern hat und 920 Euro Miete im Monat kosten soll. Nach dem Einzug stellten die Mieter jedoch fest, dass die Wohnung tatsächlich nur 62 Quadratmeter umfasst. Sie kürzten die Zahlungen entsprechend.

Der Wohnungseigentümer berief sich vor Gericht jedoch mit Erfolg auf den Mietvertrag, in dem keine konkrete Größe der Wohnung vereinbart worden war. Das Gericht stellte dazu fest: "Die alleinige Angabe der Wohnfläche in einer Annonce genügt nicht, wenn im Mietvertrag kein Hinweis auf die Wohnungsgröße enthalten ist." Die Mieter müssen die einbehaltene Miete nun nachzahlen.

Quelle: n-tv.de

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