Ratgeber
Freitag, 08. Juli 2011

Nur drei Monate Kündigungsfrist?: Mietreform ist vom Tisch

Wenn längere Fristen im Mietvertrag vereinbart sind, muss sich de Vermieter daran halten.
Wenn längere Fristen im Mietvertrag vereinbart sind, muss sich de Vermieter daran halten.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mieter haben eine Kündigungsfrist von drei Monaten, egal, wie lange sie schon in der Wohnung leben. Vermieter müssen dagegen bis zu neun Monate vorher kündigen, wenn sie das Mietverhältnis lösen wollen. So war es bisher - und so wird es auch bleiben. Auf die geplante Reform der Kündigungsfristen wird die Bundesregierung offenbar verzichten.

Entsprechendes meldet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den FDP-Bundestagsabgeordneten und Rechtsexperten Stephan Thomae. Der bestätigte dem Blatt, die Angleichung sei "endgültig vom Tisch". In ihrem Koalitionsvertrag hatte die Regierung auf Druck der FDP noch eine Vereinheitlichung der Kündigungsfristen für Vermieter und Mieter vereinbart. Dann hätten die Vermieter innerhalb von drei Monaten kündigen können, auch wenn die Mieter schon acht Jahre oder länger in der Wohnung lebten. Mieterverbände hatten sich gegen diese geplante Neuregelung gewehrt. 

Es gilt also weiterhin: In den ersten fünf Jahren darf der Vermieter nach drei Monaten kündigen, nach fünf Jahren muss er sechs Monate warten. Und nach acht oder mehr Jahren erhöht sich die Frist auf neun Monate. Stehen längere Fristen im Mietvertrag, sind diese wirksam.

Quelle: n-tv.de

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