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Verbraucher erhalten künftig das Recht, einen Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu widerrufen.
Verbraucher erhalten künftig das Recht, einen Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu widerrufen.(Foto: dpa)
Montag, 13. März 2017

Verträge werden sicherer: Mehr Schutz für Bauherren

Die eigene Immobilie ist für viele Deutsche ein Traum - und ein teurer dazu. Wer nicht gebraucht kauft, muss besonders sorgfältig planen. Damit dies besser klappt, stärkt der Gesetzgeber die Rechte von Häuslebauern.

Wer privat in Deutschland baut, nimmt meist eine Menge Geld für Grundstück und Hausbau in die Hand. Umso wichtiger ist es, dass auch der  Vertrag mit dem für die Durchführung beauftragten Bauunternehmen passt. Denn der Bauvertrag ist das wichtigstes Instrument einer Baumaßnahme. Deshalb sollten sich hier alle Vereinbarungen schriftlich wiederfinde, um später Streit zwischen den Vertragspartnern zu vermeiden.

Um Bauherren besser zu schützen, müssen Baubeschreibungen künftig bestimmte Mindestanforderungen erfüllen und Bauverträge einen verbindlichen Termin zur Fertigstellung enthalten. Dies hat der Bundestag im Rahmen seiner "Reform des Werkvertragsrechts" beschlossen.

Demnach müssen Bauunternehmer Verbrauchern künftig rechtzeitig vor Vertragsschluss eine Baubeschreibung aushändigen, die klare und verständliche Angaben zu den wesentlichen Eigenschaften des Bauwerks enthält. Sie wird Inhalt des Vertrags und ermöglicht einen genauen Überblick über die angebotenen Leistungen. Der Vertrag muss außerdem verbindliche Angaben zum Fertigstellungstermin enthalten. Das gibt Bauherren mehr Planungssicherheit. Auch sollen Bauherren einseitig das Recht erhalten, etwaige Änderungen nachträglich in den Vertrag aufzunehmen zu können. Allerdings muss der Unternehmer diese nur dann ausführen, wenn sie für ihn zumutbar sind.

Zudem haben Verbraucher das Recht, einen Bauvertrag innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu widerrufen. So können sie einen Kauf noch einmal überdenken. Das Widerrufsrecht erlischt spätestens zwölf Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss, wenn nicht ordnungsgemäß belehrt wurde. Künftig gibt es im Werkvertragsrecht - und somit auch bei Bauverträgen - ein Kündigungsrecht aus wichtigem Grund.

Außerdem sollen zukünftig Änderung bei der Mängelhaftung zugunsten von Käufern gelten. So ist dann der Verkäufer einer beweglichen Sache gegenüber dem Käufer verpflichtet, die in eine andere Sache eingebaute mangelhafte Kaufsache auszubauen und die Ersatzsache einzubauen, oder die Kosten für beides zu tragen.

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Quelle: n-tv.de

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